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Engagement wird abgestraft

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Das neue Schulgesetz und das dazu gehörende Ausführungsreglement streben eine Harmonisierung der Schulsysteme beider Sprachregionen an. Das Erste ist verabschiedet, am Zweiten wird gearbeitet. Die Freiburger Schullandschaft wird in etlichen Bereichen neu definiert. Grundsatz solcher Veränderungen muss immer ein Mehr an Qualität sein. Das bedingt Auseinandersetzung, Dialog und Austausch unter den Schulfachleuten beider Sprachregionen. Das durchaus unterschiedliche Verständnis von guter Schule ist vielleicht einer der Gründe der Erfolgsgeschichte der Freiburger Schulen.

Man muss sich fragen, warum sich drei erfahrene Schuldirektoren zum Schritt in die Öffentlichkeit entschieden haben. Wurden ihre Anliegen im Vorfeld auch wirklich wahrgenommen? Diese Frage müssen sich die Erziehungsdirektion und Herr Siggen gefallen lassen. Die fehlende Gesprächsbereitschaft spricht für sich.

 Warum wird eine Qualitätseinbusse befürchtet? Als Beispiel dient die Durchlässigkeit zwischen den Abteilungen der Orientierungsschule: Um auf die Entwicklung der Schülerinnen und Schüler möglichst rasch und mit pädagogischer Verantwortung reagieren zu können, kann ein Wechsel innerhalb der OS-Abteilung nach jedem Semester der ersten zwei Jahre erfolgen. Als Schuldirektor war ich froh, in Diskussionen mit Eltern auf diese Durchlässigkeit verweisen zu können. Sie wird in den OS-Zentren gelebt und ist, die Erfahrung zeigt es, ein einfaches, wirksames Förderelement unserer Schule. Kann nur noch auf Ende des Schuljahres gewechselt werden, gibt man ohne Argumente diese Vorteile auf.

 Von den Kadern, der Lehrerschaft Deutschfreiburgs wird jetzt Loyalität verlangt. Bedeutet Loyalität nicht, sich für das gleiche Ziel einzusetzen? Ein Ziel, das für alle nur heissen kann: Wir setzen uns für die gute Schule ein! Der jetzt unter Androhung von Massnahmen ausgesprochene Maulkorb ist ein falsches Verständnis von Loyalität und bringt einen dem Ziel nicht näher. Es bleibt zu hoffen, dass sich eben diese Kader, die Schulleitungen, die Schuldirektionen und Inspektoren, der Abteilungsleiter, mit Nachdruck in diese Diskussion einmischen. Wenn es nötig sein muss, auch öffentlich.

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