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«Es braucht einen Marktplatz für Innovation»

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Autor: URS HAENNI

Vaulruz «Ich habe noch nichts gemacht», sagte Jean-Luc Mossier gleich zu Beginn seiner Rede an der Generalversammlung von Fri Up. Enttäuscht wurden so all diejenigen, die erwartet hatten, der neue Direktor der Freiburger Wirtschaftsförderung würde nach 80 Tagen bereits eine Art Bilanz seiner ersten 100 Tage im Amt präsentieren.

Nein, Mossier, der an der Versammlung gleich in den Vorstand des Vereins gewählt wurde, stellte sich erst einmal vor, liess die Zuhörer an seinen Erfahrungen teilhaben und erzählte dann von dem, was in den nächsten Jahren auf den Wirtschaftsstandort Freiburg zukommt.

«Ich hätte dieses Amt in keinem anderen Westschweizer Kanton angenommen», so Mossier. Er erkennt momentan in Freiburg eine ähnliche Ausgangslage, wie er sie vor einem Dutzend Jahren als Direktor des damals neuen Wissenschaftsparks der ETH Lausanne erlebte: «Plötzlich waren viel Geld und zahlreiche Geldgeber da, man begann über Projekte und Visionen zu reden, und alles geriet in Bewegung.» Genau dies glaubt er jetzt auch auf der Perolles-Ebene mit dem geplanten Technologiepark auf dem Cardinal-Areal zu erleben.

Jeder Westschweizer Kanton habe etwas, das ihn von den anderen abhebt. Nur Freiburg habe bisher nichts, das hier deutlich besser und anders gemacht wird als anderswo. Man sei Generalist geblieben. Jetzt aber komme ein Technologiepark mit Anbindung an die Eisenbahn, mitten im Stadtzentrum, der CO2-frei und energetisch gut integriert sein wird. «Das hat niemand sonst, und die anderen können das nicht mehr machen», sagte Mossier. «Freiburg hat alle Karten in der Hand, in den nächsten fünf Jahren etwas Neues, Besseres und Anderes zu bauen.

Der im Vivisbachbezirk ansässige Mossier ist der Überzeugung, dass man in nächster Zukunft für 600 Millionen Franken ein Projekt aufbauen kann, das es nirgendwo sonst in der Romandie gibt. Dabei könne Freiburg die Vorteile des Kleinen einbringen: Flexibilität, Mobilität und Schnelligkeit.

«Es braucht einen Marktplatz für Innovation», meint Mossier, und er sieht diesen im «quartier d’idées» auf der Perolles-Ebene entstehen.

Diese Worte waren Musik in den Ohren der Mitglieder von Fri Up, denn die Unterstützung von Innovation in Form von Start-up-Unternehmen gehört genau zum Tätigkeitsgebiet des Vereins. Er bietet bestehenden und neu gegründeten KMU Unterstützung an, und er stellt im Rahmen der Neuen Regionalpolitik (NRP) auch eine Plattform zur geschäftlichen Innovation zur Verfügung. Wie Präsident Pierre Esseiva in seinem Jahresbericht vermerkt, hat Fri Up dank der Umsetzung der NRP Fortschritte beim Bekanntheitsgrad und in der Partner- und Kundenbindung erzielt.

16 Firmen gegründet

Ein Technologiepark in Freiburg würde die Gründung weiterer Start-ups fördern, was ganz im Sinne des Vereins als Start-up-Beschleuniger wäre.

Gemäss dem Jahresbericht von Fri-Up-Direktor Olivier Allaman habe die Organisation letztes Jahr 92 Gesuche von 54 bereits etablierten Firmen beantwortet. 79 Eingaben von Projektträgern wurden behandelt. Als Resultat entstanden 16 neue Unternehmen. 36 Projekte, die zu einer Unternehmensgründung führen könnten, erhielten die Unterstützung von Fri Up.

Als Direktor des Amtes für Wirtschaftsförderung ist Jean-Luc Mossier auch Vorstandsmitglied von Fri Up.Bild Charles Ellena/a

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