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Elanco verlässt Saint-Aubin definitiv

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80 Mitarbeiter und etwa 1000 Tiere sind betroffen: Die amerikanische Firma Elanco, tätig im Bereich Tiergesundheit, schliesst den Standort in Saint-Aubin und verlegt die Tätigkeit an ihren regionalen Hauptsitz in Basel. Die Firma hatte den Schritt bereits im Oktober angekündigt (die FN berichteten), nun ist das Konsultativverfahren beendet und Elanco hält am Entschluss fest. Wie das Unternehmen gestern mitteilte, habe es während des Verfahrens offizielle Vorschläge für die Beibehaltung des Standortes gegeben. Doch: «Die vorgeschlagenen Alternativen berücksichtigen die Kriterien des Unternehmens für eine Aufrechterhaltung von langfristigen Aktivitäten in Saint-Aubin nicht ausreichend», schreibt die Firma. Elanco wolle den Wissensaustausch intensivieren, die betriebliche Effizienz erhöhen und die globale Komplexität verringern.

Laut Mitteilung erhalten 27 der 80 Mitarbeiter die Möglichkeit, in Basel weiterzuarbeiten. Für die anderen habe Elanco einen «robusten Sozialplan» ausgearbeitet, heisst es. Er beinhalte Dienstfreistellungen, Abfindungszahlungen, Unterstützung bei der Stellenvermittlung und Frühpensionierungen. Auch für die Mehrheit der Tiere habe das Unternehmen geeignete Plätze gefunden, heisst es. Mitarbeitende würden zudem einige Katzen adoptieren.

Tierschutz aktiv

Um die Tiere–Hunde, Katzen, Mäuse, Ratten, Schafe und Rinder–sorgt sich der Schweizer Tierschutz. Er befürchtet, dass die Tiere getötet werden und fordert ein Platzierungsprogramm. Letzten Samstag fand diesbezüglich eine Demo in Saint-Aubin statt.

 Der Kantonstierarzt Grégoire Seitert, der mit Elanco in Kontakt ist, sagt auf Anfrage, dass Elanco verschiedene Varianten analysiere. Es sei sinnvoll, die Tiere in anderen Forschungsanstalten unterzubringen. «Die Katzen kann man privat platzieren, aber die Hunde sind nicht sozialisiert. Sie machen zum Beispiel überall hin.» Seitert hat Mühe damit, dass der Tierschutz emotional argumentiert. «Die Realität ist, dass solche Versuchstiere meist eingeschläfert werden. Bei Elanco ist das die letzte Variante.»

Mitarbeiter schockiert

Im Januar hatte die Muttergesellschaft von Elanco, der US-Pharmariese Eli Lilly, die Sparte Tiergesundheit von Novartis übernommen. Damals versicherte die Firma, den Standort Saint-Aubin weiterzuführen und den Mitarbeitern eine Arbeitsplatzgarantie für zwei Jahre gegeben. Entsprechend enttäuscht und schockiert zeigten sich im Oktober Mitarbeiter und Gewerkschaften.

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