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Equilibre bemüht um Gleichgewicht

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Endlich wollen sie auch über das viel kommentierte Gastspielhaus im Freiburger Stadtzentrum mitreden können. Deshalb zog es die Freiburgerinnen und Freiburger am Wochenende zahlreich an die Tage der offenen Tür im Equilibre. Im Foyer herrscht trotz regem Betrieb unaufgeregte, entspannte Stimmung. Beim Warten auf den Start des 50-minütigen Rundgangs bleibt Zeit für ein kurzes Stossgebet; es wäre doch schön, würden sich die vielen schlechten Dinge, die man schon über das Theater gehört hat, als falsch erweisen, in Luft auflösen. Vielleicht sind die Treppen gar nicht so steil, das Schwarz doch nicht so erdrückend und das fensterlose Treppenhaus nicht so trist, wie man es sich immer vorgestellt hat. Doch bevor die Gedanken weiter kreisen können, versetzt der Männerchor du Nord die Wartenden mit seinem schwungvollen Auftritt in die richtige Stimmung für den Rundgang. Ein nährender Happen Kultur im Kulturhaus; tut gar nicht mal so schlecht.

 

 Acht Stockwerke und 170 Türen; im Equilibre gibt es viel zu entdecken. Der verkleidete Rundgangsleiter Dario tut sein Bestes, doch bei den ersten Erklärungen zum Orchestergraben wird den Deutschfreiburgern in der Gruppe schnell klar, dass «zweisprachige Führung» wohl ein bisschen zu viel versprochen war. Übel nehmen kann man es ihm aber nicht; seine Freundlichkeit und die grossen Bemühungen stimmen milde.

Kaiserinnen, ägyptische Pharaonen und andere Gestalten lockern den Rundgang auf. So wartet an der Unterbühne Andy Warhol auf die Besucher, der sich als künstlerischer Direktor des Theaters vorstellt und alle schnurstracks weiterschickt.

 

 Und auf einmal steht die Gruppe sogar mitten auf der Bühne des Gastspielhauses. Staunende Blicke; so sieht er nun also aus, der Theatersaal. Und es tauchen viele Fragen auf: Die Freiburger wollen wissen, wie ihr Theater funktioniert. Der Techniker erklärt, dass eine der elektrisch bedienbaren Stangen ein Bühnenbild von bis zu 500 Kilogramm in die Höhe verschwinden lassen kann.

680 Plätze. «Ich hatte es mir grösser vorgestellt», sagt eine Besucherin. Und von unten würden die Sessel schwarz ausschauen, von oben grau, bemerkt eine andere. «Im Podium ist …», «das KKL hat …»: keine Frage, das Equilibre muss an diesem Wochenende vielen Vergleichen standhalten. Doch die Freiburger zeigen sich neun Monate nach der Eröffnung relativ versöhnlich mit ihrem Theater. «Bequemer, als ich es mir vorgestellt hätte», lautet jedenfalls das Fazit zu den Sitzen. Ein klitzekleiner Hauch Glamour wartet in den Künstlergarderoben. Die Schminkspiegel sind mit den obligaten Lampen umrahmt, und die Türen zu den Duschen sind ganz mit Spiegelglas eingekleidet. Diese waren gemäss Dario aber erst verkehrt herum angebracht gewesen; mit der Spiegelseite nach innen. Es musste zum Schluss halt alles schnell gehen …

 

 Im siebten Stock dann wartet nicht nur eine atemberaubende Aussicht, sondern auch eine eindrückliche Outdoor-Performance dreier Tänzerinnen und Tänzer auf die Besucher. An Seilen befestigt schweben sie graziös vor den riesigen Fenstern des Proberaumes hin und her und sorgen für Staunen; auch bei den vielen Samstagsshoppern, die das Spektakel von unten beobachten. Und die steilen Treppen ohne Fenster und das viele Schwarz? Gar nicht gross ins Gewicht gefallen, sondern einfach Teil des Freiburger Equilibre.

Die Sitze sind bequemer, als ich es mir vorgestellt hatte.

Besucherin des Equilibre

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