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Eintrittszahlen übertreffen Rekorde

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Eintrittszahlen übertreffen Rekorde

Die Schwimmbäder Murten und Kerzers profitieren vom sonnigen Wetter

Die Schwimmbäder Murten und Kerzers verzeichnen schon jetzt höhere Eintrittszahlen als normalerweise Ende der Saison. Trotz der hohen Besucherzahlen läuft der Betrieb reibungslos.

Von CORINNE AEBERHARD

«Dieses Jahr ist ein Rekordjahr», sagt Chef-Bademeister Ernst Neuenschwander aus Murten. Gestern um 11.11 Uhr begrüsste er den 111 111. Besucher. Damit sei man im Vergleich zu anderen Jahren einen Monat voraus. Im Durchschnitt verzeichne man in Murten Ende Saison um die 100 000 Besucher. Letztes Jahr sei es wegen des schlechten Sommers aber nur 80 000 gewesen.

An absoluten Spitzentagen wie etwa dem 22. Juli hielten sich 3500 Badegäste in Murten auf. Durchschnittlich sind es gemäss Neuenschwander zwischen 2000 und 3000 pro Tag.

«So einen Sommer gab es noch nie», sagt auch sein Kollege aus Kerzers, Roland Aebi. In diesen Tagen übertrifft man den bisherigen Rekord von insgesamt 76 000 Eintritten. Dieser wurde gemäss Aebi vor 30 Jahren erreicht. In einem normalen Jahr verzeichnet die Badi in Kerzers 60 000 Eintritte pro Saison.

Ruhige Badegäste

Übereinstimmend sagen beide, dass die Saison zwar mehr Arbeit mit sich bringe, aber dass alles normal verlaufe und es bis jetzt keine Unfälle gegeben habe – ausser «ein paar Bobos».

Durch die hohen Besucherzahlen fallen mehr Reinigungsarbeiten an und die Becken müssen intensiver überwacht werden. Zusätzlich müssen nachts die Rasenflächen bewässert werden.

Neuenschwander ist überzeugt, dass durch die langandauernde Schönwetterperiode «das Verhalten der Badegäste viel ruhiger ist». Man müsse nicht, wenn es einmal schön ist, sofort in die Badi rennen um zu profitieren, wie das in anderen Jahren etwa der Fall ist. Da seien die Gäste oft aggressiver. Auch Restaurantbetreiberin Maya Delaquis bestätigt dies. Die Leute hätten sich mittlerweile an die Hitze gewöhnt und seien wohl auch ein wenig gelähmt davon. Das mache sie ruhiger.

Im Restaurant laufe «extrem viel und zwar durchgehend von morgens bis abends». Nicht nur die Getränke laufen gut, es würden auch «tonnenweise Salat gegessen», sagt die Wirtin, und natürlich Glacen.

Dem Ansturm sei man aber gut gewachsen, habe man doch gleich viel Personal angestellt wie im Expo-Jahr. So sieht man in Murten auch einem finanziell guten Jahr entgegen. Dies dürfte vor allem Betriebsleiter Urs Kaltenrieder freuen. Und er fügt an, dass die guten Besucherzahlen auch zeigten, dass das Schwimmbad einem grossen Bedürfnis der Bevölkerung entspreche. «Die Badi kostet nicht nur etwas, sie bringt auch viel.» Leider sehe man etwa auf politischer Ebene oft nur die Kosten, die ein solcher Betrieb verursache, bedauert er.

Kein «Actionbad»

Geschätzt wird von den Badegästen in Murten gemäss Bademeister Neuenschwander vor allem die Ruhe. Zudem herrsche durch die besondere Lage am See, mit dem Strand und dem Ausblick «eine Atmosphäre wie in den Ferien». Man sei ganz klar kein Action- und Erlebnisbad. Und das sei auch gut so. Er glaube, dass das heutzutage ebenso viel Wert habe.

Rund ein Drittel der Badegäste von Murten besitzt ein Abonnement, die anderen sind so genannte «zahlende Gäste». Dies ist für Neuenschwander, der Beweis, dass man auch viele auswärtige Besucher hat. Viele kommen aus Freiburg und Bern.

Einbruch kommt mit Regen

Die Badesaison dauert noch bis Mitte September. Vor allem um 14 Uhr und gegen 18 Uhr seien die Spitzenzeiten. Neuenschwander glaubt, dass es nach wie vor Spitzentage geben wird, aber «der Sättigungsgrad ist erreicht». Gemäss seiner langjährigen Erfahrung – Neuenschwander ist seit 35 Jahren Bademeister, davon 20 in Murten – setze der Einbruch bei den Besucherzahlen ein, wenn nach dem Stadtfest der Regen komme. Dann rechne man noch mit ungefähr 1000 Eintritten. Bleibe das Wetter schön, kämen die Leute weiterhin, auch nach Ende der Schulferien.

Auch nach all den Jahren liebt Ernst Neuenschwander seine Aufgabe immer noch. Sie sei vielseitig, man habe viel Kontakt mit Menschen, sei in der Natur und müsse auch mit der Technik arbeiten. Zu denken gibt ihm allerdings, dass viele Gäste eine saubere Wiese verlangen, selber aber den Abfall einfach liegen lassen.
«Treue wird
belohnt»

Nicht schlecht staunten gestern um 11.11 Uhr Vincent Juillerat, Jean-Pierre Wuillemin und Elsbeth Rindlisbacher. Allen drei steckte der Bademeister einen Gutschein für ein Saisonabi in die Hand. Juillerat war der 111 111. Besucher, Wuillemin der 111 110. und Rindlisbacher die 111 112. Besucherin.

Die beiden Männer stammen aus Murten, Elsbeth Rindlisbacher kommt aus Worb (BE), hält sich aber viel in einem Wohnwagen in Avenches auf, wie sie erzählt. Alle drei sind langjährige Stammgäste des Schwimmbads Murten. «Treue wird belohnt», meinte Vincent Juillerat, der fast täglich in die Badi geht. Allerdings nicht nur zum Schwimmen, sondern auch um Leute zu treffen. Vor allem aus gesundheitlichen Gründen geht Jean-Pierre Wuillemin ins Schwimmbad. Im Winter ist er auch im Hallenbad anzutreffen. ca

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