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Emotionale Schweden und harte Franzosen auf der Bühne

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Autor: Pascal Jäggi

Es war wohl ein glücklicher Zufall, dass ausgerechnet die Franzosen von Gojira (eigentlich Godzilla, aber die «Vä- ter» des japanischen Mons-ters schauen sehr genau, ob der Name irgendwo «missbraucht» wird) das Vorprogramm der Europatournee der schwedischen Truppe In Flames bestreiten durften.

Metal für die Massen

Als zweite Vorband auftretend, konnten die in der Westschweiz populären Deathmetaller bereits einen grossen Teil des Publikums fesseln. Oder wie es ein Zuschauer ausdrückte: «In Flames? Ist mir egal, nach Gojira bin ich weg!» In Sachen Härte bewiesen die Vier aus dem Südwesten jedenfalls Durchhaltevermögen, immer wieder faszinierend, wie es Bassspieler und Gitarristen schafften, akkurat zu spielen, trotz wild wehenden Haaren und kreisenden Kopfbewegungen. Der seltsame dunkle Quader beim Schlagzeug, der leicht deplatziert wirkte, kam auch noch zum Einsatz. Ein blechern klingender Klangkörper, den Drummer Mario Duplantier für ein einziges Lied verwendete. Zumindest sah das Ding interessant aus.

Grosser Jubel begleitete die Franzosen auf dem Weg von der Bühne, ein schwieriges Pflaster für den Headliner In Flames, doch die Göteborger nahmen die gute Stimmung auf und gaben rund 100 Minuten Vollgas. Dies mit vielen ruhigeren Momenten, die wohl auch dafür gesorgt haben, dass die einstigen Mitbegründer des Melodic Deathmetal mittlerweile ein grösseres Publikum ansprechen. Vom Metalcore, den die Schweden angeblich neu spielen, war selten etwas auszumachen, Metal ja, aber der (Hard) Core war auf der Strecke geblieben. Vor allem gesanglich hat offensichtlich eine Entwicklung stattgefunden, es wird mehrheitlich tatsächlich gesungen, die Stimme von Sänger Anders Fridén umfasst ein erstaunliches Spektrum an Tonlagen. Fans der ersten Stunde (In Flames existieren seit 1990) werden das einst dominante Keyboard vermisst haben, im Fri-Son schien das niemanden zu kümmern.

Gross war bereits der verzögerte Beginn. Einer nach dem andern trat auf die Bühne, verdeckt durch einen weissen Vorhang (wohl der einzige helle Fleck des Abends), langsam der Aufbau des ersten Stücks, um dann zum fallenden Vorhang zu explodieren.

Unnötige Lightshow

Definitiv die richtige Band, um die neue Soundanlage des Fri-Son zu testen. Einzig die lächerliche Tetris-Lightshow war nicht wirklich nötig. Aber schliesslich zählt ja die Mu- sik, und da gaben sich In Flames keine Blösse. Auch wenn für Puristen zu wenig auf die Deathmetal-Vergangenheit verwies und der Stil zu stark in Richtung Mainstream-Metal geht, den Fans gefiels, bis zum Schluss blieb der Konzertsaal brechend voll, niemand wollte auch nur ein Lied verpassen.

Fazit: Man nehme einen Haufen Metalbands, und man hat das Rezept für einen erfolgreichen Konzertabend in Freiburg.

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