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Erster Auswärtssieg der Freiburger

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Erster Auswärtssieg der Freiburger

Gottéron gewinnt in Kloten das Spiel der «Keller-Teams»

Im Duell der beiden NLA-Kellerkinder vor 3370 Zuschauer im Schluefweg schlug Gottéron die Kloten Flyers 5:2 und holte damit seinen ersten Auswärtssieg in dieser Saison. Nati-Stürmer und Goldhelm Valentin Wirz (23) ebnete den Gästen mit zwei Powerplaytoren den Weg zum Sieg. Neu leuchtet jetzt die rote Laterne bei den schwachen Fliegern.

Von KURT MING

Kloten Flyers gegen Gottéron war der Match der beiden Tabellenletzten nach sieben Runden, oder etwas überspitzt gesagt: Das Spiel Not gegen Elend. Um es vorwegzunehmen, die Freiburger waren in diesem Match zweier alter Playoff-Rivalen das bessere Team. Angetrieben von einem immer stärker werdenden Valentin Wirz, kehrten die Gäste den Match trotz eines 1:0-Rückstandes in den Schlussminuten des ersten Drittels mit zwei Treffern. Erstmals in dieser Saison stellte der HCF auch das bessere Ausländerquartett. Hentunen schoss dabei nach 18 Minuten das so wichtige Ausgleichstor zum 1:1, und seine beiden nordischen Mitspieler Karlberg und Rhodin konnten sich gegenüber den letzten Partien ebenfalls steigern.

Endlich ein Hentunen-Tor

Eines muss jedoch fairerweise auch gesagt werden: Auf ein so schwaches Kloten sind die Drachen seit Jahren nie mehr getroffen. Die Zürcher unter Trainer Jursinow sind im Moment nur noch ein Schatten früherer Tage.

Ausgerechnet dem zuletzt bös kritisierten Jukka Hentunen gelang gestern im grossen Finnenduell mit Kimmo Rintanen sein erstes Goal, und irgendwie löste dieser Treffer bei der Nummer 24 einen dicken Knoten. Zusammen mit Karlberg spielte er bis zum Spielende eine Klasse besser als zuletzt. Rintanen seinerseits war fürs Auge vielleicht noch eine Spur gefälliger, konnte aber zusammen mit dem erstmals spielenden Center Steve Guolla nicht genügend Punkte für einen Sieg holen. Vorweg im Überzahlspiel hatte der HCF Vorteile. Wirz, der in diesen Spielphasen mit den vier Ausländern aufs Eis kam, buchte zwei weitere Tore und bleibt natürlich so Key-Player der Drachen. Der Internationale gab aber die Blumen sofort weiter: «Klar bin ich zufrieden, meinem Team mit den zwei Toren geholfen zu haben. Aber wichtig war die Mannschaftsleistung. Wir liessen den Klotenern wenig Raum für ihre gefährlichen Konter, das war der Weg zum Sieg.»

Dabei hatte der Match für die Gäste alles andere als gut begonnen. Das rasche Führungstor durch den Youngster Bühler und ein starkes erstes Drittel der Flieger liessen nichts Gutes ahnen. Aber in der Schlussphase des ersten Drittels konnte Gottéron den Match mit zwei Toren in andere Bahnen lenken.

Für Doppeltorschütze Wirz könnte dieser Sieg ein Meilenstein in eine bessere Zukunft sein. Einmal mehr hat Gottéron gezeigt, dass es nach Rückschlägen aufstehen kann. Auch wenn im mager besetzten Schluefweg noch lange nicht alles Gold war, was im Schlussresultat glänzte, so hat die Mannschaft gezeigt, dass zumindest Einstellung und Kampfgeist stimmen.

Kloten so schwach

Spätestens mit der baldigen Rückkehr von Gil Montandon sollten im Angriff die Kräfte noch besser verteilt werden können, denn auch diesmal spielte man zwei Drittel lang nur mit drei Blöcken.

So schwach haben langjährige Kenner der Hockeyszene die Kloten Flyers kaum einmal gesehen. Klar, gestern fehlten Coach Jursinow erneut ein halbes Dutzend Spieler, aber die Ausgabe 2004/05 ist nur noch ein Schatten früherer goldener Zeiten. Dies ist auch Captain Marc Reichert nicht verborgen geblieben: «Nach einem guten Start haben wir plötzlich den Faden verloren und Freiburg richtiggehend aufgebaut. Aber bei uns ist das Selbstvertrauen im Moment eben auch nicht gross. Wir liefen Gottéron trotz vieler guter Chancen förmlich in den Hammer.»
Kloten – Gottéron 2:5 (1:2, 0:2, 1:1)

Schluefweg: 3370 Zuschauer. SR Bertolotti, Kehrli/Lombardi. Tore: 5. Bühler (Brunold) 1:0; 18. Hentunen (Howald) 1:1; 20. (19.34) Plüss (Karlberg) 1:2; 21. (20.30) Karlberg (Rhodin) 1:3; 32. Wirz (Hentunen/Ausschluss Pittis) 1:4; 44. Guolla (Rintanen) 2:4; 57. Wirz (Rhodin/Ausschluss Seydoux) 2:5.
Kloten Flyers: Stephan; Pollock, Seydoux; Helbling, Blindenbacher; Gossweiler, Meichtry; Schulthess; Reichert, Guolla, Rintanen; Lindemann, Pittis, Lemm; Bühler, Brunold, Kostovic; Simek, Stanescu.
Freiburg/Gottéron: Mona; Lintner, Rhodin; Gerber, Studer; Birbaum, Marquis; Haldimann, Berger; Hentunen, Karlberg, Plüss; Sprunger, Wirz, Berthoud; Schneider, Schümperli, Howald; Zbinden, Vauclair, Sassi.
Strafen: je 5×2 Minuten. Bemerkungen: Kloten ohne Bärtschi, Ehrensperger, Guignard, Hofer, Klöti, Peter (alle verletzt), Rieder (krank). – Gottéron ohne Montandon (verletzt); Vauclair ab dem 2. Drittel anstelle von Berthoud im Schümperli-Sturm. – Wahl zu den besten Spielern: Rintanen, Hentunen.
Um die Wette gestrahlt

Gottérons Trainer Evgeny Popichin und Direktor Roland von Mentlen strahlten nach diesem Sieg verständlicherweise um die Wette. Popichin sah im Klotenmatch ein Fortsetzung der Steigerung vom Samstag: «Schon gegen Zug haben wir nicht schlecht gespielt, heute Abend haben wir unsere Chancen besser verwertet. Und ich bin froh, dass jetzt der viel kritisierte Hentunen die Antwort auf dem Eis gegeben hat.» Für Roland von Mentlen war dieser nicht unbedingt erwartete Sieg ein Frage der Einstellung: «Heute gingen die Spieler dorthin, wo es wehtut. Das ist eben der Preis für die zwei Punkte. In der Kabine haben wir drei Angeschlagene, aber der Erfolg heilt bekanntlich Wunden.» Nach den guten Trainings am Montag und heute Morgen hatte Popichin ein gutes Gefühl: «Meine Mannschaft hat gezeigt, dass wir noch leben. Wir haben immer positiv gedacht und wurden dafür belohnt.» mi

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