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«Er ist ein Leadertyp»

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Was bereits seit Wochen gemunkelt wird, ist seit gestern Tatsache: Mattias Ritola verlässt Gottéron. Der Club hat den bis 2018 laufenden Vertrag mit dem schwedischen Stürmer aufgelöst. Gemäss schwedischen Medien wechselt der 29-Jährige zu seinem Heimatclub Leksand, dem Tabellenvorletzten der schwedischen SHL.

Bereits vor einem Monat hatten die Medien in Ritolas Heimatland den Transfer als mehr oder weniger fix vermeldet. Ritola bleibe einzig aus steuertechnischen Gründen bis Mitte Januar noch in Freiburg. Gestern nun schrieb die Regionalzeitung «Dala-Demokraten», dass die Gespräche schon seit Wochen laufen, sich die Parteien aber lange nicht einig geworden seien. Noch am letzten Wochenende habe Gottéron eine Ablösesumme von zwei Millionen Kronen verlangt, gut 200 000 Franken. Das allerdings sei Leksand nicht bereit gewesen zu bezahlen. Alles Blödsinn, sagt Gottérons Sportdirektor Christian Dubé. Der Vertrag sei ganz einfach aufgelöst worden, Ablösesumme gebe es keine. Und: Leksand habe sich zwar tatsächlich vor langer Zeit einmal bei ihm gemeldet, er habe aber gesagt, ein Transfer komme nicht in Frage. Mit Ritola habe er aber nie über einen möglichen Wechsel gesprochen. Bis vor drei Tagen: «Da kam Mattias zu mir und bat um eine Vertragsauflösung. Der Grund dafür sind familiäre Probleme.»

Hohe Erwartungen nicht erfüllt

Wie auch immer der Transfer zustande kam, klar ist: Mattias Ritola hat die hohen Erwartungen in Freiburg nicht erfüllt. In seinen 27 Einsätzen schoss der Stürmer vier Tore, gab 13 Assists und wies eine Minus-7-Bilanz auf. Dubé gibt zu, dass er sich mehr erhofft hatte. «Er hat gut angefangen; dass Roman Cervenka an den World Cup ging, hat ihm dann aber nicht gutgetan. Danach kam noch der Fingerbruch im Oktober dazu. Seither spielte er sicher unter den Erwartungen», sagt Dubé – und schiebt sofort nach: «Aber das ist nicht der Grund für den Transfer. Es ist nicht so, dass wir ihn loswerden wollten. Ich glaubte daran, dass er zu alter Stärke zurückfindet. Aber nun wollte er weg.» Dass Dubé so viel Wert auf diese Präzisierung legt, lässt erahnen, dass er nicht mehr der Sportchef sein will, der Spieler um Spieler aussortiert.

Bekannt für harten Schuss

Gottéron hat gestern auch gleich Ritolas Ersatz präsentiert: Ryan Vesce. Der nur 173 Zentimeter grosse und 79 Kilogramm schwere Stürmer befand sich zuletzt im Probe­training mit dem HC Davos. «Davos wollte jedoch weiter abwarten, Ryan nicht.» So spielt der 34-jährige US-Amerikaner nun bis Ende Saison bei Gottéron. Bereits heute bestreitet er das erste Mannschaftstraining. Morgen dürfte er im Spiel gegen Lausanne sein Debüt für die Drachen geben. «Ich hatte ihn schon im Sommer auf meiner Liste. Er ist einer, der auf und neben dem Eis hart arbeitet. Im Spiel ist er auch aktiv gegen hinten und wies dennoch überall, wo er war, gute Statistiken auf. Ausserdem ist er ein Leadertyp.» Das könne die Mannschaft momentan gebrauchen.

Mögliches Problem: Vesce hat in dieser Saison kaum gespielt. Gerade einmal auf sieben Einsätze für Traktor Tscheljabinsk brachte er es. Da ihm dabei nur ein Skorerpunkt gelang, wurde er – wie es bei KHL-Teams keine Seltenheit ist – danach früh aussortiert. Dubé macht sich keine Sorgen, dass der Stürmer nicht im Rhythmus sein könnte. «Er spielte mit Lugano am Spengler Cup und hinterliess einen guten Eindruck.» Vesce kann sowohl als Center, als auch als Flügel eingesetzt werden. Seine Hauptstärken sind eine starke Puckkontrolle und ein sehr harter Schuss. Der Stürmer, der für die San Jose Sharks 19 NHL-Partien absolvierte, spielte zuletzt mehrheitlich in der russischen KHL. In 243 KHL-Spielen schoss er 82 Tore und gab 95 Assists – durchaus bemerkenswerte Statistiken.

Warum kein Torhüter?

Mit der Verpflichtung von Vesce hat Gottéron nun alle acht Lizenzen für ausländische Spieler aufgebraucht. Trotz offensichtlicher Probleme auf der Goalieposition kommt also in dieser Saison kein ausländischer Torhüter. Wäre ein neuer Goalie nicht noch wichtiger gewesen als ein neuer Stürmer? «Wir wissen nicht, wie lange Andrei Bykow ausfällt. Deshalb brauchen wir unbedingt einen Center. Wäre diese Gehirnerschütterung nicht gewesen, hätten wir sicher auch die Option mit einem ausländischen Torhüter geprüft. So aber war klar, dass es ein Stürmer sein wird.»

«Wir wissen nicht, wie lange Andrei Bykow ausfällt. Deshalb brauchen wir unbedingt einen Center.»

Christian Dubé

Sportchef Gottéron

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