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Er soll Gottéron aus der Krise schiessen

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Autor: Matthias Fasel

Von Jeff Ulmer erhofft man sich in Freiburg insgeheim nichts weniger, als dass er Gottéron aus der Krise schiesst. Keine leichte Aufgabe für den neuen Ausländer. Denn der Kanadier hat in Minsk eine schwierige Zeit hinter sich. Aber im Gegensatz zu Laurent Meunier kam er immerhin zum Einsatz. In 13 Spielen schaffte er es auf zwei Tore und einen Assist. Zuletzt war er trotzdem nicht mehr erwünscht. «Es läuft überhaupt nichts zusammen in Minsk. Das Team hat in 17 Spielen nur zweimal gewonnen. Der Trainer, der mich vor der Saison geholt hatte, ist gleich wieder entlassen worden. Und sein Nachfolger ist mittlerweile auch schon wieder entlassen.»

Auch er selbst sei nie richtig auf Touren gekommen diese Saison. «Ich habe nicht sehr viel Eiszeit erhalten und wurde im Powerplay nicht eingesetzt. So konnte ich nicht sehr viele Chancen erspielen. Doch das brauche ich, denn ich bin ein Skorer», so der 180 cm grosse und 88 kg schwere Stürmer.

Pelletier erwartet Tore

Nun hat er für zwei Monate in Freiburg unterschrieben. Was erhofft sich der 31-Jährige von diesem Engagement? «Ich freue mich auf die Zeit hier in der Schweiz und werde versuchen, der Mannschaft mit meinen Toren zu helfen. Und dann hoffe ich, dass das Team und ich erfolgreich sein werden. Wenn sich danach die Möglichkeit ergibt, weiter in Freiburg zu spielen, wäre ich natürlich nicht abgeneigt.»

Diese Möglichkeit schliesst auch Trainer und Sportchef Serge Pelletier nicht kategorisch aus. Auch er erwartet vom Kanadier in erster Linie Tore. «Man darf nicht von ihm erwarten, dass er sich hinten den Puck holt und das Spiel macht. Er ist ein Shooter.»

«Es soll eine schöne, historische Stadt sein»

Über Freiburg weiss Ulmer noch nicht viel, weder über die Stadt noch über Gottéron. «Ich habe mich im Internet ein bisschen über die Stadt informiert. Es soll eine schöne, historische Stadt sein.» Von Gottéron weiss er auch nicht viel, ausser dass es zuletzt wenig erfolgreich war. Dass das Team in einer Krise stecke, davon habe er im ersten Training aber nichts bemerkt. «Die Atmosphäre ist gut. Alle scheinen Freunde zu sein.» Einige Spieler kennt er bereits ein bisschen. Laurent Meunier aus Minsk, Shawn Heins als Gegenspieler in der DEL, Geoffrey Vauclair als Nationalmannschaftsgegner und weil Ulmer ein guter Freund von Julien Vauclair ist.

Sehr reisefreudig

Der Kanadier ist ein Eishockey-Tausendsassa, der in seiner Karriere schon viel herumgekommen ist. «Ich habe keine Frau und keine Kinder. So bin ich frei und kann viel herumreisen.» Und das hat er auch getan.

Das Eishockey-ABC hat er an der Universität von North Dakota gelernt, wo er von 1995 an vier Jahre spielte und seinen Abschluss in Kinesiologie machte. Auch wenn er nie gedraftet wurde, schaffte er es im Anschluss ins Team der New York Rangers, wo er in 21 NHL-Partien drei Tore erzielte. Offenbar zu wenig, jedenfalls wurde er wieder in die AHL geschickt. Und dort blieb er erst einmal drei Jahre lang und spielte dabei wohlgemerkt in drei verschiedenen Clubs. Nach jeweils kurzen Trips in die englische und die finnische Liga wollte er 2004 noch einmal richtig angreifen. «In der Lockout-Saison hatte ich in der AHL eine sehr gute Saison mit Hershey. Da wurde mir eigentlich in Aussicht gestellt, dass ich eine gute NHL-Offerte erhalten werde. Als bis September nichts kam, habe ich dann die Offerte von Hamburg angenommen.» Den Schritt über den Atlantik hat er nie bereut. «In Europa sind die Menschen sehr freundlich und uns Eishockeyspielern gehts hier wirklich gut.»

In Deutschland erfolgreich

In der DEL hatte er dann auch drei erfolgreiche Saisons. In 158 Spielen für Hamburg und Frankfurt erzielte er insgesamt 65 Tore und gab 64 Assists. Frankfurt wollte ihn am Ende der letzten Saison deshalb unbedingt halten. «Ich habe fast jede Woche ein neues Angebot vom Club erhalten. Aber da war halt dieses Angebot aus Minsk. Die KHL ist immerhin die zweitbeste Liga der Welt.» Und lange hats den reisefreudigen Stürmer ja noch nirgends gehalten.

Eines ist also klar: Jeff Ulmer ist sich Clubwechsel gewöhnt und sollte somit nicht zu viel Angewöhnungszeit benötigen. Alles andere kann sich Gottéron momentan auch nicht leisten.

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