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Erreichbar sein um jeden Preis?

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Erreichbar sein um jeden Preis?

Widerstand gegen Mobilfunkantenne in Murten

Sunrise und Orange wollen auf dem Landi-Silo in Murten zusätzliche Sendeantennen errichten. Anwohner der angrenzenden Quartiere wehren sich gegen das Vorhaben.

Von PATRICK HIRSCHI

Mobilfunkanlagen auf dem Dach der Landi Murten sind nichts Neues. Orange betreibt bereits eine Natel-Basisstation für das GSM-1800-Netz. Nun sollen neun zusätzliche Antennen aufgestellt werden: Drei weitere GSM-1800 sowie drei UMTS-Antennen von Orange und zusätzlich drei GSM-900-Antennen von der Firma Sunrise.

Neues Mobilnetz in Aussicht

Wie die Firma Orange mitteilt, müsse bis ins Jahr 2004 etwa die Hälfte der Schweizer Bevölkerung mit dem neuen UMTS-Netz (Universal Mobile Telecommunication System) abgedeckt sein. Dies sei eine Vorgabe des Bundesamtes für Kommunikation (Bakom).

Auch die Tatsache, das zwei konkurrierende Firmen zusammenarbeiten, sei nichts Neues. Dies habe den Vorteil, dass nicht zusätzliche Masten aufgestellt oder weitere Gebäude mit Sendeanlagen ausgestattet werden müssen. Der Nachteil sei aber die konzentrierte Belastung mit so genanntem Elektrosmog für die unmittelbare Umgebung.

Gefährliche Strahlen im Wohngebiet?

Die nichtionisierende Strahlung, die von solchen Mobilfunkanlagen ausgeht, ist für die Interessengruppe gegen diese Neuanlage der Stein des Anstosses. Die Gruppe rechnet vor, das nach der Fertigstellung der neuen Antennen mit einer Sendeleistung von insgesamt 16380 Watt zu rechnen sei.

Sie macht geltend, dass die Antennen inmitten eines dicht bewohnten Gebietes zu stehen kommen. Dabei verweist sie auch auf die NISV (Verordnung zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung). Diese habe den Schutz des Menschen zum Haupt-
ziel. Und intensive nichtionisierende Strahlung gefährde die Gesundheit von Menschen, wird die NISV weiter zitiert.

Das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BuwalL) schreibt vor, dass einem derartigen Baugesuch eine rechnerische Prognose betreffend Belastung durch Elektrosmog beiliegen muss. Der Betreiber muss diese Hochrechnungen selber vornehmen und sich dabei an die Richtlinien des Buwal halten. Die Resultate werden vom kantonalen Amt für Umweltschutz überprüft.

Grenzwerte wurden eingehalten

Im vorliegenden Fall hat Orange bei maximaler Leistung einen Höchstwert von 3,91 Volt pro Meter errechnet. Erlaubt sind zwischen 4 und 6 Volt, je nach Netz.

Einsprachen seien an der Tagesordnung, gibt Orange weiter bekannt. Aber wenn die Auflagen erfüllt seien, werde auf diese Einsprachen meistens nicht eingegangen von Seiten der Behörden.

Auswirkungen noch kaum bekannt

Aber die Grenzwerte sind umstritten. Die Interessengruppe verweist auf die Tatsache, dass die Verbindung von Schweizer Ärztinnen und Ärzten eine Senkung der Grenzwerte auf einen Zehntel der heute in der Schweiz zulässigen verlange. Und das Buwal hat am Montag bekannt gegeben, dass die Wissenslücken bei Auswirkungen von Mobilfunk-Basisstationen weiterhin gross seien. Andererseits sind die Schweizer Grenzwerte bereits jetzt etwa um ein Zehnfaches niedriger als in anderen europäischen Ländern.

Ein Gesuch der Swisscom für eine Antennenanlage in der Nähe der Turnhalle und des Feuerwehrlokals wurde vor einiger Zeit zurückgewiesen. Ähnliche Projekte wurden in Gurwolf und Salvenach abgelehnt. Die Initiativgruppe verlangt nun einen Projektstopp. Als weiteres Argument nennt sie die Tatsache, dass das Gesuch nicht transparent genug sei. Zum Beispiel sei nicht erwähnt, welcher Anbieter die zusätzlich genannten sechs Richtstrahlantennen aufstellen will.
Gemäss Orange müssen aber Richtfunkanlagen nicht baulich bewilligt werden. Zudem seien sie für den Elektrosmog unerheblich, da die Strahlen gebündelt seien.

Zusammenarbeit ist nicht
auf jeder Ebene möglich

Wenn zwei Unternehmen zusammenarbeiten, liegt es dann nicht auf der Hand, gleich dieselbe Anlage zu benutzen? Dies sei aus Konzessionsgründen nicht möglich, lässt Orange verlauten. Das Bakom schreibe bei der Lizenzvergabe vor, dass sich die Anbieter auch weiter konkurrieren müssen.

Das Projekt kann noch bis zum 6. Mai auf der Stadtschreiberei eingesehen werden. Bis zu diesem Datum sind auch allfällige Einsprachen noch möglich.

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