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Erneutes Ringen um die Ortsplanung

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Peter Hauser, Ammann von Fräschels, hatte den 34 anwesenden Bürgern an der Gemeindeversammlung vom Montag schlechte Nachrichten mitzuteilen. Die bereits seit Jahren hängige Ortsplanungsrevision der Gemeinde erhielt vom Bau- und Raumplanungsamt des Kantons (BRPA) ein negatives Gesamtgutachten. Dies wurde der Gemeinde Mitte April mitgeteilt.

Bauzonen sind Knackpunkt

Der eingereichte Revisions­entwurf enthält laut dem Raumplanungsamt einige formale Mängel. «Diese können wir aber ziemlich einfach aus der Welt schaffen», so Hauser. Die eigentliche Knacknuss sei die Bauzonendimensionierung. «Wir haben zu viel Bauland in Reserve», fasste Hauser zusammen. Die Gemeinde habe in den letzten 15 Jahren zu wenig gebaut, daraus resultierend bestehe nun ein Überschuss an bebaubarem Land. Der Plan der Gemeinde überschreitet die Vorgaben gemäss kantonalem Richtplan um ungefähr 15 000 Quadratmeter. Es gibt für die Gemeinde nun zwei Optionen: Entweder besteht sie trotz negativem Gutachten auf dem aktuellen Revisionsentwurf, oder sie erarbeitet einen neuen mit einer kleineren Bauzonendimensionierung. «Ich tendiere zur zweiten Variante», sagte Hauser. «Wir müssen das Ganze aber noch im Gemeinderat diskutieren.» Das konkrete Vorgehen sei noch nicht entschieden.

Über zehnjährige Planung

Die Ortsplanungsrevision von Fräschels ist eine lange Geschichte. Bereits vor über zehn Jahren hat die Gemeinde mit der Arbeit daran begonnen. Seither hat die Revision rund 162 000 Franken gekostet. Das Budget ist bereits um rund 60 000 Franken überzogen. «Wir werden nach Abschluss der Revision einen Nachtragskredit zur Abstimmung vorlegen», kündigte deshalb Gemeinderat Urs Schwab an. Die Ortsplanungsrevision macht auch vielen Bürgern zu schaffen: Solange sie nicht unter Dach und Fach ist, werden Baugesuche vom Raumplanungsamt nur noch negativ beurteilt. Zwar hat das Oberamt bei Baugesuchen die Entscheidungsgewalt, dieses folgt aber fast immer den Empfehlungen des BRPA. Deshalb ist damit zu rechnen, dass keine Baugesuche mehr bewilligt werden, bis das Problem mit der Zonendimensionierung gelöst ist.

Parkplatz sei unethisch

Für Diskussionen sorgte am Montagabend auch ein geplanter Parkplatz beim Friedhof von Fräschels. Das Projekt sieht die Nutzung eines Friedhofsareals vor, auf dem bald die Gräber aufgehoben werden sollen. Einige Bürger brachten an der Versammlung ethische Bedenken zum Ausdruck. «Ich finde es nicht in Ordnung, einen Parkplatz auf die ehemaligen Gräber zu pflastern», sagte eine Bürgerin. Die anderen Bürger schlossen sich ihr in einer Konsultativabstimmung an. Der Gemeinderat wurde einstimmig beauftragt, eine neue Lösung für einen friedhofsnahen Parkplatz zu finden.

Die Versammlung verabschiedete zum Schluss die langjährige Gemeindekassie­rin Tanja Kolly. Sie legt nach sieben Jahren ihr Amt nieder, um sich beruflich weiterzuentwickeln. Ihre Nachfolgerin ist Gemeinderätin Christine Brander. Weil die Personalunion von Gemeinderätin und Gemeindekassierin nicht erlaubt ist, wird ihr Sitz im Gemeinderat vakant. Die Ersatzwahl findet nächsten Herbst statt. Die Gemeinde sucht aktuell nach Bewerbern für das Amt.

Rechnung

Das Ergebnis für 2016 ist deutlich besser als geplant

Die Rechnung der Gemeinde Fräschels schliesst bei Aufwand und Ertrag von rund 2 Millionen Franken mit einem Gewinn von rund 131 000 Franken. Dies nach freiwilligen Abschreibungen von rund 231 000 Franken. «Das ist ein äusserst erfreuliches Resultat», sagte Ammann Peter Hauser an der Gemeindeversammlung vom Montagabend. Eigentlich war ein kleiner Verlust von gut 5000 Franken budgetiert gewesen. Die Investitionsrechnung von Fräschels für das Jahr 2016 weist Nettoinvestitionen in der Höhe von gut 33 000 Franken aus. Die Bürger genehmigten beide Rechnungen einstimmig und diskussionslos.

lr

 

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