Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Erinnerungen an Jo Siffert

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Ein neues Buch über den Mythos des Freiburger Rennfahrers

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

Am 24. Oktober 1971, exakt um 14.18 Uhr, kam Jo Siffert beim Rennen von Brands Hatch von der Piste ab; das Auto geriet in Brand und explodierte, der Pilot hatte keine Chance. Seither ist der 24. Oktober für viele Freunde und Fans des Freiburger Rennfahrers ein Tag des Gedenkens und Erinnerns geblieben. Bis heute treffen sich jedes Jahr rund 30 Leute an Sifferts Grab auf dem Friedhof St. Leonhard – immer am 24. Oktober um 14.18 Uhr.Am gestrigen 24. Oktober hatten sie zugleich Gelegenheit, einen ersten Blick in ein neues Buch über Jo Siffert zu werfen: «Jo Siffert – Le mythe a dépassé le pilote» von Gilles Liard. Die Idee für das Buch sei anlässlich des 35. Todestages vor einem Jahr entstanden, erklärte der Greyerzer Sportjournalist vor den Medien. Mehrere Leute hätten ihn damals darauf angesprochen und er habe sich gefragt, was denn nach allem, was über Siffert schon geschrieben und gesagt worden sei, noch interessieren könnte. Das habe ihn auf den Gedanken gebracht, mit Leuten aus dem nächsten Umfeld Sifferts zu sprechen und ihre Erinnerungen in einem Buch zu verarbeiten.

Weggefährten erinnern sich

Heute, ein Jahr später, liegt das Ergebnis vor: ein 190 Seiten starkes Werk mit vielen kleinen Kapiteln, in denen Liard das Leben und die Karriere Sifferts Revue passieren lässt. Er zeichnet noch einmal den Tag des Unfalls und jenen der eindrücklichen Abdankungsfeier vom 29. Oktober 1971 nach. Auch persönliche Erinnerungen lässt der 44-jährige Autor einfliessen, etwa jene daran, wie er als Primarschüler in Bulle am Montag nach dem Unfall zur Schule ging und wie das Ereignis dort thematisiert wurde.Im Mittelpunkt des Buches stehen jedoch die Zeugnisse der Menschen aus Sifferts Umfeld, die Liard im Verlaufe dieses Jahres interviewt hat. Darunter finden sich Sifferts Schwester Adelaïde, enge Verbündete ihres grossen Bruders, und seine Kinder Véronique und Philippe, die den berühmten Vater kaum gekannt haben: Véronique war zwei Jahre alt, als Jo Siffert starb, Philippe gerade mal neun Monate. Mechaniker und Weggefährten wie Michel Piller kommen zu Wort, Rennfahrer wie Jackie Stewart und Clay Regazzoni, Journalisten wie Roland Christen und Adriano Cimarosti.

Deutsche Übersetzung geplant

Zahlreiche, teils bisher unveröffentlichte Bilder aus Jo Sifferts Leben ergänzen die Texte von Gilles Liard. Entstanden ist ein Gesamtwerk, das auch die Akteure zu überzeugen vermag. So stellte Philippe Siffert fest, dass er dank solcher Projekte immer wieder neue Seiten seines Vaters entdecke. «Es berührt mich, zu sehen, wie sich die Leute bis heute an ihn erinnern.»Jean-Bernard Repond, Direktor der Editions La Sarine, freute sich umso mehr über das Buch, als es sich um die 100. Veröffentlichung von La Sarine handelt. Das Buch ist in französischer Sprache in einer Auflage von 2000 Exemplaren erschienen. Eine deutsche Übersetzung erscheint in der ersten Hälfte des kommenden Jahres beim Paulusverlag.Die französische Version des Buches ist ab sofort für 39 Franken im Handel oder bei den Editions La Sarine, Perolles 38, Freiburg, erhältlich.

Mehr zum Thema