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Erfolglose Suche nach anderen Lokalitäten

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Vor einem Jahr hatte es gar nicht gut ausgesehen beim Verein Begleitete Besuchstage. Diese Organisation sorgt dafür, dass getrennte und zerstrittene Elternteile ihre Kinder in einem geschützten Rahmen und unter Obhut von Fachkräften sehen können. Kurz vor der Generalversammlung 2018 lancierte der Verein einen Hilferuf: Es fehlte an Personen, die sich im Vorstand engagieren wollten. Es fehlte auch an Geld, um die vielen Anfragen von betroffenen Familien zu befriedigen und es fehlte an Räumlichkeiten (die FN berichteten).

Neuer Präsident

Für einige dieser Probleme hat der Verein inzwischen Lösungen gefunden, wie Geschäftsführerin Christiane Rossier Cosandey auf Anfrage erklärt. Vor allem die Personalsituation ist geklärt. Nachdem der Verein acht Monate lang von einem Co-Präsidentinnen-Duo geleitet worden war, haben die Vereinsmitglieder an der kürzlich stattgefundenen Jahresversammlung Jacques Volery zum neuen Präsidenten gewählt. Er hat früher das Kinder- und Jugendheim «Nid Clairval» in Givisiez geleitet. «Wir haben zudem die Aufgaben im Vorstand neu verteilt, die Kompetenzen der Direktion erweitert und die Statuten überarbeitet.»

Finanzielle Hilfe

Die Finanzen sind nach wie vor ein Thema. Der gemeinnützige Verein finanziert sich vor allem über einen Leistungsvertrag mit dem Staat, da die meisten Fälle von begleitetem Besuchsrecht von Gerichten angeordnet werden. Doch die 170 000 Franken pro Jahr reichen nicht, um die Löhne des professionellen Begleitteams und die Miete zu begleichen. «In allen anderen Westschweizer Kantonen trägt der Staat diese Kosten», sagt Christiane Rossier Cosandey.

Aufgrund der finanziellen Probleme war der Verein eine Zeit lang nicht mehr in der Lage, das ganze Betreuerteam zu halten und neue Fälle anzunehmen. Es gab deshalb Wartelisten – eine belastende Situation für Familien, die eh schon unter Druck stehen. Letztes Jahr haben im Vergleich zu 2017 18 Prozent weniger Besuche stattgefunden. Insgesamt hat der Verein 51 Familiensitua­tionen betreut und total 355 Besuche organisiert.

Nachdem der Verein seine finanziellen Probleme publik gemacht hatte, gestand der Kanton ihm zusätzliche 36 000 Franken für die Deckung der aufgelaufenen Verluste zu. Und der Verein erhält für das Betriebsjahr weitere 30 000 Franken vom Staat und 50 000 Franken von der Loterie Romande.

Warteliste abgebaut

Die lange Warteliste konnte dank dieser Hilfe nach und nach abgetragen werden. «Momentan können wir alle Anfragen positiv beantworten», sagt Christiane Rossier Cosandey. Gemäss Jahresbericht gibt es Kinder, die bis zu 15 Monaten von ihren Vätern oder Müttern getrennt waren. Bei 40 Prozent der geplanten Besuche lag die Trennung zwischen Eltern und Kindern weniger als sechs Monate zurück.

Suche geht weiter

Ein Problem hat der Verein noch nicht gelöst. Er ist immer noch auf der Suche nach neuen Lokalitäten. Seit vier Jahren ist er in den Räumlichkeiten der Bruderschaft des Heiligen Sakraments in Marly eingemietet. Diese Räume seien nicht ideal, weil die Raumaufteilung die Aufsicht erschwert und so pro Besuchstag mehr Personal eingesetzt werden muss. «Wir haben verschiedene Möglichkeiten abgeklärt», sagt Christiane Rossier Cosandey. Zum Beispiel mit der Stiftung Transit, die auch Kinder und Jugendliche betreut. Doch sind auch diese Räume von der Aufteilung her nicht ideal und personell zu teuer. «Die zusätzlichen Mittel des Kantons erlauben uns, bessere Räumlichkeiten zu suchen. Leicht ist es aber nicht, etwas Passendes und finanziell Tragbares zu finden», sagt sie.

Gerne würde der Verein nämlich die zusätzlichen Mittel dazu aufwenden, das heutige Angebot ausweiten, wie die Geschäftsleiterin ausführt. «Wir möchten viermal im Monat am Nachmittag Besuche durchführen und nicht nur zweimal wie heute.» So könnte der Verein doppelt so viele Familiensituationen betreuen. Das würde auch dazu beitragen, dass es nicht wieder zu Wartelisten kommt.

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