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«Es gibt sehr wohl einen Plan B»

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Wenn der Freiburger Bundesrat Alain Berset dem Stimmvolk empfiehlt, am 24. September ein Ja in die Urne zu legen, so plädiert ein Freiburger Komitee «gegen die Rentenreform» für ein zweifaches Nein. Nach Ansicht des VPOD-Regionalsekretärs Gaétan Zurkinden gibt es sehr wohl einen Plan B, wie er gestern im Namen des Komitees ausführte, auch wenn Berset das Gegenteil behaupte. Dem Nein-Komitee gehören nebst dem Verband des Personals Öffentlicher Dienste (VPOD) Sektion Freiburg auch die Jung-Sozialisten (Juso) Freiburgs, die Organisation «SolidaritéS» sowie die Freiburger Künstler-Partei an.

«Die Linke kann siegen»

Kein Verständnis dafür hat Gaétan Zurkinden, dass ausgerechnet linke Parteien und Gewerkschaften für ein Ja plädieren, zumal vor allem die Frauen und die Rentner als Verlierer dieser Reform hervorgehen würden. Seiner Ansicht nach gibt es sehr wohl einen Plan B, wenn die Reform am 24. September abgelehnt werde. «Wir müssen die AHV stärken», sagte er und sprach sich für eine zehnprozentige Erhöhung aus. «Das Geld ist vorhanden», gab er sich überzeugt und wies darauf hin, dass die AHV im Jahre 2016 einen Überschuss von 436 Millionen Franken erzielt habe und sich ihre Reserven auf 44 Milliarden Franken belaufen. «Das Argument der leeren Kassen ist rein politischer Natur», hielt er fest und erinnerte daran, dass schon seit Jahren die Zukunft der AHV schwarzgemalt werde. Zudem wies es darauf hin, dass die Versicherungen im Jahre 2015 600 Millionen Franken mehr Gewinn aufgrund der Platzierung ihrer Gelder in die zweite Säule erzielt haben. Weiter kann er nicht begreifen, weshalb die Dividenden der Aktionäre nicht der AHV unterstellt würden. «Bei einem Ansatz von 8,4 Prozent auf 47 Milliarden Franken würden jährlich 4,2 Milliarden mehr in die AHV-Kasse fliessen», sagte er. «Wenn die Linke zusammenspannt, können wir siegen», wehrte er sich gegen Argumente, wonach seine Ideen nicht machbar seien.

«Reform der Bürgerlichen»

Für VPOD-Regionalsekretärin Catherine Friedli ist die Rentenreform eine Reform der Bürgerlichen, die sich für die Anhebung des Frauen-Rentenalters auf 65 und die Senkung des Umwandlungssatzes bei den Pensionskassen von 6,8 auf 6 Prozent einsetzen. «Bundesrat Berset hat eingestanden, dass diese Reform Elemente enthält, die von der FDP und der Wirtschaft verlangt werden», sagte sie. «Nur wegen der Erhöhung der AHV-Renten um 70 Franken hat die SP und der Gewerkschaftsbund diese Pille geschluckt.»

Wyna Giller von der Organisation «SolidaritéS» wehrte sich gegen die Erhöhung des Rentenalters der Frauen, die wegen der Lohndifferenz zu den Männern sowieso benachteiligt seien. «Mit 64 in die Rente zu gehen, ist kein Luxus», meinte die 58-jährige Irène Zurkinden als Angestellte eines Pflegeheims. «Ein Jahr länger von der Rente zu profitieren, das zählt.

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