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Erhält Bahnhof wieder eine Ampel?

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Autor: Carolin Foehr

Freiburg Die Debatte rund um die Einbahnstrasse vor dem Freiburger Bahnhof flaut nicht ab. Ein immer wieder erwähntes Übel ist die abmontierte Ampel vor dem Haupteingang des Fribourg-Centre. Der Fussgängerübergang sei gefährlich, niemand halte sich an die Verkehrsregeln. Die Folge: Noch mehr Staus auf dieser stark befahrenen Verkehrsachse.

Am Montagabend forderte der CVP-Generalrat Alexandre Sacerdoti vom Gemeinderat, er solle die Wiedereinführung der Ampeln prüfen. «Beobachten Sie ein paar Stunden lang die Menschenmassen, die über die Strasse gehen, und Sie werden sehen: Es ist ein Wunder, dass es noch keinen schwerwiegenden Unfall gab.» Ihm gehe es nicht um verkehrstechnische Fragen, sondern um die Sicherheit der Fussgänger.

Damit löste Sacerdoti eine Reihe von Reaktionen aus – und stellte das linke Lager vor eine schwierige Situation. Denn einerseits erkannte es in dem Postulat zurecht einen Angriff auf die neue Verkehrsregelung vor dem Bahnhof. «Die Einbahnstrasse ist eine erste Etappe hin zu einem autofreien Stadtzentrum», sagte SP-Sprecherin Lise-Marie Graden. «Wir werden jetzt keinen Schritt zurückmachen.»

«Braucht es zuerst Tote?»

Andererseits hatten die Sozialdemokraten, Grünen und Christlichdemokraten dem Sicherheitsargument nichts entgegenzusetzen. Auf Gradens Aussage, bislang habe es noch keinen schweren Unfall gegeben, empörte sich Daniel Wicht (SVP): «Braucht es zuerst einen Toten, damit etwas geschieht?»

Unerwartete Unterstützung erhielten die Bürgerlichen vom Sozialdemokraten Pierre-Alain Perritaz. Der Buschauffeur sitzt seit Frühling im Generalrat und sagte: «Aus Erfahrung weiss ich, wie gefährlich die Kreuzung ist. Viele Fussgänger nehmen sich ihr Vorrecht heraus, ohne nach links und rechts zu schauen.» Und auch Pierre-Olivier Nobs (CSP) gab zu: «Alle Verkehrsteilnehmer müssten mehr Respekt gegenüber den anderen zeigen.» Er schlug vor, dass zu Stosszeiten ein städtischer Polizist für mehr «Fairplay auf den Strassen» sorgen sollte.

Das Postulat wurde in der Abstimmung mit 35 Stimmen an den Gemeinderat überwiesen. Im linken Lager stimmten 25 dagegen, sieben enthielten sich der Stimme.

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