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Elf von zwölf sehen ihr Ergebnis als Erfolg

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Autor: URS HAENNI

Die fünf wieder antretenden Mitglieder des Staatsrates wurden während der Wahlkampagne nie müde, ihre Geschlossenheit, den Zusammenhalt sowie die gute Legislaturbilanz zu betonen. Genau diese Punkte tauchten auch gestern immer wieder auf, wenn sie ihre Wahlresultate analysierten.

Wie vor fünf Jahren erzielte Isabelle Chassot das beste Wahlresultat. Dass sie es nicht im ersten Wahlgang in die Regierung schaffte, stört sie nicht: «Ich bin mit meinem Resultat sehr zufrieden. Ich freue mich auch für meine CVP-Kollegen und darüber, dass die Bisherigen am meisten Stimmen erhielten. Ohne Allianz ist es fast unmöglich, direkt gewählt zu werden.»

Chassot bedauert, dass sich aufgrund des reich befrachteten Wahljahres wenig Gelegenheit zum Debattieren ergab. «Ich hoffe, dass wir im zweiten Wahlgang wirklich die Gelegenheit haben, Ideen und Visionen auszutauschen.»

Auch ihr CVP-Amtskollege Beat Vonlanthen bestätigte seinen zweiten Rang von 2006. «Ich bin sehr froh und glücklich mit diesem schönen Resultat. Es ist ein ganz grosser Vertrauensbeweis der Bevölkerung», so Vonlanthen. Er gehe nun mit viel Energie in den zweiten Wahlgang. «Ich will die Wähler nochmals überzeugen, dass ich zusammen mit meinen zwei Listenkollegen dafür kämpfe, den Kanton weiterzubringen und die Wirtschaft zu stärken.»

Dass die Ausgangslage als Bisheriger um einiges komfortabler ist, erfuhr SP-Staatsrat Erwin Jutzet. «Ich machte 15000 Stimmen mehr gegenüber 2006, als ich als Parlamentarier antrat.» Er stellt fest, dass es ihm als erstem SP-Kandidaten gelungen ist, in die CVP-Phalanx einzudringen: «Das hatten weder Ruth Lüthi noch Félicien Morel geschafft.»

Die Überraschung Garnier

Jutzet klassierte sich knapp vor CVP-Staatsrat Georges Godel, welcher sich als Bisheriger ebenfalls um 10 000 Stimmen gesteigert hat. «Der Rang spielt keine Rolle», so Godel. «Das Resultat bestätigt die gute Arbeit unserer Equipe. Viel Zeit für eine Wahlkampagne hatten wir zwar nicht, dafür kennen wir unsere Dossiers bestens.»

SP-Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre verdoppelte gar ihre Stimmenzahl von 2006. «Ich bin sehr zufrieden für die Linke ‹au pluriel›. Die Allianz hat sehr gut funktioniert.» Dass sie unter den Bisherigen am wenigsten Stimmen macht, führt Demierre darauf zurück, dass sie mit der Gesundheit und dem Sozialen eine der schwersten Direktionen führt. Die Unruhe um die Geburtenabteilung am Spital sei doch ein sehr heikles Thema gewesen.

Viele überraschte die Grüne Marie Garnier, indem sie von allen Herausforderern das beste Resultat machte. Nicht aber sich selber. «Die Wähler aus dem See- und Sensebezirk haben mich gut unterstützt. Ich habe wohl von der GLP viele Stimmen erhalten.»

Wie Garnier sind der achtklassierte Xavier Ganioz (SP) und der neuntklassierte Pierre-Olivier Nobs überzeugt, dass die Links-Allianz geholfen hat. «Ich bin nur 2000 Stimmen hinter Ropraz, den alle als sicheren Wert angesehen hatten. Und das, obwohl es meine erste Kandidatur ist, ich der jüngste Kandidat und erst noch Gewerkschaftler bin», so Ganioz. Pierre-Olivier Nobs ist überzeugt, seine Rolle in der Links-Allianz bestens erfüllt zu haben. «Wir haben auf der linken Liste versucht zu verhindern, dass die populistische Rechte in die Regierung kommt. Das ist gelungen. Nun will ich dazu beitragen, ein drittes Mitglied der Linken in die Regierung zu bringen.»

«Ich wollte unter die ersten sieben kommen, und das ist mir gelungen», analysierte der FDP-Kandidat Maurice Ropraz sein Resultat. «Über 23000 Stimmen bei meiner ersten Kandidatur ohne Allianz ist ein Erfolg.» Wie stark die unabhängige Kandidatur Albert Bachmanns Ropraz’ Resultat beeinflusst hat, vermochte dieser nicht zu sagen: «Ich glaube, alle Rechts-Kandidaten haben durch Bachmanns Kandidatur gelitten.»

Gewiss gilt dies für den Murtner Markus Ith. Doch der FDP-Kandidat ist in erster Linie enttäuscht, dass erneut die Unterstützung aus dem Seebezirk gefehlt habe: «Ich habe keine 50 Prozent der Stimmen im Seebezirk; ich wäre nicht mal dort direkt gewählt worden. Der Seebezirk hat es einfach noch nicht begriffen.»

Der unabhängige Kandidat Albert Bachmann hatte sich das Ziel gesetzt, im Schnitt 100 Stimmen aus jeder der 167 Gemeinden zu holen. Er hat es nur knapp verpasst. Sein elfter Rang «dürfte besser sein», so Bachmann, er spricht aber trotzdem von einem guten Resultat: «Sogar Pascal Corminboeuf hatte bei seiner ersten Wahl weniger Stimmen.» Bachmann sagt, er sei bereit, in einen zweiten Wahlgang zu steigen, aber er müsse erst analysieren, was die anderen Parteien tun.

SVP-Kandidat Pierre-André Page sieht trotz des zehnten Ranges Positives in seinem Resultat: «20 000 Stimmen von 80000 insgesamt, das sind doch rund 25 Prozent», sagt er. Er sei direkt in der Gruppe hinter den Bisherigen, wo die Stimmenunterschiede gering sind. «Es ist der zweite Wahlgang, der zählt», so Page.

Marie Garnier (Mitte) und Maurice Ropraz (rechts) gratulieren sich zu ihren besten Resultaten hinter den Bisherigen.Bild Aldo Ellena

«Ich hoffe, dass wir im zweiten Wahlgang die Möglichkeit haben, Ideen und Visionen auszutauschen.»

Autor: Isabelle Chassot

Autor: bestklassierte Kandidatin, CVP

«Ich habe keine 50 Prozent der Stimmen im Seebezirk; ich wäre nicht mal dort direkt gewählt worden.»

Autor: Markus Ith

Autor: FDP-Staatsratskandidat

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