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Erste Schweizer Tanzpreise in Freiburg

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Am 20. September ist Freiburg Schauplatz der Verleihung des ersten Schweizer Tanzpreises. Im Rahmen desneuen Kulturfördergesetzes hatder Bund sein kulturelles Aufgabenfeld um die Sparten Literatur, Theater, Musik und Tanz erweitert. Damit das Feld fachgerecht sondiert wird, wählt das Eidgenössische Department des Inneren jeweils die Jury (siehe Kasten). Im Theater Equilibre wird diese ihre Auswahl, die Gewinnerinnen und Gewinner der neu geschaffenen Preise und Auszeichnungen, präsentieren.

Das Equilibre ist wie geschaffen für den Tanz. Und Freiburg, an der Schwelle zwischen der Deutschschweiz und der gut entwickelten Tanzszene der Westschweiz gelegen, sei damit der ideale Ort für die Premiere der Preisverleihung, so das Bundesamt für Kultur (BAK). Alle zwei Jahre wird der Tanzpreis in Zukunft vergeben, immer in einer anderen Stadt.

Eine Freiburger Produktion

Neun Preise werden insgesamt verliehen. Der Hauptpreis ist der Schweizer Tanzpreis, der eine künstlerische Karriere würdigt. Zwei Auszeichnungen küren die herausragende Leistung einer Tänzerin und eines Tänzers. Ein Spezialpreis ehrt einen besonderen Beitrag auf dem Gebiet der Vermittlung, Kulturpolitik oder Dokumentation.

Vier weitere Preise selektieren aus dem aktuellen professionellen Tanzschaffen. In der Schweiz produzierende Choreografen konnten Werke aus den letzten zwei Jahren einreichen. Eine Freiburger Produktion ist mit von der Partie.

Von den 98 gebotenen Stücken reifte keines an einem festen Haus heran. «Das ist sehr schade, aber aus sachlichen Gründen verständlich», meint hierzu Claudia Rosiny, die Leiterin der Tanzförderung beim BAK. «Dieses Jahr gibt es in drei der fünf Institutionen einen Wechsel: in Zürich, St. Gallen und Bern. Zudem ist Christian Spuck, Direktor des Zürcher Balletts, selbst in der Jury. Dafür ist die hohe Zahl der Bewerbungen aus der freien Szene erfreulich.»

Im Vergleich zu Frankreich ist die freie Tanzszene noch nicht so vielfältig. Dort schaffte der Hip-Hop, zur Kunst veredelt, gar den Sprung an feste Häuser. Die poetisch-akrobatischen Stücke von Accrorap etwa haben bei Gastspielen auch das Freiburger Publikum bereits begeistert.

Es gedeihen zwar exotische Sorten eines World-Dance in der Schweiz, auch deren Kreuzungen wie Flamenco mit Tai-Chi. Ebenso kultiviert man traditionelle, heimische Sorten, etwa bei «D’Schwyz tanzt». Doch all diese haben es nicht zum professionellen Status geschafft. Dass der zeitgenössische Tanz in stilistischer Alleinvertretung bei der Preisverleihung aufgelockert wird, dafür sorgt die neue Höhere Fachschule für zeitgenössischen und urbanen Bühnentanz, die ebenfalls im September in Zürich anläuft.

Den neunten Preis stellt die Johnson Stiftung. Dieser hat innovative junge Talente im Visier. Bis zum 20. Mai können Projekte auf der Website des BAK angemeldet werden.

Kulturerbe Tanz

Der Tanz braucht eine Stärkung in der Gesellschaft, das zeigte eine vom Bund mitgetragene Studie des Jahres 2006. Vermittlung, Medienpräsenz, aber auch die Dokumentation des Tanzes in der Schweiz sind noch sehr lückenhaft. Deshalb lancierte der Bund eine Sensibilisierungsmassnahme zum Kulturerbe Tanz. Zwölf Projekte wurden eingereicht, drei im Herbst gewählt. An einem ist die Mitbegründerin der freiburgisch-zürcherischen Compagnie Drift, Beatrice Jacquard, beteiligt: Sie wird den frühen modernen Tanz der Schweiz aufleben lassen.

 

Die Jury: Esther Sutter ist Präsidentin

D ie Schweizer Tanzpreise schliessen an den Schweizer Tanz- und Choreografiepreis an, den Wolfgang Brunner und der Verein ProTanz 2002 ins Leben riefen. Dieser würdigte herausragende Choreografinnen und Choreografen.

Die Eidgenössische Jury für Tanz ist neu zusammengestellt: Jurypräsidentin ist Esther Sutter, ehemalige Tänzerin am Basler Ballett und mitwirkend am Tanzfestival Steps des Migros-Kulturprozents. Ihr ist wohl zu verdanken, dass ausser Bertram Müller (Direktor des Tanzhauses nrw), Tiziana Conte (Tessiner Journalistin und Festivalleiterin von Chiassodanza) und Christina Thurner (Professorin für Tanzwissenschaft in Bern) die Jury eine professionelle Tanzausbildung als Basis hat: Patrice Delay (Leiter der Genfer Juniorcompanie), Karin Hermes (international anerkannte Spezialistin für Tanzrekonstruktion und Laban-Forschung), Brigitta Luisa Merki (preisgekrönte Flamenco-Tänzerin), Caroline Minjolle (ehemalige Tänzerin des Berner Stadttheaters und Tanzspezialistin bei Pro Helvetia) sowie Christian Spuck (Leiter des Züricher Balletts). ks

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