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Grosser Rat spricht 2,4 Millionen für die Sense

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Verbauungen an der Sense nahe der Ferienhauszone Noflen.
Corinne Aeberhard

Der Kanton Freiburg beteiligt sich finanziell an den Kosten für die Revitalisierungsarbeiten und den Hochwasserschutz der Sense bei Bösingen. Laut dem Staatsrat wird der Kantonsanteil niedriger sein als die gesprochenen rund 2,4 Millionen Franken.

Das Sanierungsprojekt «Hochwasserschutz und Gewässerrevitalisierung Sense» auf dem Gebiet der Gemeinde Bösingen hat vom Grossen Rat am Freitag klar grünes Licht erhalten. 93 Grossrätinnen und Grossräte sprachen sich für das entsprechende Dekret aus. Ablehnungen oder Enthaltungen gab es nicht. Damit gewährt der Kanton Freiburg einen Höchstbetrag von rund 2,4 Millionen Franken für das Projekt. Tatsächlich werde der Anteil des Kantons aufgrund eines Bundesbeitrags eher nur eine Million Franken betragen, sagte Staatsrat Jean-François Steiert (SP).

Das gesamte Projekt ist mit 22 Millionen Franken veranschlagt. Diesen Betrag teilen die Akteure unter sich auf. Dazu gehören unter anderem die Gemeinden Bösingen und Laupen sowie die Kantone Freiburg und Bern.

«Die Sense ist einer der wichtigsten Flüsse des Kantons», sagte Steiert. Dass der Fluss früher eine Breite von 60 bis 80 Metern hatte, sei heute schwer vorstellbar. Die Sense sei in einen engen Kanal gezwängt worden, um Fläche für die Landwirtschaft zu gewinnen und um einen Hochwasserschutz zu haben. Doch die Verbauungen seien alt und müssten erneuert werden. Mittelfristig sei der rückwärtige Hochwasserschutzdamm gefährdet.

Neues Zuhause für Tiere

Die Kanalisierung der Sense habe zu einer Verarmung der Lebensräume und einer starken Abnahme des Artenreichtums geführt, so der Staatsrat weiter. Deshalb wird die Sense im Rahmen des Sanierungsprojekts ökologisch aufgewertet. Das begrüssten mehrere Mitglieder des Grossen Rats. «Teiche und Tümpel werden sich bilden und Amphibienarten, Libellen und Kleintiere ein neues Zuhause finden», sagte Eliane Aebischer (SP, Düdingen). Zudem werde die Sense als Ausflugsziel aufgewertet. Nicolas Bürgisser (FDP, Giffers) wies darauf hin, wie stark die Abflussmenge bei Hochwasser steigen kann. «Geben wir der Sense genügend Raum, damit es keinen Schaden gibt.» Von einem gut durchdachten Gemeinschaftsprojekt, das in der Bevölkerung auf grosse Akzeptanz stosse, sprach Adrian Brügger (SVP, Düdingen). Christian Ducotterd (Die Mitte, Grolley) bewertete die Gesamtkosten von 22 Millionen Franken als deutlich überrissen. Seine Fraktion stelle sich dennoch hinter das Projekt.

Der Staatsrat sowie der Berichterstatter zum Dekret, Jean-Daniel Wicht (FDP, Villars-sur-Glâne), wiesen die Kritik zurück. Die Breite des Flusses sorge für höhere Kosten, genauso wie die Tatsache, dass sich das Projekt in der Nähe von bebautem Gebiet und einer Eisenbahnlinie befindet, sagte Steiert. Wicht, der auch Direktor des Freiburgischen Baumeisterverbands ist, rechnete vor, dass bei einem Projekt dieser Grössenordnung allein die Erdarbeiten rasch die Drei-Millionen-Marke erreichen.

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