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Entdeckungen von Bollywood bis Nollywood

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Autor: Carole Schneuwly

Das Internationale Filmfestival Freiburg (Fiff) bleibe seinen Zielen auch an seiner 23. Ausgabe treu, sagte Präsidentin Ruth Lüthi am Dienstag vor den Medien: Es wolle seinem Publikum eine grosse Bandbreite an Filmen zeigen, die man sonst im Kino nicht zu sehen bekomme.

In der Tat umfasst das Programm aus rund 80 Spiel- und Dokumentarfilmen sowie 16 Kurzfilmen zahlreiche Entdeckungen: Ein Grossteil der Filme wird zum ersten Mal in der Schweiz gezeigt, einige sogar zum ersten Mal in Europa. Zwölf Spiel- und zwei Dokumentarfilme hat das Team um den künstlerischen Direktor Edouard Waintrop für den offiziellen Wettbewerb ausgewählt. Die Filme stammen aus 13 Ländern Lateinamerikas, Asiens, Nordafrikas und des Nahen Ostens. «Es sind alles Filme, die uns während unserer Recherchen im Laufe des Jahres aufgefallen sind und die uns besonders gut gefallen haben», so Waintrop.

Unter diesen Filmen werden Preise im Gesamtwert von 77 000 Franken verliehen. Der Hauptpreis des Festivals, der «Regard d’Or» wird von einer fünfköpfigen internationalen Jury vergeben, ebenso wie der von der Schweizerischen Autorengesellschaft und Suissimage gestiftete Sonderpreis sowie der neue Preis «Talent Tape» (siehe Kasten). Wie gewohnt, gibt es zudem einen Publikumspreis sowie Preise des Filmkritik-Verbandes Fipresci, des Cinéclub-Verbandes FICC, der ökumenischen Jury und der Hilfsorganisation E-Changer, die dieses Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert.

Vielseitige Panoramen

Auch in den sechs Panoramen beweist das Fiff seine entdeckungsfreudige und trendbewusste Seite: «Out of Bollywood» beleuchtet die neusten Entwicklungen des indischen Kinos, während es in «Made in Nollywood» um das Phänomen der reichen nigerianischen Filmproduktion geht (die Filme dieses Panoramas werden stilgerecht in einem alternativen Videolokal vor dem Alten Bahnhof gezeigt).

«Fabulas da Favela» ist ein Panorama des brasilianischen Filmkritikers José Carlos Avellar über das soziale Phänomen der Favela in seinem Heimatland. In «Hommage an Francisco Lombardi» erweist Direktor Waintrop persönlich dem peruanischen Filmemacher die Ehre.

In «Rache der Frauen» geht es um das in den Siebzigerjahren in den USA entstandene Genre der «Rape and Revenge Movies», in denen Frauen gewalttätig auf Erniedrigungen durch Männer reagieren. Das 2008 lancierte Label «Noir total» schliesslich widmet sich dieses Jahr unter dem Titel «Der Pate in Asien» einigen asiatischen Interpretationen der Figur des Mafiapaten.

55 Schulvorführungen

Parallel zu den Filmvorführungen bietet das Fiff auch in diesem Jahr ein reichhaltiges Rahmenprogramm mit Vorträgen, Diskussionsanlässen, einer Ausstellung oder der Plattform «Forum at Fiff» für Berufsleute. Geplant sind weiter 55 Schulvorführungen, für die 8500 Kinder und Jugendliche angemeldet sind.

Stabiles Budget

Das Budget für das Festival bewegt sich wie in den vergangenen Jahren im Rahmen von 1,7 Millionen Franken. Die grössten Anteile kommen von der Loterie Romande (530 000 Franken) und vom Bund. Trotz der Beitragskürzung des Bundesamtes für Kultur (BAK) sei die finanzielle Beteiligung des Bundes insgesamt gleich hoch geblieben, betonte Ruth Lüthi. Es habe lediglich eine Verschiebung zwischen dem BAK (100 000 Franken) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (350 000 Franken) gegeben.

Infos und Programm unter www.fiff.ch. Tickets sind ab sofort bei Starticket (www.starticket.ch) sowie im Büro des Fiff im Alten Bahnhof Freiburg erhältlich.

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