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Er hat der Polizei eine Stimme gegeben

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Nach zweieinhalb Jahren als Kommunikationschef der Freiburger Kantonspolizei wird Gallus Risse am 1. November Chef der Region Zentrum. Im Gespräch mit den FN blickt er auf seine Arbeit zurück.

 

Gallus Risse, ist man als Kommunikationsverantwortlicher das Gesicht eines Polizeikorps?

Ja, das habe ich wirklich so wahrgenommen. Viele Leute erkannten mich wegen meiner Funktion, und auch wenn ich privat unterwegs war, haben mich viele Leute darauf angesprochen. Es war mir nie unangenehm. Ich hatte das auch so erwartet, da ich zuvor die Arbeit meiner Kollegen in Bern oder in der Waadt beobachtet hatte.

Welches Gewicht hat die Kommunikation gegen aussen bei der Kantonspolizei Freiburg?

Als ich in meinem Amt begann, hatte ich den Auftrag, mehr, besser und schneller zu kommunizieren. Das probierte ich auch umzusetzen. Wir schickten beispielsweise wenn möglich Fotos an die Medien. Es gelang uns, einen Schritt vorwärtszumachen und transparenter zu zeigen, was die Polizei alles macht.

Dient die Kommunikation gegen aussen vor allem dem Image, oder hat sie auch Auswirkungen auf die allgemeine Polizeiarbeit?

Beides. Wenn wir zum Beispiel einen Fall lösen konnten, so ist das sicher gut fürs Image. Gleichzeitig konnten wir dank der Medienarbeit präventive Arbeit leisten, etwa bei Handtaschendiebstählen oder beim Enkeltrick. Zudem kann man über die Medien aufzeigen, was alles hinter unserer Arbeit steckt. Wir haben am Tag durchschnittlich 99 Fälle; davon können wir natürlich nur einen kleinen Teil kommunizieren.

Hat sich in den letzten zweieinhalb Jahren das mediale Umfeld verändert?

Der Einfluss der Online-Medien hat zugenommen. Heute kann ein Passant den Medien rasch eine Information liefern und gleich noch ein Bild mit dem Smartphone schicken. Deshalb kann es passieren, dass eine Medienanfrage zu einem Brand oder einem Unfall kommt, bevor wir überhaupt wissen, was läuft. Mit den Smartphones wird alles schneller; manchmal werden Fotos aufgeschaltet, die wir nicht publizieren würden.

Hat es in Ihrer Funktion als Kommunikationsverantwortlicher Momente gegeben, die Sie besonders geprägt haben?

Kurz nach meinem Amtsantritt gab es eine Massenkarambolage auf der Autobahn bei Vaulruz mit rund 15 Fahrzeugen. Da war ich sofort gefordert: Ich war während Stunden belagert von den Medien. Es gab auch viele schöne Momente im Zusammenhang mit Grossveranstaltungen wie dem Eidgenössischen Schwingfest oder Air 14. Highlights waren Fälle, bei denen man die mutmassliche Täterschaft überführen konnte. Der Brand des Hotels Kaiseregg war auch so ein Fall mit einem grossen Medienecho.

In den letzten zweieinhalb Jahren stand die Freiburger Kantonspolizei kaum in der öffentlichen Kritik. Ist das Glück, oder hatte das mit Ihrer Medienarbeit zu tun?

Es gab das eine oder andere Mal Fälle, bei denen Personal von uns betroffen war und die wir auch publiziert haben. Wir konnten dabei eine Krisenkommunikation vermeiden, weil wir frühzeitig zusammen mit der Staatsanwaltschaft und dem Polizeikommandanten transparent kommunizierten. Ich erinnere an den Fall eines Kollegen, der persönliche Schwierigkeiten hatte, weshalb ein grosses Polizeidispositiv vonnöten war: Dort informierten wir gleich am Tag danach offen. Dies hat verhindert, dass es im Nachgang zu schwierigen Kommunikationen kam. Der Kommandant hat da eine klare Linie; für uns bedeutet dies, dass wir vorbereitet sind für eine saubere Kommunikation.

Jetzt werden Sie Chef der Region Zentrum. Hierarchisch ist das ein Aufstieg. Ist es schwierig, wieder ins Herz der Polizeiarbeit zurückzukehren?

Es erfordert ein Umdenken. Zuletzt bin ich mit der Kommunikation im strategischen Bereich tätig gewesen, jetzt ist wieder das Operative gefragt. Aber ich hatte bereits vorher 20 Jahre im operativen Bereich gearbeitet; jetzt kehre ich dorthin zurück, kann als Einsatzleiter tätig sein, führe mit meinen Untergebenen viel Personal, 150 Polizisten, und kann gelegentlich wieder bei einem Grosseinsatz vor Ort sein.

Hilft Ihnen dabei die Erfahrung aus der Kommunikationsarbeit?

Sicher. Wenn ich in Zukunft einen grösseren Einsatz führen muss, wird mir im Hinterkopf immer klar sein, dass da auch Medien ihre Bedürfnisse anmelden und bedient werden müssen. Aus operativer Sicht ändert sich hingegen nichts.

Polizeisprecher

Martial Pugin folgt auf Gallus Risse

Die Nachfolge von Gallus Risse als Chef der Abteilung Kommunikation und Prävention der Freiburger Kantonspolizei hat seit dem 1. Oktober Martial Pugin aus Broc inne. Der vierfache Familienvater ist gelernter Schreiner, absolvierte 1994 die Polizeischule in Genf und schloss sich sieben Jahre später dem Freiburger Polizeikorps an. Seit 2013 ist er Chef des Info-Centers, bei dem Zahlen, Statistiken und Rapporte der Polizei verwaltet werden. Neu wird beim Kommunikationsdienst Bernard Vonlanthen Sprecher für die deutschsprachigen Medien, da Pugin nicht zweisprachig ist. Mit dem Wechsel von Risse als Chef in die Region Zen­trum (Saane- und Sensebezirk) wird der bisherige Chef dieser Region, Jacques Meuwly, neuer Stellvertreter des Chefs der Gendarmerie. Auch die Region Nord (See- und Broyebezirk) erhält einen neuen Chef: Jean-Marc Andrey ersetzt Markus Jungo, der neuer Verantwortlicher für die Hooligan-Datenbank wird, welche die Freiburger Kantonspolizei verwaltet. Neuer Chef Planung, Einsätze und Spezialeinheiten wird François Gremaud.

uh

 

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