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Elf Jahre Gefängnis für Vergewaltigung

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Der Amateurfotograf, dessen Prozess wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung im Dezember 2020 begonnen hatte, kam gestern gegen Abend auf freiem Fuss vor dem Gericht an und eine Stunde später begleitet von zwei Polizisten wieder heraus. Er war zu elf Jahren Gefängnis verurteilt worden und wurde im Anschluss an die Verhandlung direkt in das Gefängnis gebracht. Um jeglicher Fluchtgefahr vorzubeugen, hatte der Präsident des Strafgerichts des Saanebezirks, Benoît Chassot, die sofortige Verhaftung des 40-jährigen Portugiesen angeordnet.

Dem Fotografen wurde vorgeworfen, seine jungen Models missbraucht und vergewaltigt zu haben. Er hatte seine zukünftigen Opfer, die zum Zeitpunkt der Vorfälle zwischen 17 und 21 Jahre alt waren, in sozialen Netzwerken ausfindig gemacht und ihnen ansprechende Fotoshootings versprochen.

Sex heimlich gefilmt

Dabei präsentierte er sich als erfahrenen Fotografen und als verheirateten Familienvater. Er lockte die jungen Frauen in sein Fotostudio in der Stadt Freiburg und begann, Vertrauen aufzubauen. Doch sehr schnell drängte er die Models dazu, sich mehr und mehr zu entblössen. Wenn die Frauen völlig nackt waren, schaltete er seine Kamera in den Videomodus und filmte die sexuellen Handlungen, die er den Mädchen aufzwang.

Dabei zeigte er eine «totale Rücksichtslosigkeit» gegenüber den jungen Frauen, ohne die zum Teil dramatischen Folgen seines Handelns für deren Psyche zu berücksichtigen, betonte Gerichtspräsident Chassot. Die Schuld des Angeklagten stufte Chassot damit als «sehr schwer» ein. Der Verurteilte zeigte keinerlei Selbsterkenntnis und leugnete kategorisch, jemanden missbraucht zu haben. Er beschrieb sich selbst sogar als einfühlsamen Fotografen, der auf die Wünsche seiner Models einging.

Viel höhere Strafe

Die Strafe, die das Strafgericht des Saanebezirks gestern aussprach – und gegen die der Verurteilte Berufung einlegen wird – ist fast doppelt so hoch wie die, welche Staatsanwalt Fabien Gasser am 2. Dezember beantragt hatte. Die Richter befanden den Täter im Falle zweier Vergewaltigungen, in neun Fällen von sexueller Nötigung, neunzehn Verstössen gegen die Schweigepflicht unter Verwendung einer Kamera – er hatte seine Opfer ohne deren Wissen gefilmt – und einem Fall von Pornografie für schuldig. Weiter muss er Schadensersatz in Höhe von fast 150 000 Franken an die Klägerinnen zahlen.

Zusätzlich zu seiner Haftstrafe wird sich der Mann einer Behandlung unterziehen müssen.

bearbeitet von vau/FN

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