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Einwohner gestalten Marlys Zukunft mit

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Weil die Ortsplanung veraltet ist, hat der Gemeinderat von Marly zu Beginn dieses Jahres damit begonnen, den Ortsplan zu überholen. Für die letzte Revision brauchte die Gemeinde 22 Jahre – viel zu lange für eine Planung, die laut Gesetz alle 15 Jahre gesamterneuert werden muss.

Dieses Mal soll das Geschäft wesentlich schneller über die Bühne gebracht werden: Geht es nach den Wünschen des für den Ortsplan zuständigen Gemeinderates Jean-Marc Boéchat (Marly-Voix), übergibt die Gemeinde den neuen Ortsplan bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2018 zur Schlussprüfung an die kantonale Raumplanungsdirektion. Damit dies klappt, setzt der Gemeinderat nicht nur auf die Mitarbeit von Raumplanungsexperten, sondern auch auf die Mithilfe der Bevölkerung Marlys.

Ziele für die Zukunft

In zwei öffentlichen Ateliers erhalten die Bürgerinnen und Bürger diese Woche die Gelegenheit, sich zu den ersten Plänen von Gemeinderat und Ortsplanungskommission zu äussern und eigene Ideen zur künftigen Gestaltung der Gemeinde mit einzubringen. Der erste der beiden Workshops fand am Montagabend in Marly statt; rund ein Dutzend Einwohner nahm daran teil.

Im ersten Teil der Veranstaltung präsentierte Jean-Marc Boéchat den derzeitigen Stand der Arbeiten. Im Rahmen einer «Vision 2030» habe der Gemeinderat in Zusammenarbeit mit der Ortsplanungskommission sowohl eine Befundaufnahme der derzeitigen Situation als auch eine Zielsetzung für die Zukunft zusammengetragen, erklärte er. «Nun möchten wir erfahren, was die Bevölkerung darüber denkt und welche Anliegen Ihnen persönlich am Herzen liegen», lud Jean-Marc Boéchat die Anwesenden zur aktiven Teilnahme am Atelier ein.

Thierry Chanard, Generaldirektor eines auf Ortspläne spezialisierten Planungsbüros aus Lausanne, führte die Arbeitsgruppe anschliessend gemeinsam mit seinen Mitarbeitern durch die drei Themenschwerpunkte Stadtplanung, Verkehr und Landschaft. An jedem der drei Posten erklärten die Spezialisten anhand von Kartenmaterial, welche Stärken und Schwächen die momentane Situation mit sich bringe und wie die Gemeinde in Zukunft aussehen könnte. Als im Zusammenhang mit der Stadtplanung auch vom geplanten Wohngebiet «Ex-Ilford» (die FN berichteten) gesprochen wurde, entwickelte sich rasch eine angeregte Diskussion unter den Teilnehmern: «Ich finde es etwas utopisch, dass man in der ehemaligen Industriezone über 2000 neue Einwohner unterbringen will», meinte ein Mann. Ein anderer schlug vor, lieber mehr qualitativ hochwertigen Wohnraum für steuerkräftige Zuzüger zu schaffen: «Das würde auch unseren Gemeindefinanzen gut tun.»

Thierry Chanard antwortete, dass es beim Ortsplan darum gehe, einen Ausgleich zwischen verschiedenen Interessen zu finden. «Und da kann die Realisierung von Mischzonen von mehreren Seiten her punkten.» Zonen, in denen gearbeitet und gelebt werde, könnten die Lebensqualität steigern und eine Gemeinde auf diese Weise attraktiver machen, ergänzte seine Mitarbeiterin Fabienne Seppey. Eine weitere Mischzone ist in Zukunft auch beim ehemaligen Winkler-Areal im Norden der Gemeinde vorgesehen.

Alternativen ermöglichen

«Der Verkehr ist in Marly ein Dauerthema», leitete Jean-Marc Boéchat zum nächsten viel diskutierten Posten über. Julien Lovey, Mitarbeiter bei einer auf Verkehrsplanung spezialisierten internationalen Firmengruppe, erzählte vom ausgesprochenen «Autocharakter» Marlys: «Die Kantonsstrasse mit ihrem hohen Verkehrsaufkommen schneidet die Gemeinde in zwei Teile.» Ein Bürger schlug vor, Geld in die Strecke nach Bürglen zu investieren: Würde diese Strasse ausgebaut, würden viele Autofahrer vielleicht gar nicht erst den Weg durch Marly nehmen, um in die Stadt oder auf die Autobahn zu gelangen. Lovey sagte, dass man das Augenmerk auch darauf richten solle, Alternativen zum Autoverkehr zu ermöglichen: «Indem der ÖV und der Langsamverkehr gestärkt werden.»

«Von hoher Qualität»

Obwohl weniger Einwohner als erwartet am ersten Atelier teilnahmen, zeigte sich Jean-Marc Boéchat im Anschluss an die Veranstaltung zufrieden mit dem Verlauf des Workshops: «Die Inputs aus der Bevölkerung waren wie die Diskussionen im Allgemeinen von hoher Qualität. Das Atelier war deshalb ein Erfolg.»

Zweiter Workshop für die Bevölkerung:Mehrzweckhalle Marly-Cité, Chemin des Epinettes 4, Marly. Do., 15. Oktober, 18.30 bis 21 Uhr.

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