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Erst zwölf und schon auf Sendung

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Corinne Aeberhard

Wie zwei Flöhe zappeln Michel Poschung und Mathias Aeby während des Interviews auf ihren Stühlen hin und her und es sprudelt nur so aus ihnen heraus. Sprechen fällt ihnen nicht schwer und so ist es denn auch nicht erstaunlich, dass die beiden Zwölfjährigen regelmässig am Mikrofon von Radio Kaiseregg sind.

Ohne Berührungsängste

Angefangen hat es bei beiden mit einem Ferienpass im vergangenen Sommer. Nach einer kurzen Einführung ins Thema zogen sie mit einem dritten Kollegen los und interviewten Gäste in der «Gypsera».

Nein, es habe keinen Mut gebraucht, sagen die beiden. Doch sie hätten ihre Interviewpartner sehr genau ausgesucht, erklären die Jungmoderatoren: «Ältere Menschen, die lustig aussehen», seien es gewesen, beschreibt es Mathias.

Die meisten Personen haben denn auch problemlos ihre Fragen beantwortet. Und schon hatten die beiden Feuer gefangen. «Wir hatten nicht gedacht, dass es so cool ist», sagt Michel. Bereits auf dem Rückweg ins Studio sagten sie zueinander, «weisst du, wie es wäre, wenn wir richtig Radio machen könnten?» – Genau das tun sie seither, auch wenn damals das Tonmaterial nicht abgehört werden konnte, da das Aufnahmegerät gespukt hatte. «Alles war für die Katz», erklärt Mathias.

Kein Herzklopfen mehr

Diesen Lapsus bremste ihren Enthusiasmus aber keinesfalls und unterdessen wirken sie als Moderatoren bei der Wunschkonzertsendung von Radio Kaiseregg mit. Er sei schon ein wenig nervös gewesen, als er sich am Mikrofon vorstellen musste, erinnert sich Mathias. Aber schon beim zweiten Mal auf Sendung «ging es ganz von alleine».

Ähnlich ging es auch seinem Kollegen Michel. Das Herzklopfen gehört der Vergangenheit an und so ist es für die beiden Jungs auch kein Problem, wenn sie dem Präsidenten oder dem Trainer der Düdingen Bulls das Mikrofon hinhalten und fragen, wie denn die beiden den Match einschätzten. Sie waren schliesslich auch gut vorbereitet. «Die Fragen haben wir aufgeschrieben», so Mathias. Interviewt wurden auch Fans und da gerieten sie an einen, «der nicht mehr aufhören wollte zu reden». Für diese Fälle ist Michel unterdessen wohl besser gerüstet, hat er doch einen Journalismus-Kurs besucht. «Da lernten wir auch, wie man Fragen stellen muss, die man nicht einfach mit ja oder nein beantworten kann».

Kommentieren wie Profis

Einmal einen Match des HC Freiburg-Gottéron zu kommentieren, das wäre dann auch der grosse Traum der beiden Sportbegeisterten. «Ich höre mir oft die Kommentare von Radio Freiburg an», erzählt Michel. Auf die Frage, ob sie das denn gut fänden oder ob sie es besser machen würden, meinen die beiden zuerst spontan: «Besser!».

Dann aber überlegen sie und meinen, dass es schon ziemlich anspruchsvoll sei und sie es erst mal so gut machen möchten wie ihre professionellen Kollegen. Ganz Profi, sind sie sich auch bewusst, dass ein Kommentator alle Namen der Spieler kennen muss sowie weitere Infos über die Sportler sofort abrufen kann. Michel geht an jeden Heimmatch von Gottéron und überlegt sich dabei auch immer im Kopf, wie er den Match kommentieren würde. Auswärtsspiele hört er sich im Radio an. Und wenn die Stimme des Kommentators laut werde, «dann weiss ich gleich, in welcher Zone der Puck ist». Eine andere Trainingsmethode hat Mathias: Er übt zuhause unter der Dusche.

Ihr Ziel ist es vorerst, in der nächsten Saison die Matchs der Bulls für Radio Kaiseregg zu kommentieren.

Stromer oder Moderator?

Und die Zukunft? Möchten die beiden tatsächlich mal ganz in den Journalismus einsteigen? Michel kann sich das gut vorstellen, aber nur im Sportbereich. Oder aber er wird «Stromer». Mathias aber glaubt, «das verleidet einem doch», und möchte «lieber Pilot oder Architekt werden».

Vorerst aber sammeln sie weiterhin als Co-Moderatoren bei Radio Kaiseregg Erfahrungen und wollen sich noch besser mit der Technik des Mischpultes vertraut machen. Denn da gibt es noch «einige Knöpfe und Tasten, die wir nicht kennen und beherrschen», so die beiden.

Und sie wollen sich auch sonst verbessern, gab es doch schon den einen oder anderen Versprecher. So hat etwa Michel sich blamiert, indem er die Telefonnummer während einer Sendung falsch durchgegeben hatte, «obwohl diese doch vorne am Bildschirm klebt», wie Mathias kichernd anfügt.

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