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Enge-Saal soll in fünf Jahren rentieren

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Autor: Hannes Währer

Der bevorstehende Verkauf des Hotels Enge löst in Murten zwei Befürchtungen aus: Erstens die, das Hotel könnte umgenutzt werden, beispielsweise in eine Seniorenresidenz, was einen markanten Verlust für den lokalen Tourismus bedeuten würde. Zweitens, dass der Enge-Saal mit 600 Plätzen geschlossen wird.

Am nächsten Mittwoch stimmt Murtens Generalrat deshalb über einen Rahmenkredit von einer halben Million Franken, verteilt über fünf Jahre, für den Erhalt des Saals ab. Die Botschaft des Gemeinderates ist klar: Ohne Enge-Saal wird Murten diverse Grossanlässe wie die Solennität und die Fastnacht nicht mehr im gewohnten Rahmen durchführen können.

Rentabel mit Gesamtkonzept

Ebenso klar ist jedoch die Botschaft der Investoren: Mit Enge-Saal ist das Risiko, den Hotelbetrieb zu erhalten, gross. Dominic Zuber, Inhaber der «Bar & Blumen» in Murten und beteiligt beim Hotel Continental in Bern sowie Mitglied im Vorstand des Gewerbevereins Murten und Umgebung, vertritt die MCC Consulting AG, welche als Kaufinteressent für das Enge-Hotel auftritt. «Wir haben durch die Schweizerische Gesellschaft für Hotelkredit eine Studie erstellen lassen, die zum Resultat gekommen ist, dass allein die jährlichen Instandhaltungskosten für den Saal 120 000 Franken betragen», so Zuber.

Der Gastrounternehmer, der die Geschicke des Hotels Enge zukünftig gerne persönlich leiten würde, sagt: «Ich bin überzeugt, dass man den Enge-Betrieb mit Saal mittelfristig rentabel bewirtschaften kann.» Mit Konzerten von hochkarätigen Gruppen und Delegiertenversammlungen von Grossbetrieben soll der Saal innerhalb von drei bis fünf Jahren kostendeckend betrieben werden können. «Das ist aber nur innerhalb eines funktionierenden Gesamtkonzepts möglich», so Zuber.

Es brauche dafür Investitionen, die, inklusive Kaufpreis, bei gegen sieben Millionen Franken liegen würden. Die heutigen Basis-Elemente des Enge-Betriebs, nämlich Hotel, Restaurant und Saal müssen laut Zuber um weitere Profit-Center erweitert werden. Beispielsweise mit einem Barbetrieb, der als coole Destination überregionale Ausstrahlung erreiche. Auch die Terrasse des Hotels müsse baulich neu gestaltet und besser für den Bar- und Restaurantbetrieb genutzt werden.

Stadt erhält mehr, als sie gibt

«Ich glaube an den Standort Murten. Für den Tourismus ist die Stadt ideal gelegen, sie muss aber noch besser vermarktet werden», so Zuber. Wenn Murten nun über fünf Jahre eine halbe Million spreche, so sei das unternehmerische Risiko tragbar, so Zuber. Andernfalls habe er Mühe, das von den Banken benötigte Kapital zu bekommen. Aus seiner Sicht erhalte die Stadt mehr zurück, als sie investiere. Das Enge-Hotel werde allein schon 20 000 Franken Aufenthaltstaxen an Murten-Tourismus abliefern, so Zuber. Ebenso müsse man die Einnahmen aus den Einkommenssteuern berechnen, und zudem profitiere das Gewerbe, wenn Hotelbetten erhalten blieben und Tagungen in der Stadt durchgeführt würden.

Laut einer Umfrage, die die FN bei sämtlichen Ortsparteien durchgeführt hat, zeichnet sich am Mittwoch im Generalrat die Annahme der Vorlage ab. Ausser den Sozialdemokraten (SP) haben sämtliche Parteien angegeben, der Vorlage mehrheitlich zuzustimmen. Aber auch die SP will das Geschäft nicht einfach kippen, sondern stellt einen Rückweisungsantrag. «Wir wollen wissen, was es kostet, wenn man die Schul- und Sportanlage Prehl aufrüstet», erklärte SP-Generalrätin Bernadette Hänni. Zudem wolle man darauf hinarbeiten, dass eine langfristige Lösung für Murtens Saalproblem realisiert würde.

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