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«Erleichterung und ein bisschen Wehmut»

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Bruno Jendly ist auf Ende 2014 aus dem Grossen Rat zurückgetreten, dies nach 18 Jahren parlamentarischer Tätigkeit. Er habe diesen Entscheid der Parteileitung schon früh bekannt gegeben, sagt der Düdinger im Gespräch mit den FN. «Zwei Jahre vor Ende der Legislatur ist ein guter Moment, damit mein Nachfolger Daniel Bürdel Zeit hat, sich zu bewähren, und so gute Chancen für eine Wiederwahl im Herbst 2016 hat», führt er aus.

Bruno Jendly ist am 17. November 1996 in den Grossen Rat gewählt worden und konnte seinen Sitz 2001 und 2006 bestätigen. 2011 ist er nachgerückt–dies, nachdem Parteikollegin Christine Bulliard-Marbach zur Nationalrätin gewählt worden war.

Bruno Jendly hat in seiner langjährigen Tätigkeit im Freiburger Parlament als Mitglied der Baukommission viele grosse Bauprojekte begleitet. «Es war mir wichtig, in den Kommissionen Einfluss nehmen zu können», sagt der 69-Jährige. Als Inhaber einer Schreinerei, die er Anfang 2013 seinem Sohn übergeben hat, war seine fachmännische Einschätzung gefragt. Schon im ersten Jahr seiner Wahl 1996 nahm er Einsitz in die Baukommission für das Projekt Uni Perolles–ein Engagement, das fünf Jahre dauerte. Dort war er auch Mitglied der vorberatenden Kommission, welche die Dossiers zuhanden der eigentlichen Baukommission vorbereitete.

Weitere Projekte, an denen Bruno Jendly mitgewirkt hat, waren die Neuorganisation der Gendarmerie, der Umbau des Polizeigebäudes in Granges-Paccot und–noch nicht abgeschlossen–das Adolphe-Merkle-Institut.

Er war auch in der Baukommission für die Lehrwerkstätten–ein Projekt, das ihm sehr am Herzen lag, das ihm aber auch viel Ärger eingebracht hat. Das Projekt verzögerte sich nämlich aufgrund einer Einsprache wegen des Gebäudeabstandes–der Fall endete schliesslich vor dem Bundesgericht. «Es war frustrierend: Sechs Juristen haben auf kantonaler Ebene das Bauvorhaben geprüft und befunden, dass es den gesetzlichen Vorgaben entspricht», erklärt er. Das Bundesgericht hat aber den Einsprechern recht gegeben, das Projekt musste angepasst werden. «Ein unverständlicher Entscheid», kommentiert Bruno Jendly in seinem Rückblick.

Ihm sei es jeweils ein Anliegen gewesen, die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Grossen Rat gut zu vertreten, sagt er. So hat er sich dafür eingesetzt, dass bei den Arbeitsvergaben–wann immer möglich–lokale oder regionale Firmen berücksichtigt werden. Er sei zufrieden mit dem Erreichten. «Die Rückmeldungen waren positiv. Es war eine schöne, interessante und lehrreiche Zeit.»

Der Abschied aus dem Grossen Rat sei begleitet von einem Gefühl der Erleichterung und ein bisschen Wehmut, so Jendly. «Das Amt war doch mit viel Arbeit verbunden.» Er schätzt, dass er jede Woche an mindestens einer Sitzung teilgenommen hat; dazu kam die Vorbereitung. «Es ist auch ein anderes Arbeiten heute», sagt er. Die Jungen kämen mit Laptops in den Grossen Rat und die modernen Kommunikationsmittel würden immer wichtiger. «Ich bin wohl zu alt dafür», meint er.

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