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Einst in Schmitten – Jetzt in Shanghai

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Einst in Schmitten – Jetzt in Shanghai

Seit drei Jahren ist der Biochemiker Peter Bucheli Projektmanager bei Nestlé in China

Im Hagnet von Schmitten ist er aufgewachsen. An der Uni Freiburg hat er doktoriert. Bei der Nestlé ist er gelandet. Dass es ihn aber einmal nach China verschlagen würde, das hätte selbst Peter Bucheli nie gedacht.

Von IRMGARD LEHMANN

Kaum zu glauben, aber Lebensgeschichten wie diejenige des Schmittners Peter Bucheli gibt es allen Unkenrufen zum Trotz immer noch: Da hat ein Sensler via Internet eine Frau kennen gelernt, die zufällig in Shanghai zu Hause ist. Und kurzum wird im Reich der Mitte eine Stelle gesucht.

So gibt der promovierte Biochemiker Peter Bucheli, Mitarbeiter der Nestlé, via Blindbewerbung seinen Wunsch bekannt und wird gehört. Der Chemiker kommt gar im richtigen Moment. Nestlé ist nämlich drauf und dran, in Shanghai ein Forschungsprojekt zu kreieren. Bucheli wird gleich als Leiter eingesetzt: «Der Forschungsauftrag liegt darin, herauszufinden inwiefern, (Wurzeln, Früchte, Blätter) in Nahrungsmitteln der Nestlé Eingang finden könnten.» Naturprodukte haben in China Hochblüte. Mehr als 1000 chinesische Pflanzen werden in der chinesischen Medizin eingesetzt.

Heimurlaub im Hagnet

Was macht nun ein Sensler, der nur gerade für drei Wochen mit Frau und Kind auf Heimaturlaub ist? «Ich war ein paar Mal in Murten, in Schwarzsee, in Freiburg, Bern und Lausanne, hab Schmitten angesehen und meine Freunde getroffen», sagt der Biochemiker und die Freude ob der schönen Schweiz steht ihm buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Wie sonst könnte er von «flotten Matten und prachtvollen Bäumen» schwärmen? «In Shanghai ist alles flach. In der 17-Millionen-Stadt, die vier Mal so gross ist wie der Kanton Freiburg, gibt es nur Betonbauten und Hochhäuser.»

Blindes Vertrauen fehl am Platz

Ja, wie lebt es sich in diesem Land? Wie kommt ein Sensler mit der fremden Kultur zurecht. Wie mit der Sprache? Wie mit der komplexen Schrift? Peter Bucheli redet, als mache er sich gerade erst Gedanken über all das. Dadurch erhält sein Sprechen etwas unheimlich Frisches und Lebendiges. Man hört ihm gerne zu.

Es sei schwierig, einen Chinesen oder eine Chinesin richtig einzuschätzen, fährt er sachte fort. «Yes,Yes heisst beim Chinesen noch lange nicht, dass er einverstanden ist oder etwas verstanden hat.» Ein Chinese frage auch selten nach. «In Geldangelegenheiten blindes Vertrauen walten zu lassen führt glattweg in die Katastrophe.»

Und wie kommt man mit der Sprache zurecht? «Lesen kann ich nur wenig. Sprache und Schriftzeichen sind uns völlig fremd.» Und daher sei das Erlernen sehr mühsam.

Die Grosszügigkeit der Firma Nestlé

Bucheli betont allerdings, dass es sich in Shanghai sehr gut leben lässt. Nestlé übernimmt einen Grossteil der Lebenshaltungskosten. Dass die Familie auch sonst wenig Geld braucht, hat allerdings mit den Lebensgewohnheiten zu tun. Bucheli bewegt sich quasi nur zwischen Wohnsiedlung und Forschungszentrum (20 Minuten Autofahrt). «Eigentlich mache ich es gleich wie mein Vater in Schmitten», meint er schmunzelnd. Ausser zur Arbeit nach Bern sei der Vater kaum unterwegs gewesen. (Siegfried Bucheli arbeitete bei der Credit Suisse Bern in der Speditionsabteilung.)

Lukrative Wohnsiedlung

In der lukrativen Wohnsidlung verbringt Bucheli mit seiner Familie auch die Freizeit. Die Überbauung verfügt über eine grosse Schwimmbad- und Sportanlage. In der Siedlung trifft Bucheli seine Freunde und spielt im hauseigenen Club Badminton. «Oft gehe ich aber auch mit meiner Tochter auf den Spielplatz.»

Im Spätherbst ist Peter Bucheli mit seiner Familie von Schmitten wieder abgereist. Ein Abschied, der ihm nicht leicht fiel. An seine Mutter im Altersheim von Tafers hat er gedacht. «Wer weiss, vielleicht sehe ich sie nie wieder . . . »

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