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«Er ist jung, parteilos und unbelastet»

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CVP-Bezirkspräsident Laurent Baeriswyl arbeitete gestern Nachmittag auf dem Oberamt des Sensebezirks in Tafers mit und konnte somit quasi in Echtzeit mitverfolgen, wie CVP-Oberamtskandidat Albert Studer abschnitt. Gegen 13 Uhr war klar, dass es ihm nicht zum Sieg reichen würde. «Klar bin ich enttäuscht, aber ich wünsche Manfred Raemy alles Gute und viel Erfolg», sagte der CVP-Sense-Präsident den FN. Er sei immer davon ausgegangen, dass die Wahl knapp ausfallen werde, so Baeriswyl. Mit 391 Stimmen Unterschied sei es auch so gekommen; schaue man aber die Gemeinden an – Raemy liegt in 14 von 19 Gemeinden vorne – sei das Resultat klar.

Die Frage nach dem Grund für die Niederlage Studers sei schwierig zu beantworten, so Laurent Baeriswyl. Vielleicht habe Raemy gewonnen, weil er als Unabhängiger angetreten sei, vielleicht, weil er bereits im ersten Wahlgang vorne lag … Am Wahlkampf Studers habe es nicht gelegen. «Er war sehr präsent». Aber auch Manfred Raemy habe einen guten Wahlkampf betrieben. «Beide waren innovativ und frisch». «Die Welt dreht sich weiter; doch ja, es war eines der Hauptziele der CVP Sense, das Oberamt des Sensebezirks nach zehn Jahren zurückzuholen.» Und dieses Ziel habe die Partei verpasst, so Baeriswyl. Ob die CVP Sense in fünf Jahren den Sitz Raemys angreifen werde, wisse er zurzeit nicht. «Es ist zu früh, dies zu entscheiden. Jetzt müssen wir Manfred Raemy erst arbeiten lassen», sagt Laurent Baeriswyl. Er erwartet vom neu gewählten Oberamtmann, dass dieser angesichts des knappen Resultats den Bezirk eint, die Reihen hinter sich schliesst und die Anliegen der Gemeinden ernst nimmt, um damit den Sensebezirk weiterzubringen.

Bündnis erfolglos

Ausser der SVP und der CVP hatten im Vorfeld des zweiten Wahlgangs alle Bezirksparteien des Sensebezirks Stimmfreigabe beschlossen. Die SVP hatte sich dem bürgerlichen Wahlbündnis folgend im zweiten Wahlgang für Albert Studer ausgesprochen, im Gegenzug erwartete sie FDP- und CVP-Stimmen aus dem Sensebezirk für ihren Staatsratskandidaten Stéphane Peiry. «Das Wahlbündnis hat auf beide Wege nicht funktioniert», stellte SVP-Grossrat Emanuel Waeber gestern ernüchtert fest. Die Wählerschaft habe völlig anders entschieden, als die Sensler Parteispitzen von SVP, FDP und CVP es vorgegeben hatten. Die Wahl Raemys nehme er zur Kenntnis, so Emanuel Waeber. Manfred Raemy sei jung, parteilos und unbelastet, das habe aus seiner Sicht den Ausschlag für dessen Wahl gegeben.

SVP-Grossrat Waeber erwartet nun vom neuen Oberamtmann, dass dieser die Sensler Grossrätinnen und Grossräte bei kantonalen Geschäften, die den Sensebezirk betreffen, proaktiv einbezieht und zu parteiübergreifenden Gesprächen einlädt.

«Vernetzung hat gespielt»

«Beide waren wählbar», sagten gestern sowohl SP-Bezirkspräsident Olivier Flechtner als auch CSP-Grossrätin Bernadette Mäder-Brülhart auf Anfrage zum Wahlausgang. SP und CSP hatten wie die FDP Stimmfreigabe beschlossen. Hat ein Parteiloser grössere Chancen als ein Kandidat, der für eine Partei zu einer Wahl antritt? Diese Frage sei schwierig zu beantworten, sagt Olivier Flechtner. Er gehe aber eher davon aus, dass die gute Vernetzung Manfred Raemys sowie seine bisherige Position als Geschäftsleiter der Region Sense den Ausschlag für seine Wahl gegeben hätten, und nicht der Umstand, dass er als Parteiloser angetreten sei.

In den Augen von André Schneuwly, Präsident der Freien Wähler Sense, ist die Wahl des Oberamtmanns vornehmlich eine Personenwahl. Er hoffe, dass Manfred Raemy die aktuellen Dossiers weiterentwickle und mit seinen Impulsen garniere. «Schaue ich mir seinen Wahlkampf an, kann ich mir vorstellen, dass er kreativ wirken wird», sagt André Schneuwly.

«Für mich hätten beide Kandidaten eine Chance verdient», sagt FDP-Bezirksparteipräsidentin Barbara Wyssbrod. Entsprechend werde die FDP Manfred Raemy jetzt auch seine Chance geben, damit dieser zeigen könne, dass er das, was er versprochen habe, nun auch einlösen werde.

«Jetzt müssen wir Manfred Raemy erst arbeiten lassen.»

Laurent Baeriswyl

Präsident CVP Sense

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