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Erster Matchball für die Power Cats

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Volley Düdingen hat den Schock über das brutale Scheitern im Playoff-Halbfinal gegen Aesch-Pfeffingen offensichtlich gut überwunden. Im ersten Spiel um den Bronzeplatz setzten sich die Power Cats am Samstag bei Kanti Schaffhausen mit 3:2 durch und bewiesen dabei Nervenstärke. Nach zwei Satzgewinnen sahen sie bereits wie der sichere Sieger aus, ehe Schaffhausen aufkam und noch ein Tiebreak erzwingen konnte. In diesem lag Düdingen 9:12 und 11:13 in Rückstand, behielt aber einen kühlen Kopf und sorgte mit vier Punkten in Serie für ein Happy End.

Düdingen hat nun bei zwei Heimspielen die Chance, sich mit einem zweiten Sieg in der Best-of-3-Serie die Bronzemedaille zu sichern. Dass die ursprünglich auf kommenden Samstag terminierte zweite Playoff-Partie auf heute Mittwoch vorgezogen wurde, weil am Wochenende in der Leimackerhalle die Schweizer Volleyballmeisterschaften der U 13 stattfinden, ist sicherlich kein Nachteil für die Power Cats. Denn unter der Woche reisen zu müssen, ist selten ein Vorteil für das Gästeteam.

Granvorka und Deprati einsatzfähig

Insgesamt waren die Düdingerinnen unter der Regie der konstant spielenden Passeuse Kristel Marbach am Samstag eine Spur ausgeglichener besetzt als Kanti. Das Nachlassen nach der Zwei-Satz-Führung war in erster Linie auf den verletzungsbedingten Ausfall von Inès Granvorka zu Beginn des dritten Durchgangs zurückzuführen. Die Düdinger Aussenangreiferin hatte sich bei einer Abwehraktion den Knöchel verdreht. Nach einer kurzen Pflegepause konnte die 26-Jährige zwar wieder mittun, sie erreichte aber nicht mehr hundert Prozent ihrer gewohnten Leistung. «Ihr Ausfall hat das Team aus dem Rhythmus geworfen», sagt Trainer Dario Bettello. «Wir behandeln den Fuss von Inès zurzeit intensiv.» Er gehe davon aus, dass sie für das heutige Spiel wieder voll einsatzfähig sei.

Gleiches gilt gemäss Bettello auch für Thays Deprati. Die Libera hatte sich am Samstag beim Aufwärmen ebenfalls den Fuss verdreht, konnte aber dennoch die ganze Partie durchspielen. «Thays hat eine sehr starke Leistung gezeigt. Ihr Fuss hat sie zum Glück nicht übermässig handicapiert. Die Verletzungen von Thays und Inès waren mehr für den Kopf der Mitspielerinnen ein Problem als für sie selber.»

Düdingens Heimstärke

Im Angriff und in der Verteidigung haben die Power Cats leichte Vorteile gegenüber Schaffhausen. Mit 3:0 und 3:1 haben sie ihre bisherigen Heimspiele gegen das Team von Nicki Neubauer gewonnen. Überhaupt hat sich Düdingen in dieser Saison sehr heimstark präsentiert und von seinen 16 Auftritten in der Leimackerhalle nur einen einzigen verloren (1:3 gegen Aesch). Diese Heimstärke will Dario Bettello auch heute wieder in die Waagschale werfen. «Wir wollen die Serie heute entscheiden und uns die Bronzemedaille sichern. Ein drittes Spiel wollen wir möglichst vermeiden, damit das Team in die Pause gehen kann. Im Mai beginnen wir bereits wieder mit dem Aufbautraining für nächste Saison, und es wäre gut, wenn wir vorher noch zwei Wochen Ferien geniessen könnten.»

Für Düdingen wäre es das zweite Mal in seiner zehnjährigen NLA-Geschichte, dass es die Meisterschaft auf dem dritten Rang beenden würde. Vor ziemlich genau zwei Jahren – am 16. April 2016 – haben sich die Power Cats mit einem 3:2-Erfolg über Franches-Montagnes erstmals Bronze geholt.

Mentale Schwäche

Edelmetall gewinnen würde im Prinzip gerne auch Nicki Neubauer, der langjährige Düdinger Trainer und der jetzige Headcoach von Kanti Schaffhausen. «Nach der unnötigen 2:3-Heimniederlage im ersten Spiel müssen wir nun zweimal auswärts gewinnen. Dadurch ist die Aufgabe natürlich nicht leichter geworden», sagt der 40-Jährige. «Wir haben einige Zeit gebraucht, um diesen Dämpfer zu verarbeiten. Nun wollen wir versuchen, die Serie noch herumzureissen.»

Dass Schaffhausen durchaus fähig ist, eine Serie zu drehen, hat es im Viertelfinal bewiesen. Gegen Neuenburg lag Kanti ebenfalls mit 0:1 im Rückstand, ehe es dank zwei Auswärtssiegen doch noch den Einzug in den Halbfinal schaffte. «Düdingen hat in dieser Saison schon einige Male offenbart, dass es mental nicht so stabil ist, als es trotz spielerischer Überlegenheit um den Sieg zittern musste. Das wollen wir ausnutzen», sagt Neubauer. Dazu müsse man an die Leistungen vom dritten und vierten Satz des letzten Spiels anknüpfen. «Da haben wir im Service sehr viel Druck aufgebaut und Düdingen in Bedrängnis gebracht. Kristel Marbach musste am Zuspiel grosse Wege gehen.»

Auch wenn seinem Team der Exploit gegen Düdingen nicht gelingen würde: Neubauer spricht von einer «riesenstarken» Saison. «Mit neun neuen Spielerinnen und mit mir als neuem Trainer hat Schaffhausen im Sommer quasi einen Neuanfang gemacht. Unser Ziel war ein Platz unter den ersten vier, das haben wir geschafft», sagt Neubauer. «Nach dem Out im Halbfinal merkt man schon, dass bei den Spielerinnen die ganz grosse Freude fehlt und die Motivation für das Duell um Platz drei mässig ist. Ob du Dritter oder Vierter wirst, ist im Grunde unbedeutend. Was zählt, ist der Titel, an den Drittplatzierten erinnert sich schon morgen keiner mehr. Ich glaube, es würde sich lohnen, mal darüber nachzudenken, ob unser Modus mit den Platzierungsspielen sinnvoll ist.»

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