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Erwachsene zieht es in die Berufsschule

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9377 Personen sind derzeit im Kanton Freiburg für eine berufliche Grundbildung registriert. Dies entspricht einem leichten Rückgang von 1,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr; das Amt für Berufsbildung spricht in einer Medienmitteilung von einer Stabilisierung. Diese dürfte sich auch über die kommenden Jahre fortsetzen, da die Altersgruppe der heute 10- bis 14-Jährigen eher geburtenschwächere Jahrgänge umfasst.

Hingegen vermeldet das Amt für Berufsbildung einen deutlichen Anstieg an Erwachsenen an der Berufsfachschule. Es seien erstmals mehr als 400, und diese Zunahme trage dazu bei, den Fachkräftemangel zu bekämpfen, heisst es in der Mitteilung. Ein Viertel der 9377 beim Amt für Berufsbildung registrierten Personen ist jünger als 17,3 Jahre, ein Viertel ist älter als 20,6 Jahre, und 189 Personen sind über 40 Jahre alt. Über 40-Jährige waren es im Vorjahr nur 163.

Motivierte Vorbilder

«Die Erwachsenen sind oft besonders motiviert und sind in der Berufsschule häufig ein gutes Beispiel für Jüngere», so Christophe Nydegger, Dienstchef des Amts für Berufsbildung, auf Anfrage der FN.

Während in anderen Kantonen mit den Erwachsenen zum Teil eigene Klassen gebildet werden, vermischen sie sich in Freiburg mit den jüngeren Auszubildenden. Setzt sich der Trend hin zu mehr Erwachsenen fort, seien aber auch Kurse am Abend oder am Samstagmorgen zu prüfen, erklärt ­Nydegger.

Wie der Dienstchef sagt, sei es das Ziel der Schweizer Berufsbildung, dass möglichst jede Person im erwerbsfähigen Alter ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis hat. Bei rund 400 000 Personen sei dies aber nicht der Fall. Genau solche Personen möchte die Berufsberatung vermehrt ansprechen.

Typische Lehrlinge sind die Erwachsenen aber nicht. Wie Nydegger ausführt, sind sie oft schon mehrere Jahre in einem Betrieb tätig und holen nun den schulischen Teil der Ausbildung nach. 40-Jährige müssten sich deshalb in der Regel auch nicht mit einem Lehrlingslohn zufriedengeben.

Gemäss der Statistik des Amts für Berufsbildung durchlaufen 407 Personen, zumeist Erwachsene, ein besonderes Verfahren. Oft sind sie Hörer an der Berufsschule und bereiten sich auf eine Prüfung vor, oder sie erarbeiten sich ein Portfolio zur Anerkennung der Bildungsleistungen. Beide Verfahren führen gemäss Nydegger zum eidgenössischen Fähigkeitszeugnis.

Rückgang auf dem Bau

Wie das Amt weiter mitteilt, ist die zwei-, drei- oder vierjährige Lehre weiterhin die häufigste Ausbildungsform. 1387 Personen besuchen den Berufsmaturitätsunterricht. Der Bereich «Industrie, Technik, Informatik» erfährt eine stetige Steigerung auf mittlerweile 29,3 Prozent, während der Anteil im Baugewerbe erstmals unter 20 Prozent fällt. Der Anteil der Deutschsprachigen nimmt leicht ab und liegt unter dem Anteil der Deutschsprachigen an der Kantonsbevölkerung. Die Gesamtzahl der Bildungsbetriebe bleibt mit 2418 praktisch unverändert.

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