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Endlich ein Gastspielhaus

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Endlich ein Gastspielhaus

Einige Projekte haben sich 2006 in der Agglomeration konkretisiert, viele bleiben offen

Das Stimmvolk hat am 21. Mai ganz knapp Ja gesagt zum 34-Millionen-Kredit für das Gastspielhaus. Nur 125 Stimmende gaben den Ausschlag. In einer repräsentativen Umfrage hat die FN die verschiedenen Gründe für das Ja analysiert: Man wartet schon lange auf bequemere Sitzgelegenheit (3507); aus Interesse an Kultur (749); die Stadt kann es sich leisten oder? (413); der Würfel hat entschieden (102); die Architektur hat gefallen (65). Zwei Personen haben Ja gestimmt, weil sie Antoinette de Weck nicht mögen.* * *Erst seit elf Wochen Syndic, hatte der SozialdemokratPierre-Alain Clément eine für die Stadt historische Abstimmung gewonnen. Episch war auch der Weg dahin (nur das Poyaprojekt dauerte länger, viel länger – aber das sollte nicht als Referenz herbeigezogen werden). Bleibt zu hoffen, dass dem Syndic bei den künftigen Budgetberatungen das Lachen nicht vergeht. Marie-Thérèse Maradan Ledergerber, Parteikollegin im Gemeinderat, hat ja davor gewarnt, nicht über den Verhältnissen zu leben. Es müssen schliesslich rund 30 Millionen Franken in die schulische Infrastruktur investiert werden.* * *Der 21. Mai war fürAntoinette de Weck offensichtlich kein Freudentag. Unter dem Motto «Ja zu gesunden Finanzen, Nein zum Gastspielhaus» hatte sie sich vehement gegen den Kredit gewehrt. Bei Nässe und Kälte sammelten sie, ihre FDP-Freunde und die SVP, Unterschriften für das Referendum. Für de Weck war die Aktion nicht ganz umsonst: Im März wurde sie mit dem besten Resultat der Freisinnigen in den Generalrat gewählt. Im November dann hat sie zwei Freisinnige aus dem Grossen Rat verdrängt und den einzigen Sitz für die Stadt-FDP erobert. Der städtischen FDP mag es schlecht gehen, Antoinette blüht auf. Hätte das Stadtfreiburger Stimmvolk den Gastspielhauskredit abgelehnt, so wäre sie die Frau des Jahres. Ihr Parteikollege Claude Masset hat ein weniger erfolgreiches Jahr hinter sich. Er wurde im März nicht mehr in den Gemeinderat gewählt. Die Katerstimmung ist in der Stadt-FDP jedenfalls nicht auf übertriebenen Champagnerkonsum zurückzuführen.* * *Mittendrin und immer dabei. CVP-NationalratDominique de Buman ist nach Abstimmungen und Wahlen ein treuer Gast im Rathaus. Er kommentiert, analysiert, denkt mit. Die Stadt Freiburg liegt ihm, dem Ex-Ex-Syndic, immer noch am Herzen – auch wenn seit dem 5. März eine linke Stadtregierung das Zepter schwingt. Als Präsident der 850-Jahr-Feier weiss er über alles Bescheid. Auch mit Champagner kennt er sich aus, wie er nach der Abstimmung zum Gastspielhaus bewiesen hat. Man soll ja die Feste feiern, wie sie fallen (auch den 50. Geburtstag).

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