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Engel, die beschützen und die Seelen Verstorbener ins Jenseits begleiten

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Autor: Pascale Hofmeier

Ein Junge rennt, fasziniert von einem Schmetterling, auf einen Abgrund zu. Hinter ihm schwebt ein Schutzengel in weiblicher Gestalt und hält seine schützende Hand über das Kind. Die Sujets der Schutzengelbilder, die das Sensler Museum in seiner aktuellen Wechselausstellung «Wo die Engel zuhause sind…» zeigt, sind oft ähnlich: Schutzengel halten das Unglück in Gestalt von bösen Tieren oder kaputten Brücken von Kindern fern. Die Drucke stammen aus Privathaushalten im Sensebezirk. Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der katholischen Erwachsenenbildung Querweltein vom Bildungszentrum Burgbühl, welche die Bilder zusammengetragen hat.

Bedürfnis nach Sicherheit

«Wir zeigen die Bilder so, wie sie zuletzt bei den Leuten zu Hause hingen», sagt Franziska Werlen, Leiterin des Sensler Museums. Einige der Drucke, die im Dachstock des Museums hängen, haben klassische, schwere Goldrahmen; andere sind eher schlicht gerahmt. Entstanden sind die Bilder gemäss Franziska Werlen zwischen dem 19. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Ganz kitschfrei sind die Drucke nicht: Engelsfrauen mit üppig gelocktem Haar blicken mit geneigten Köpfen gnädig zu puppenhaften, pausbackigen Kindern.

Die Schutzengel seien ein wichtiges Element des christlichen Volksglaubens und hingen oftmals in Kinderzimmern, sagt Franziska Werlen. Sie spiegelten das Bedürfnis nach Sicherheit und Halt. Eine andere Funktion der Schutzengel sei, die Seelen Verstorbener ins Jenseits zu begleiten. Ihren historischen Ursprung haben die Schutzengel im alttestamentarischen Buch Tobias, in dem Gott den Engel Raphael zur Erde schickt, um Tobias auf einer Reise zu beschützen.

Biblische Engel

Im ersten Stock des Museums wird eine weitere Kategorie Engel gezeigt: biblische Engel als Boten. Über der Krippe aus der Sammlung des Museums schwebt der Erzengel Gabriel – an einem Nylonfaden. Ein Bild zeigt ihn, wie er Maria verkündet, sie werde den Sohn Gottes zur Welt bringen. «In der Bibel hatten die Engel nie Flügel; die haben sie erst durch die christliche Kunst erhalten», sagt Franziska Werlen. Wie das genau ging, können Interessierte an einer Hörstation in der Stube des Museums nachhören. «Im Alten Testament treten Engel unerkannt oder als Menschen in Erscheinung», sagt die Museumsleiterin. Anders sei dies im Neuen Testament, wo die Boten Gottes als übermächtige himmlische Wesen erschienen.

Ein klassisches Schutzengelbild: Der Engel begleitet die Kinder über eine gefährliche Brücke.Bild Charles Ellena

Ausstellung

Götterboten und Schutzengel

Die Wechselausstellung «Wo die Engel zu Hause sind…» im Sensler Museum in Tafers dauert bis zum 29. Januar 2012. Von Donnerstag bis Sonntag ist das Museum von 14 bis 17 Uhr offen; im Dezember zusätzlich am Dienstag und am Mittwoch. hpa

www.senslermuseum.ch

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