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Errungenschaften im Schulgesetz beibehalten

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Nach meiner Ansicht schützen die Schuldirektoren der Orientierungsstufe mit ihren Bedenken zum Ausführungsreglement zum neuen Schulgesetz fundamentale Errungenschaften der Freiburger Schulen. Fragen des Übertritts und der Wechsel des Klassentyps stehen für mich dabei im Vordergrund. Es ist äusserst schwierig, das längerfristige Leistungsvermögen von Schülerinnen und Schülern festzustellen und die für sie richtige Zuweisung zu treffen. Es wird deshalb kaum bestritten, dass Schulsysteme so durchlässig wie möglich sein sollten.

Der Übertritt in den Schulen Deutschfreiburgs erfolgt sehr sorgfältig. Das Verfahren ist erprobt und wohl eines der am besten untersuchten in ganz Europa (Forschungsarbeiten von Prof. Baeriswyl, Uni Freiburg). Dass bei 30 Prozent der Schüler die Zuteilung vor der Vergleichsprüfung in der Schwebe liegt, spricht für die Behutsamkeit, mit der man dabei vorgeht. Aber Sorgfalt braucht Zeit. Hauruckübungen am Ende des Schuljahres sind dazu kaum geeignet. Eine nachhaltige Beeinträchtigung der Durchlässigkeit würde eintreten, wenn ein Klassenwechsel nur noch Ende Schuljahr stattfinden könnte. Die Betroffenen verlören unnötig viel Zeit, um sich dem neuen Typ anzupassen. Auch der Übertritt von der Sekundarklasse ins Gymnasium sollte mit Note 5 weiterhin möglich sein. Vergleichsstudien stimmen darin überein, dass sich die Leistungen von Gymnasial- und Sekundarklassen zwar im Durchschnitt unterscheiden. Daneben existieren jedoch beträchtliche Überschneidungen. Das bedeutet, Schülerinnen und Schüler der Allgemeinen Sekundarklassen können teilweise gleich gute oder sogar bessere Leistungen erbringen als gewisse Jugendliche im Progymnasium. Es ist deshalb nicht einzusehen, guten Sekundarschülerinnen und -schülern den Übertritt ins Gymnasium zu erschweren. Wenn an der Bildung zudem anderorts gespart werden muss, sollten sie nicht noch eine überflüssige 10. Klasse im Gymnasium absolvieren müssen, die lediglich unnötige Kosten verursacht.

Die beabsichtigten Anpassungen sind für die betroffenen Kinder und Jugendlichen nachteilig. Ihre Eltern sollten alles Interesse daran haben, dass die bisherige Praxis beibehalten wird. Den politisch dafür Verantwortlichen kann eine Weisheit der Dakota-Indianer hilfreich sein, ihr Vorhaben zu überdenken: Von einem toten Pferd sollte man rechtzeitig absteigen.

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