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Elena Quirici – Der lange Weg nach Tokio

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Karate feiert an den Olympischen Spielen seine Premiere. Elena Quirici will bei der Verteilung der ersten Olympia-Medaillen in der asiatischen Kampfsportart ein Wörtchen mitreden. Der Weg der 27-jährigen Aargauerin nach Tokio war ein besonders steiniger.

Blasen an den Füssen? Kurz ein Tape um die Zehen und weiter geht es. Schmerzen im Knie nach einem Fehltritt? Ein paar Sekunden Durchatmen, ehe das Sparring im Fitnesscenter in Windisch fortgesetzt wird. Elena Quirici ist hart im Nehmen, auch wenn in der Wettkampfform Kumite die Fäuste und Füsse gepolstert und die Schläge kontrolliert sind. „Natürlich muss man einstecken können. Es ist aber nicht so, dass ich nach jedem Training ein blaues Auge oder eine aufgerissen Lippe habe“, sagt die 27-Jährige – und lacht.

Quirici hat während ihrer Olympia-Vorbereitung kurz Halt gemacht in ihrer Heimat. Nach einem Vorbereitungscamp in Griechenland folgt der letzte Schliff für Tokio in einem weiteren Trainingslager auf Gran Canaria. „Ich freue mich riesig auf die Olympischen Spiele und habe ein Kribbeln im Bauch“, sagt Quirici. „Aber es stehen noch einige harte Trainings an – darum herrscht nicht nur Freude, sondern es braucht bis dahin auch noch Leiden.“

Leiden musste Quirici auch, bis ihre Olympia-Qualifikation unter Dach und Fach war. Sie hatte 2020 die Kriterien bereits erfüllt, ehe die Corona-Pandemie und die Verschiebung der Spiele um ein Jahr ihr einen Strich durch die Rechnung machten. Der Weltverband verlängerte den Stichtag für die Selektion, Quirici guckte in die Röhre und musste noch einmal in die Mühlen der Qualifikation. „Es war eine Riesen-Achterbahnfahrt der Gefühle. Freude, Frust, dann wieder harte Arbeit, vor allem auch im Kopf, und viele Kämpfe. Und am Ende dann eine Riesen-Riesen-Freude, dass ich es zum zweiten Mal geschafft habe.“

Karate in die Wiege gelegt

Die einmalige Chance hat Quirici am Schopf gepackt, 2024 figuriert Karate bereits nicht mehr im Programm. Die Sportart wurde der in Schinznach-Dorf aufgewachsenen Aargauerin in die Wiege gelegt. „Ich komme aus einer Sportler-Familie“, sagt Quirici, deren Vater Eishockey spielte. Ihre Mutter war Karate-Lehrerin, auch ihre beiden älteren Brüder übten die Sportart aus. Nach einigen Erfolgen bei den Junioren durfte Quirici als Teenager an den Elite-EM 2011, die in der Schweiz stattfanden, die Medaillen überreichen. „Da machte es ‚Klick‘, da wusste ich, dass ich das auch will.“

Seit 2019 ist die kaufmännische Angestellte und Spitzensport-RS-Absolventin Karate-Profi, dank der Sporthilfe und privaten Sponsoren konnte sie sich vollumfänglich auf den Sport und ihr grosses Ziel „Tokyo2020“ konzentrieren. Das Trainingslager in Gran Canaria finanziert sie dank der Plattform „I Believe In You“. Die Summe von 15’000 Franken für das Projekt hatte sie bereits nach wenigen Tagen weit übertroffen.

Auf den Kanarischen Inseln holt sie sich den letzten Schliff für ihren olympischen Wettkampf, der am zweitletzten Tag der Spiele stattfinden wird. Die Sparring-Partner hat sie selbst organisiert und finanziert, zudem soll das heiss-feuchte Klima, das in der japanischen Hauptstadt herrschen wird, simuliert werden. Tatkräftig im Training und in der Organisation unterstützt wird Quirici von ihrem spanischen Freund Raul, auch er ein Karate-Kämpfer.

Dass die Spiele auch 2021 aufgrund der Corona-Pandemie unter besonderen Umständen stattfinden, beschäftigt Quirici nicht gross. „Ich habe den Vorteil, dass ich Olympische Spiele noch nicht erlebt und deshalb keinen Vergleich habe. Es ist, wie es ist. Für mich wird es sowieso etwas Spezielles.“ Sie sei froh, dass die Spiele stattfänden und sie kämpfen könne. Einfach nur dabei sein, will Quirici aber nicht. „Jede fährt nach Olympia, um zu gewinnen – auch ich.“

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