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Energiesparend und erdbebensicher

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Energiesparend und erdbebensicher

Eröffnungsfest für den neuen Geschäftssitz der Gebäudeversicherung (KGV)

Mit dem Neubau eines funktionellen, grosszügig konzipierten und vollständig aus eigenen Mitteln finanzierten Verwaltungsgebäudes hat sich die KGV selber ein grosses Geschenk gemacht. Ein Geschenk macht sie auch der Freiburger Öffentlichkeit: Der gleichzeitig renovierte Montenach-Sitz kann von Behörden und Wirtschaftskreisen genutzt werden.

Von WALTER BUCHS

«Dankbarkeit, Stolz, Begeisterung: Das sind die Gefühle, die uns bei der offiziellen Eröffnung des neuen KGV-Geschäftssitzes bewegen.» Mit diesen Worten begrüsste KGV-Direktor Pierre Ecoffey am Freitagnachmittag seine vielen Gäste in Agy (Granges-Paccot) vor den Toren Freiburgs. Nach mehreren Jahren Planungs- und knapp zwei Jahren Bauzeit konnte der für 70 Arbeitsplätze konzipierte, rechteckige Stahl- und Glasbau formell seiner Bestimmung übergeben werden.

Ein Teil ist vermietet

Mit Genugtuung stellte Ecoffey gestern Vormittag vor den Medien fest, dass nach dem Spatenstich im November 2003 sowohl Zeitplan und Programm als auch das vom Verwaltungsrat bewilligte Anfangsbudget von 25 Mio. Fr. haben eingehalten werden können. Das vier Stockwerke aufweisende Gebäude hat zusammen mit dem Untergeschoss mit Parking sowie Räumen für Archiv, Material und technische Einrichtungen ein Volumen von rund 38 700 Kubikmetern. Das ergibt einen Kubikmeterpreis von 640 Franken.

Mit Genugtuung stellte der KGV-Direktor fest, dass unter voller Berücksichtigung der Vorgaben des öffentlichen Beschaffungswesens 92 Prozent der Mandate und Verträge an Freiburger Unternehmen vergeben werden konnten. Dies stelle die Qualität der hiesigen Unternehmer und Gewerbetreibenden unter Beweis.

Von den 70 Arbeitsplätzen, die im neuen Gebäude eingerichtet werden können, nutzt die KGV rund 45. Gemäss Ecoffey hat der Verwaltungsrat bewusst genügend Reservelokalitäten für die nächsten Jahrzehnte schaffen wollen. Dies erlaubt es im Moment, einen Teil des zweiten Stocks zu vermieten, was längerfristig bereits mit der Freiburger Generalagentur der Swiss Life geschehen ist.

Ein futuristischer Musterbau

Als Gebäudeversicherer war es den KGV-Verantwortlichen ein Anliegen, einen Musterbau in Sachen Sicherheit zu erstellen, wie Architekt Yves Grandjean ausführte. Dies ist in erster Linie in Sachen Brandschutz erfolgt. Das Gebäude entspricht zudem dem Minergie-Standard und erhält das entsprechende Label. Schliesslich genügt es als erster Neubau im Kanton den neuesten Normen für Erdbebensicherheit. Wie Pierre Ecoffey hiezu sagte, ist die neue SIA-Norm rechtlich nicht bindend. Der Gebäudeversicherer möchte aber, dass dies in absehbarer Zeit der Fall sein wird und wollte selber ein Beispiel geben.

Im Gebäude, das verschiedene Lokale für die rege Ausbildungstätigkeit der KGV aufweist, wurde, aufgrund der Erfahrungen beim Sturm Lothar, ein so genannter Katastrophensaal eingerichtet. Im Bedarfsfall hätten hier zehn Empfangspersonen Platz, um Schadenmeldungen entgegennehmen zu können.

Landhaus Montenach
in neuem Glanz

Auf dem rund 8500 Quadratmeter grossen Grundstück des neuen KGV-Geschäftssitzes befindet sich ebenfalls ein aus dem 18. Jahrhundert stammendes Patrizierhaus. Dieser etwas heruntergekommene Montenach-Sitz und das Ofenhaus sind gleichzeitig einer vollständigen Renovation unterzogen worden, was zusätzlich gut eine Million Franken kostete. Das Gebäude umfasst die Wohnung des Hauswarts und vier Empfangs- und Arbeitsräume. Letztere werden den Behörden, der Verwaltung sowie Freiburger Unternehmen und Institutionen für geeignete Anlässe zur Verfügung gestellt.

Zwischen dem Neubau und dem historischen Gebäude konnte der Bildhauer Christiano von Aarburg ein Kunstwerk realisieren. Es ist eine offene Hand, eine dargebotene Hand, eine hilfsbereite Hand, welche die bald 200-jährige Solidarität der kantonalen Gebäudeversicherung versinnbildlichen soll, wie Pierre Ecoffey ausführte.
Neue Senkung der KGV-Prämien

Angesichts des neuen Prachtbaus und des aufwändigen Eröffnungsfestes war es den KGV-Verantwortlichen ein Anliegen, auch die Versicherten von der guten Finanzlage profitieren zu lassen. So gaben sowohl Staatsrat und KGV-Verwaltungsratspräsident Claude Grandjean als auch Direktor Pierre Ecoffey gestern bekannt, dass die Prämien für 2006 erneut gesenkt würden.

Der durchschnittliche Prämiensatz pro 1000 Franken versicherte Summe werde im kommenden Jahr 52 Rappen betragen, während er im Jahre 1980 noch einen Franken betrug. Seit 1980 würden die Prämien somit zum neunten Male gesenkt. Die letzte Senkung um zwei Rappen war 1999 erfolgt.

Wie Ecoffey vor den Medien sagte, wurde der Beschluss in Anbetracht des guten Standes der gesetzlichen Reserven (gemäss «La Liberté» über 170 Mio. Fr.) und der Rückversicherungsverträge gefasst. Die Schadenquote 2005 werde zwar hoch sein und die Rückversicherungsprämien würden wegen Katastrophen im In- und Ausland stark ansteigen.

Weiter machte der KGV-Direktor darauf aufmerksam, dass die mehrmaligen Prämiensenkungen seit 1980 erfolgten, obwohl die Versicherungsleistungen und die Sicherheit schaffenden Präventionsmassnahmen verbessert wurden und obwohl weiterhin hohe Subventionen an Gemeinden, Feuerwehren und Versicherte ausbezahlt würden. Dazu gab er bekannt, dass die Freiburger im Falle eines starken Erdbebens auf den Schweizerischen Erdbebenpool zählen können. Dieser würde bis zu zwei Milliarden Franken Entschädigungen auszahlen. wb
Aussagen am KGV-Eröffnungsfest

«Die KGV steht mitten im gesellschaftlichen Leben. Sie ist Partnerin der Gemeinden, indem sie diese berät, unterstützt und Subventionenen ausschüttet. Sie ist Partnerin der Feuerwehrkorps, indem sie ihnen bei der Ausrüstung und Ausbildung hilft.»

Grossratspräsidentin
Anne-Claude Demierre

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«Es ist für mich eine grosse Freude, heute dieses wundervolle Gebäude einweihen zu dürfen, denn es stellt eine architektonische Meisterleistung dar und ist zugleich eine schöne Visitenkarte vor den Toren der Stadt Freiburg.»

Staatsrat Claude Grandjean

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«Die KGV ist eine Bastion des Solidaritätsgedankens in Sachen Versicherung, welche es aber auch verstanden hat, sich den modernen Gegebenheiten anzupassen und die Brandversicherung auch auf die Versicherung von Schäden durch Naturereignisse auszuweiten.»

Staatsratspräsidentin
Ruth Lüthi

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«Wenn Sie als Gebäudeversicherer so transparent und offen agieren und dabei eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schlagen, wie Sie Ihr neues Bürogebäude gebaut haben, dann dürfen Sie meinetwegen auch als Monopol weiterhin die Ausnahme bleiben, welche die Regel des Wettbewerbs bestätigt.»

Bundesrat Joseph Deiss

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