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Emmanuel Gremaud: «Bienen fand ich schon immer faszinierend»

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Autor: REgula Saner

Granges-Paccot Unseren ersten Termin muss Emmanuel Gremaud platzen lassen. Sein Gesicht sei total geschwollen, er sei am Morgen von Bienen gestochen worden und habe ins Spital gehen müssen, sagte er am Telefon. Alle vier Kolonien, die er dieses Jahr einem ehemaligen Imker – zusammen mit dem Bienenhaus – abgekauft habe, seien in den nahegelegenen Wald ausgeschwärmt. Beim Versuch, sie wieder einzufangen, sei es dann geschehen.

Einige Wochen später scheint alles vergessen zu sein. Zwei Kolonien konnte der Koch vom 4 Vents wieder einfangen, dazu siedelte er noch vier neue Kolonien an. Gremaud kaufte dafür auch spezielle Zuchtköniginnen, die nicht so aggressiv seien.

Erster Erfolg

«90 Kilogramm Honig konnte ich in der Zwischenzeit gewinnen. Ich denke, das ist ein gutes Ergebnis», erzählt Gremaud stolz. Aber ohne seinen «Paten», den erfahrenen Bienenhalter Xavier Moullet aus Rossens, hätte er das nicht geschafft, betont er. «Denn obwohl ich Imkerkurse am Landwirtschaftlichen Institut in Grangeneuve besucht habe, weiss ich noch längst nicht alles.»

Mysteriös

Für den Koch waren und sind Bienen ein Mysterium, wie er sagt. «Das Leben der Bienen ist so komplex. Das fand ich schon immer faszinierend.» Deshalb, aber auch weil er gerne Honig esse, habe er sich entschlossen, sich selber als Imker zu versuchen. «Den Waldhonig mag ich besonders gerne, der ist kräftig und hat etwas Tierisches im Geschmack.» Dagegen ist ihm der Lavendel-Honig aus Frankreich zu seifig.

Im Frühling ernähren sich die 60 000 bis 90 000 Bienen des Jungimkers vor allem von den Blumen, von denen es auch rund um sein Haus neben dem 4 Vents reichlich gibt. «Ich möchte noch mehr aromatische Gewürze anpflanzen und Thymian. Thymian hat einen antibiotischen Effekt, sagt man.»

Nach den Blumen verköstigen sich die sechs Kolonien an den Bäumen. «Dieses Jahr haben die Linden schlecht geblüht, dafür waren die Akazien reich an Blüten», erzählt Gremaud weiter.

In Blütezeit nicht spritzen

Sein Pate Xavier Moullet, der auch zugegen ist, will in diesem Zusammenhang etwas los werden, das ihm sehr am Herzen liegt: «Fruchtbäume dürfen niemals in der Blütezeit mit Chemikalien behandelt werden. Das ist der sichere Tod für die Bienen.» Und er ergänzt: «Rund ein Drittel aller Nahrungsmittel entsteht durch Bestäubung. 80 Prozent dieser Bestäubung wird von Bienen bestritten. Einstein hatte Recht, wenn er sagte: Ohne Bienen keine Menschen.»

Und was macht Emmanuel Gremaud eigentlich mit dem Honig? «Wir essen ihn selber, verschenken ihn oder servieren ihn im 4 Vents.»

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