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Elfic steht vor einer Herkulesaufgabe

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Im Alter von 15 Jahren stiess Lara Thalmann von Femina Bern zu Elfic. Bis auf die Saison 2013/14 blieb sie dem Klub treu. «Ich bin fast mehr Freiburgerin als Bernerin», sagt Thalmann, die 2011 mit Elfic dank dem Finalsieg gegen Hélios den Schweizer Meistertitel feiern konnte und zurzeit ihren Master in Wirtschaft absolviert. Dass sie nicht mehr Titel auf ihrem Konto hat, liegt an eben diesem Hélios. Der Verein aus dem Wallis holte allein in den letzten drei Jahren jeweils das Triple (Meisterschaft, Schweizer Cup und Liga Cup). Morgen Samstag werden Thalmann und Elfic alles daran setzen, diese Serie zu brechen.

 Lara Thalmann, mit Hélios trifft Elfic im Cup-Final auf den denkbar schwerstmöglichen Gegner …

Wir wussten ja, dass es so kommen wird. Es war nicht zu erwarten, dass Hélios den Final nicht erreicht. Wenn wir in einer früheren Runde gegen die Walliserinnen hätten spielen müssen oder im Tessin auf Riva getroffen wären, hätten wir es sicher nicht so einfach gehabt. Aber jetzt sind wir natürlich nicht überrascht, wer uns im Final gegenübersteht.

 

 Was macht Hélios so stark?

Im Team stehen die besten Schweizerinnen. Alexia Rol, Sarah Kershaw und Marielle Giroud verfügen über ein sehr gutes Niveau, haben mit ihren Klubs auf internationaler Ebene gespielt und wurden an der 3-gegen-3-WM Sechste. Auf dem Papier ist Hélios die stärkste Equipe.

 

 Mit welchem Rezept liegt für Elfic am Samstag dennoch ein Exploit drin?

Wir dürfen uns nicht aus dem Konzept bringen lassen und müssen das spielen, was wir können. Wir müssen konzentriert und fokussiert sein, einen Spielzug nach dem anderen tätigen und dürfen nicht zu weit denken. Wichtig ist zudem, dass wir ruhig bleiben. Denn wenn wir Fehler machen, geht es ganz schnell. Im Sport hat es immer wieder Überraschungen gegeben.

 

 Der letzte Sieg von Elfic gegen Hélios liegt Jahre zurück. Spielt das in den Köpfen mit?

Das müssen wir beiseitelassen. Wir konzentrieren uns nur auf uns. Unser Ziel muss nicht in erster Linie sein, Hélios zu schlagen, sondern unser bestes Basketball zu spielen. Wenn wir alles geben und gegen eine bessere Mannschaft verlieren, kann man nichts machen. Wir wollen möglichst an unsere maximale Leistungsgrenze herankommen.

 

 In der NLA der Frauen spielen nur gerade fünf Teams. Die Teams kennen sich wohl in- und auswendig …

Der Spassfaktor wäre sicherlich grösser, wenn mehr Teams in der NLA vertreten wären. Das Problem wäre aber die fehlende Leistungsdichte. So stehen sich fünf mehr oder weniger ausgeglichene Teams gegenüber, und die Qualität der Spiele ist relativ hoch. Ich bevorzuge diese Variante eher als mehr Mannschaften und dafür Spiele, die Müll sind.

Es wird Ihnen also nicht langweilig, so oft gegen dieselben Gegner spielen zu müssen?

Das ist doch überall so. Im Eishockey spielen die Mannschaften auch 50 Runden, ehe es richtig losgeht. Ausserdem braucht es eine so lange Zeit, um ein Team zu entwickeln und die optimale Spielstruktur zu erarbeiten.

 

 2004 haben Sie Ihre erste Saison mit Elfic bestritten und in dieser Zeit einen Meistertitel geholt. Wie beurteilen Sie diese Ausbeute?

Ich habe das Gefühl, dass wir aus unseren finanziellen Möglichkeiten das Maximum herausgeholt haben. Früher Siders und jetzt Hélios kann den Spielerinnen mehr bezahlen. Wir bei Elfic arbeiten dafür am härtesten, trainieren am meisten und sind die zweitstärkste Mannschaft. Die bisherigen Resultate sind die logische Konsequenz. Schade ist es für den Basketballsport, der so schwer zu promoten ist und für die Zuschauer. Aber allzu viele Gedanken mache ich mir darüber nicht. Es ist, wie es ist.

 

 Sie werden im Juni 27 Jahre alt und Ihr Vertrag mit Elfic läuft Ende Saison aus. Wo sehen Sie Ihre Zukunft?

Ich war schon immer eine Person, die die Herausforderung gesucht hat. So bin ich etwa nicht sehr talentiert, aber ich trainiere gerne. Ich liebe es einfach, Basketball zu spielen, weil es eine sensationelle Sportart ist. Und in Freiburg sind tolle Voraussetzungen mit der Infrastruktur vorhanden. Die Frage ist, ob Sport und Arbeit miteinander vereinbar wären. Ein 80-Prozent-Pensum mit einem flexiblen Arbeitgeber findet man fast nicht.

 

 Vergangene Saison haben Sie in Frankreich für Istres gespielt. Wäre das Ausland nochmals eine Option?

Frankreich war eine tolle Erfahrung. In der Liga spielten zwölf Teams mit ähnlichem Niveau. Jeder konnte jeden schlagen. Wenn sich nochmals eine solche Möglichkeit ergeben würde, warum nicht? Aber es ist sicherlich schwierig mit der Euro-Krise und wenn du dich ständig fragen musst, ob du bezahlt wirst.

 

 Zurück zur Gegenwart, wie gross ist die Vorfreude auf Samstag?

Sehr gross. Der Final im Schweizer Cup ist der Event im Frauen-Basketball schlechthin. Die Präsenz der Medien ist riesig, das Spiel wird live im Fernsehen übertragen und die Zuschauertribünen sind voll, natürlich auch, weil der Männer-Final an gleicher Stelle stattfindet. Wenn du dich nicht auf so was freust, bist zu fehl am Platz.

 

Freiburg, St. Leonhard. Schweizer Cup. Finals. Samstag. 14.15 Uhr:Hélios – Elfic Freiburg.17.15 Uhr:Union Neuenburg – Lugano Tigers.

Männer-Final: Offene Ausgangslage

I m Cup-Final der Männer kommt es am Samstag in Freiburg zum Duell zwischen den Lugano Tigers und Union Neuenburg, das in den Halbfinals Olympic aus dem Rennen geworfen hatte.

Anders als im Endspiel der Frauen ist bei den Männern die Favoritenrolle nicht klar verteilt. In der Rangliste der Finalrunde liegen Union Neuenburg und die Lugano Tigers punktemässig gleichauf und auch im direkten Vergleich liegen die Tessiner mit 3:2-Siegen nur knapp vorne. Die Vorteile der Neuenburger liegen gewiss unter dem Korb und im Kollektiv, zumal Union in den Statistiken der Rebounds und der Assists an der Spitze liegt. Dafür haben die Südschweizer unter anderem mit Antonio Ballard die besseren Skorer und die beste Offensive.

Während Union Neuenburg seinen zweiten Cup-Sieg nach 2013 anstrebt, will Lugano am Samstag seinen zehnten Pokal in diesem Wettbewerb holen. fs

Freiburg, St. Leonhard. Schweizer Cup. Finals. Samstag. 14.15 Uhr: Hélios – Elfic Freiburg. 17.15 Uhr: Union Neuenburg – Lugano Tigers.

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