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Es brennt oft im Kanton Freiburg

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Es brennt oft im Kanton Freiburg

Bisher 15 Grossbrände im zu Ende gehenden Jahr 2003

In «normalen» Jahren beträgt die Schadensumme, die durch Brände verursacht wird, zehn bis zwölf Millionen Franken. In diesem Jahr hat sie bereits 17,8 Millionen erreicht, womit Freiburg als Kanton mit der höchsten Schadenquote in die Geschichte eingehen wird.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Im Jahre 1990 verursachte der Cremo-Brand allein einen Schaden von 40 Mio. Franken. 15 Mio. musste die Kantonale Gebäudeversicherung (KGV) übernehmen, für den Rest klopfte sie bei der Rückversicherung an. In diesem Jahr hatte die KGV zwar viele grössere Brände zu behandeln, doch waren die Schäden nicht so hoch, dass auf eine Rückversicherung zurückgegriffen werden konnte.

253 Brände durch Blitzschlag

Von den 502 Bränden dieses Jahres wurde die Hälfte (253) vom Blitzschlag verursacht. Mit einer Schadensumme von 2,26 Mio. Franken haben sie aber frankenmässig «bloss» 12,7 Prozent beansprucht. In 72 Brandfällen ist die Ursache auf nachlässiges und unvorsichtiges Handeln zurückzuführen, in 50 Fällen auf mangelhafte elektrische Installationen. Kaminbrände und defekte thermische Einrichtungen haben in 77 Fällen einen Brand ausgelöst, und 7-mal kam es zu einer Explosion.

KGV-Direktor Pierre Ecoffey konnte am Dienstag an der jährlichen Pressekonferenz feststellen, dass die Ursachen auf den Gebieten Elektrizität, Blitz, Heizungen und Unvorsichtigkeit leicht rückläufig sind. Seiner Ansicht nach sind die zahlreichen Verhütungs- und Informationskampagnen der KGV auf diesem Gebiet nicht ganz erfolglos geblieben.

Teurer Hagelschlag
im Schwarzseetal

Nicht nur das Feuer hat Schäden angerichtet, auch der Wind und der Hagel haben vielen Häusern zugesetzt. «Mit fünf Millionen Franken sind auch die Entschädigungen für die Elementarschäden höher als der Durchschnitt der letzten drei Jahre», musste Ecoffey mitteilen. Diese Schäden sind hauptsächlich durch den Orkan vom 2. Januar und durch heftige Gewitter im Juli und August sowie durch das schwere Hagelgewitter vom 12. Juni im Schwarzseetal entstanden. «Kaum ein Chalet blieb in dieser Gegend verschont», fügte er bei.

Die KGV ist ebenfalls an der Brandverhütung und Brandbekämpfung interessiert und subventioniert dabei geeignete Massnahmen. «Soeben hat die KGV die Anschaffung von sieben ultramodernen Tanklösch-Fahrzeugen für die sieben Stützpunkte des Kantons beschlossen», betonte Ecoffey. Er wies darauf hin, dass sich die Investition auf zirka sechs Millionen belaufen wird. Nach seinen Worten werden die Fahrzeuge das Feuer mit weniger Wasser, dafür mit mehr Luft und Schaum bekämpfen, womit auch die Wasserschäden geringer sein werden.
Ecoffey konnte am Dienstag auch mit «guten Nachrichten» aufwarten, wie er selber sagte. Die KGV mit einem Prämienvolumen von rund 36 Millionen musste in diesem Jahr hohe Entschädigungen entrichten und bedeutende Subventionen ausschütten. Und auch die tiefen Zinsen und Aktienkursen haben die Finanzerträge (Reserven von 200 Mio.) nicht in die Höhe schnellen lassen. «Dennoch werden die Prämiensätze für das Jahr 2004 gleich bleiben wie für 2003», verkündete er mit Stolz. Und auch der Versicherungswert der Gebäude werde nicht der Teuerung angepasst. «Seit 1980 sind die Prämien nicht mehr erhöht worden, im Gegenteil, seither wurden sie in absoluten Zahlen um 45 Prozent gesenkt», ergänzte er.
Ecoffey wies auch darauf hin, dass allen Primarschulklassen des Kantons ein pädagogisches Lehrmittel zum Thema «Feuer – Faszination und Gefahr» geschenkt worden sei. Damit soll die Jugend auch auf die Gefahren aufmerksam gemacht werden, welche in diesem faszinierenden Element stecken.

Zufriedene KGV-Kunden
Mit Stolz konnte Ecoffey auch festhalten, dass die 50 000 Kunden mit der Iso-zertifizierten KGV sehr zufrieden sind. Er stützte sich bei dieser Aussage auf eine Umfrage, welche das spezialisierte GfK-Institut in Hergiswil bei 1400 Kunden durchgeführt hat. «82 Prozent der befragten Personen gaben an, grosses Vertrauen in die KGV Freiburg zu haben», liess er verlauten und rief in Erinnerung, dass nur 64 Prozent der Kunden den Versicherungen im Allgemeinen ihr volles Vertrauen schenken.
Der Freiburger Immobilienpark kannte in den letzten 25 Jahren ein rasantes Wachstum. Er stieg um 36 000 Einheiten an. Am 26. Juni konnte die KGV das 100 000. Gebäude versichern.

Adrian und Rita Bucher, Ponthaux, heissen die Besitzer des 100 000. Gebäudes, das die Kantonale Gebäudeversicherung (KGV) versichern konnte. Direktor Pierre Ecoffey konnte am Dienstag der vierköpfigen Familie Bucher einen Bon für eine Fahrt mit dem Heissluftballon überreichen. Und im Jahr 2004 haben sie keine Prämie für ihr neues Eigenheim zu bezahlen.

Versicherungswert 60 Milliarden

Nicht nur die Zahl der Häuser, auch deren Versicherungswert ist in den letzten Jahren stark angestiegen. Im Jahr 1978 betrug er 12,5 Milliarden Franken, im Jahr 2003 kletterte er auf 60 Milliarden, wie Ecoffey mitteilte.

Fast alle Häuser, welche sich auf Freiburger Boden befinden, sind bei der KGV gegen Feuer und Elementarschäden versichert, da diese Versicherung bekanntlich obligatorisch ist und die KGV ein Monopol besitzt. Laut Ecoffey gibt es aber einige wenige Ausnahmen (z. B. Häuser, die der Armee gehören). Rund 20 Gebäude sind aber nicht (mehr) versichert, weil sie trotz Mahnungen nicht instandgestellt wurden und ihr Brandrisiko zu hoch ist.
Ecoffey rief bei dieser Gelegenheit auch in Erinnerung, dass die meisten Häuser in der zweiten Prämienklasse eingereiht sind. Es handelt sich dabei um Gebäude, die grossmehrheitlich aus Beton gebaut wurden und nur wenig Holz (Dach) aufweisen. Für diese Art von Häusern müssen deren Besitzer eine Prämie von 55 Rappen pro 1000 Franken Versicherungssumme bezahlen.
Bei Gebäuden ohne Holz sind es 45 Rappen, bei jenen mit brennbaren Materialien (Bauernhäuser usw.) 65 Rappen. az

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