Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Erfrischend direkt

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

E

in prägnanter Titel, eine gute Einleitung und ein spannender und zugleich informativer Aufbau – eigentlich wüssten wir Journalistinnen und Journalisten bei den FN, wie man Artikel «richtig» schreibt. So einfach die Formel für einen guten Text in der Theorie tönt, so schwierig ist es manchmal, sie für verschiedene Themen in der Praxis umzusetzen. Da kann es schon vorkommen, dass man viel Zeit in die Suche nach dem richtigen Wort und der richtigen Wendung investiert – und manchmal erst am nächsten Tag auf die beste Lösung kommt.

Umso anregender ist für uns alte Hasen die erfrischende Herangehensweise der Zisch-Reporterinnen und -Reporter. Sie sind mit Offenheit und Neugier an ihre Themen herangegangen, haben sich nicht gescheut, alles zu fragen, was sie für wichtig halten, und haben daraus wunderbare Zisch- Artikel geschrieben. Das hat ihnen die Gelegenheit gegeben, den Journalistenalltag hautnah kennenzulernen. Möglicherweise ist ihnen das Formulieren der Texte auch nicht leichter gefallen als uns Profis.

Das Resultat überzeugt zum einen durch die grosse Themenvielfalt, welche die «normale» FN während der Zisch-Saison enorm bereichert hat. Zum anderen war jede einzelne Zisch-Seite eine Entdeckung. Viele Passagen und Wendungen, welche die Kinder verwendet haben, zauberten hoffentlich nicht nur uns Journalisten, sondern auch den Leserinnen und Lesern ein Schmunzeln aufs Gesicht.

Mir persönlich hat folgender Satz aus einer Reportage des Schulheims Les Buisson­nets über einen Bauernhof am besten gefallen: «Die Familie Schafer hat im Sommer 2013 den Betrieb von Mutter­kuhhaltung auf Milchschafe umgestellt. Grund dafür ist nicht nur der Familienname Schafer.»: Die Information ist so perfekt auf den Punkt gebracht, einfach schön. Und für mich persönlich ziehe ich noch eine weitere Lehre aus diesen zwei Sätzen: Etwas mehr Humor täte uns allen gut.

Ein weiteres Beispiel für die erfrischende Offenheit, die sich wie ein roter Faden durch die Zisch-Texte zieht, ist die Schlussfolgerung der 4. und 5. Klasse aus Rechthalten bei ihrer Reportage über den Blick hinter die Kulissen der Kaisereggbahnen: «Einen eigenen Pistenbully zu besitzen, schien uns bei einem Anschaffungspreis von gegen einer halben Million Franken doch etwas gar teuer.» Die letzte Textpassage hat mir wegen ihres leicht philosophischen Ansatzes gut gefallen: Die Fünft- und Sechstklässler aus Ueberstorf haben bei ihrer Reportage über Taschengeld festgestellt, dass sie bei ihrer Umfrage viele Antworten erhalten haben, die auch neue Fragen aufwarfen: «Ist es bereits Lohn für Kinderarbeit oder doch Taschengeld, wenn man dafür arbeiten muss?»

Diese Beispiele zeigen, wofür das Projekt «Zeitung in der Schule» steht: jungen Nachwuchsjournalisten die Möglichkeit geben, in neue Welten einzutauchen, überraschende Entdeckungen zu machen und dies in einer Art zu formulieren, die den Lesern ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Merci für diese Inputs, liebe Jung­journalisten!

Kommentar

Mehr zum Thema