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Entlassungen wegen Rauchverbot

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Autor: Nicole Jegerlehner

«Die These, dass mehr Nichtraucher ins Restaurant gehen, sobald ein Rauchverbot eingeführt wird, hat sich nicht bestätigt»: Tobias Zbinden, Kantonalpräsident des Wirteverbands Gastro-Freiburg, zeigte sich gestern vor den Medien gleichermassen beunruhigt und verärgert. Denn eine Umfrage von Gastro-Freiburg zeigt: 77 Prozent der befragten Wirte haben in den ersten vier Monaten dieses Jahres – seit der Einführung des Rauchverbots – einen Umsatzrückgang erlitten. Nur 23 Prozent konnten ein Umsatzwachstum verzeichnen

Vor allem Pubs und Bars beklagen eine massive Umsatzeinbusse: Diese Wirtinnen und Wirte geben an, dass sie im Vergleich zu Vorjahren einen Viertel weniger Umsatz haben. In der Restauration beträgt der Umsatzrückgang ungefähr fünfzehn Prozent.

Raucher stören

Wirtinnen und Wirte haben in der Umfrage, welche von Marketingold durchgeführt wurde, noch weitere Sorgen angeführt. So stören die Raucherinnen und Raucher, die immer wieder zum Rauchen vor die Türe gehen, durch ihr Hin und Her die Atmosphäre im Restaurant. Auch das Rauchen vor dem Restaurant verursacht bei den Wirten Kummerfalten: Einerseits wegen des Lärms, der die Nachbarschaft stört, andererseits wegen des Abfalls, den die Rauchenden hinterlassen.

24 Prozent der Befragten haben bereits Personal entlassen. Weitere 30 Prozent geben an, dass sie dies «nächstens tun werden». Insgesamt wurden bisher laut Umfrage 58 Personen wegen des Rauchverbots entlassen.

Fumoirs stossen bei den Wirtinnen und Wirten nicht auf grosse Gegenliebe. Von den 16 befragten Wirten, die ein Fumoir eingerichtet haben, sagen zehn, die Gäste seien zwar zufrieden, doch rentiere das Fumoir nicht. Fünf Wirte geben an, dass sie mit Gewinn oder kostendeckend arbeiten. Ein Wirt sagt, die Gäste seien unzufrieden.

Von den 75 befragten Wirten, die kein Fumoir eingerichtet haben, sagt rund ein Drittel, sie könnten eine solche Einrichtung zurzeit nicht finanzieren. Ein anderes Drittel findet, in ihrem Betrieb seien die baulichen Voraussetzungen nicht gegeben. Acht Prozent können die gesetzlichen Auflagen nicht erfüllen. Und 27 Prozent wollen gar kein Fumoir einrichten.

Das Gesetz ändern

Tobias Zbinden beklagt, dass schweizweit nicht eine einheitliche Gesetzgebung herrscht. «Viele Deutschschweizer Kantone haben bediente Fumoirs, in der Westschweiz gibt es nur unbediente Fumoirs.» Bediente Fumoirs seien Umsatzgaranten. Darum will Zbinden erreichen, dass es sie auch in Freiburg gibt: «Wir werden diese Umfrage dem Staatsrat vorlegen und Politiker kontaktieren, damit das Gesetz geändert wird.»

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