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Empörende Reformvorlage

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Korrigierend zum Titel des oben erwähnten Leserbriefs möchte ich das «Störend» durch «Empörend» ersetzen: Es ist nicht nur störend, sondern empörend wie die Befürworter dieser Abstimmungsvorlage, allen voran unser Sozialminister, nichts weiter vorbringen können als auf die angebliche «Ausgewogenheit» der Vorlage sowie deren «Kompromiss» hinzuweisen. Ganz zu schweigen von ihrer Panikmache, sollte sie gar abgelehnt werden. Der Chefredaktor bläst in seinem Leitartikel in derselben FN-Ausgabe ins gleiche Horn und verlangt «Realpolitik».

Realpolitik würde darin bestehen, mit aller Deutlichkeit auf unser, bis anhin von allen Kreisen geschätztes und nie infrage gestelltes Dreisäulenprinzip hinzuweisen und dem Stimmbürger dessen Funktion in Erinnerung zu rufen: 1. Säule: AHV, 2. Säule: Pensionskassen, 3. Säule: persönliches Sparen. Genau dieses Prinzip wird nämlich mit der Annahme dieses angeblich ausgewogenen Kompromisses unterlaufen. AHV und Pensionskassen sind zwei völlig verschiedene und voneinander getrennte Systeme. Die fatale Absicht, die Nichtrentabilität der 2. Säule dadurch schönreden zu wollen, dass man mit einer Kompensation von 70 Franken aus der 1. Säule «dem Ganzen» einigermassen gerecht werde ist, wie eingangs erwähnt nicht nur störend, sondern eben empörend. Unser in Schieflage geratenes Vorsorgesystem muss saniert werden, das ist jedermann klar, aber ganz sicher nicht durch Vermischung unserer beiden hauptsächlichsten Vorsorgesysteme. Es ist ausschliesslich an der Privatassekuranz, die im Übrigen jahrelang von der horrenden Performance ihrer angehäuften Pensionskassenmilliarden gut gelebt hat, «ihre» 2. Säule durch Absenkung des Umwandlungssatzes, ohne staatlich Hilfe, sprich Ausgleich durch die AHV-Rentenerhöhung um 70 Franken, zu sanieren.

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