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Erstaunliche Aussagen eines Kolumnisten

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Ich war sehr erstaunt über die Gastkolumne zur Schule, welche mit (teils recherchierten) bissigen Worten den kommenden Schulanfang feiert. Zum Schluss fordert Gastkolumnist Silvan Jampen eine zeitgemässe Schule «zum Wohle der Kinder». Ich muss sagen, dass ich in den fünf Spalten Text keinen einzigen konkreten Vorschlag zur Verbesserung dieses Kinderwohls finden konnte. Der Kolumnist spricht von «würdiger Familienpolitik». Ich las nur, dass er die Kinder zwölf Stunden in staatlichen Strukturen versorgt haben will. Sind wir denn alle Rabeneltern?

Der Kolumnist wünscht sich eine Staatsschule aus kommunistischen Zeiten im Dienste einer kapitalistischen Wirtschaft. Ich sehe die Wirtschaft im Dienste der Menschen mit dem Ziel eines Wohlfahrts­staats. Die Wirtschaft sollte von der Schule nicht immer mehr fordern, sondern den Eltern ermöglichen, mit einem 100-Prozent-Pensum – aufgeteilt zwischen Mutter und Vater – eine Familie zu ernähren, zum Wohle unserer Kinder. Denn manchmal ist weniger halt mehr. «Kinder brauchen Wurzeln und Flügel», sagte Goethe. Eine intakte Familie gibt den Kindern die Wurzeln, die Schule ist Teil des gesamtheitlichen Flüggewerdens und nicht bloss die Sprungschanze zu einer steilen Karriere.

Unsere Kinder sind unsere Zukunft, nicht als Prestigeobjekte oder als finanzielle Investition, sondern als moralische Menschen, als Teil unserer Gesellschaft. In der Schule brauchen wir für neunjährige Schülerinnen und Schüler keine Fachlehrpersonen, sondern feinfühlige und kreative Menschen, die bei den Kindern den Sinn für das Zusammenleben in der Gesellschaft und die Freude am Leben fördern (schon in der Sekundarschule sind Doktoren nicht die besseren Lehrpersonen). Die Kinder sollen auch lernen, Schwächen zu akzeptieren und sich dort weiterzuentwickeln, und sie sollen ihre verschiedenen Stärken entdecken (auch im Handwerken und Gestalten, nicht nur in Mathematik und Deutsch).

Wir benötigen finanzielle Mittel, damit die kleinen Menschen das Leben und die Welt entdecken können (Exkursionen, Material und Zeit für kreativ-produktive Projekte), und minimale Gesetzesstrukturen, damit nicht jede Lehrperson fürchten muss, nach dem nächsten Ausflug vor Gericht zu landen. Auch zu einer zeitgemässen humanistischen Schule gehört meines Erachtens freie Zeit für sich, mit Freunden, Geschwistern oder Eltern.

Ich gehe nicht auf die Weiterbildung der Lehrpersonen und die «pädagogischen Erkenntnisse» ein, da der FN-Gastkolumnist hier durchscheinen lässt, dass er keine Ahnung von der Realität hat. Den Schülerinnen und Schülern wünsche ich viel Vorfreude und einen guten Schulstart.

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