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Einheimische neben Exoten

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Einheimische neben Exoten

Papiliorama Kerzers eröffnete neue Schmetterlingsvoliere

Gestern hat das Papiliorama Kerzers seinen vierten Bereich eröffnet. In einer futuristisch anmutenden Voliere haben neu die einheimischen Schmetterlinge ihr Paradies gefunden. Im Hauptgebäude ist ihnen zudem eine permanente Ausstellung gewidmet.

Von CORINNE AEBERHARD

«Das haben sie aber gut gemacht!», ruft eine Frau begeistert aus, nachdem sie die neue permanente Ausstellung über die einheimischen Schmetterlinge betreten hat. «Das müssen wir unbedingt den Kindern zeigen», fährt sie fort.

Der erste Eindruck der neuen Ausstellung im Papiliorama ist bei den geladenen Gästen, die als erste die Räumlichkeiten betreten durften, sehr gut. Darin wird den Besuchenden auf spielerische Weise viel Wissen über die einheimischen Schmetterlinge vermittelt. Viele von ihnen sind gefährdet, teilweise gar vom Aussterben bedroht.

Die Ausstellung im Hauptgebäude des Papilioramas kann das ganze Jahr hindurch besucht werden.

Lebensraum für Schmetterlinge

Nur in der Sommersaison geöffnet ist die futuristisch anmutende frei stehende Voliere, in welcher die einheimischen Schmetterlinge leben. Darin ist ein Lebensraum geschaffen worden, in welchem sie sich wohl fühlen sollen. Die wuchernden Brennnesseln sind also nicht einfach lästiges Unkraut, sondern sie sind Nahrung für Schmetterlinge, wie ein Kenner auf dem Rundgang erzählt.

Niederlassen können sich die Schmetterlinge auch auf verschiedenen Gemüsesorten. In der Mitte
des Geheges befindet sich eine grosse Wiese. Mit Felsen und Kalksteinen wurde am Rand in Richtung des Mooses eine bergige Zone geschaffen. Auch verschiedene Kräuter, darunter Lavendel, sind in der Voliere zu finden, in welcher die Schmetterlinge gestern schon recht zahlreich flogen oder sich teilweise auch auf den ersten Besuchern niederliessen.

Der neue Bereich des Papilioramas ist in rund zwei Monaten Bauzeit entstanden und hat alle Kräfte gebraucht, wie Leiter Caspar Bijleveld gestern anlässlich der offiziellen Eröffnung sagte. Entsprechend seien auch alle müde.

Eine grosse Herausforderung

Mitgearbeitet haben auch die botanischen Gärten von Freiburg und Neuenburg sowie Pro Natura und Swiss Butterfly Conservation. Die Realisierung dieses Projekts sei ihm besonders am Herzen gelegen, sagte Bijleveld. Und es sei eine sehr grosse Herausforderung.

Zu Beginn werden vor allem häufig vorkommende Schmetterlinge zu sehen sein. Später, mit mehr Erfahrung, sollen auch seltenere Arten hinzukommen. Erst die Zukunft werde zeigen, ob die künstlich geschaffenen Lebensräume gut funktionieren werden.

Farbe für den Kanton Freiburg

Dieser neue Trakt des Papilioramas sei nötig, weil viele Menschen heutzutage keinen direkten Bezug mehr hättten zur Natur, sagte die Kerzerser Gemeindepräsidentin Katharina Hürlimann. Das Papiliorama sei zudem eine Verbindung zwischen Einheimischem und Exotischem. Thierry Mauron, Direktor der Wirtschaftsförderung des Kantons Freiburg, bezeichnete es als «Ort des Glücks». Es bringe viel Farbe und Lebensqualität in den Kanton Freiburg, sagte er anlässlich der Eröffnung. An dieser hatte nebst zahlreichen Gästen auch der Botschafter der Niederlande, Roelof Smit, teilgenommen.
Schüler züchtet Schmetterlinge

Alle in der neuen Voliere lebenden Schmetterlinge stammen aus Zuchten. Einer der Züchter ist der 14-jährige Yves Tschannen. Am gestrigen Eröffnungstag wurde er von Papiliorama-Leiter Caspar Bijleveld mit einer «Schmetterlingsmedaille» ausgezeichnet. Der Junge aus Wünnewil hat um die 500 Schmetterlinge gezüchtet. 300 davon hat er dem Papiliorama gegeben. «Es sind vor allem Schwalbenschwänze und Kleine Füchse», erklärt er. Die Raupen sammelt er in seiner Umgebung und in selber gebauten Käfigen hält er sie, bis aus ihnen die Schmetterlinge schlüpfen. ca
Zum Papiliorama

Seit der Eröffnung des Papilioramas im April 2003 wurden 235 000 Besucher empfangen. Erst wurde die Kuppel mit den exotischen Pflanzen und Schmetterlingen eröffnet, dann im vergangenen September das Nocturama, in welchem Tiere aus den Tropenwäldern von Amerika leben. Im April dieses Jahres kam der Bereich «Tier und Kind» hinzu. Weiter wurden Renaturierungs-Projekte im Aussenbereich realisiert. U. a. wurde der eingelegte Silberbach nach 50 Jahren an die Oberfläche geholt. Geplant ist weiter die Umsiedlung der beiden Kuppeln von Marin nach Kerzers, in welchen ein Jungeltrek resp. ein Ausstellungsraum entstehen soll. Dafür benötigt die Stiftung 3 Mio. Franken. ca

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