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«Es hat einfach Klick gemacht»

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«Ich denke, dass Sandro die angenehme Überraschung dieser Saison werden kann», erklärte Julien Sprunger vor dem Start der Meisterschaft. Überhaupt zeigte sich der Gottéron-Captain vom erst 20 Jahre alten Teamkollegen schwer beeindruckt – nicht nur sportlich, insbesondere auch menschlich. «Er ist clever und nimmt Schritt für Schritt, ohne etwas zu überstürzen. Kommt hinzu, dass er liebenswert ist.» Es ist selbstredend noch zu früh, um abzusehen, ob Schmid tatsächlich der Überflieger der Saison wird. Der Start in das Championat ist dem Murtner aber jedenfalls gelungen. Nach zwei Partien führt Schmid mit zwei Toren und einem Assist die interne Skorerliste an – und trägt deshalb heute in Biel erstmals in seiner noch jungen Karriere das Trikot des Topskorers. «Es ist schon komisch. Als Kind träumst du davon, dieses Trikot zu tragen. Und wenn du es dann hast, ist es irgendwie keine grosse Sache», sagt Schmid in gewohnt bescheidener Manier. Es mache zwar Freude, ändere an seiner Einstellung aber nichts. «Klar versuche ich, so gut es geht zu spielen und jeder Skorerpunkt ist ein Plus, aber es ist nicht mein Ziel, das Trikot so lange wie möglich zu behalten.»

Lieber auf der Centerposition

In erster Linie sieht er sich als Teamsportler. «Und als solcher willst du siegen.» Deshalb sei er nach der 2:5-Niederlage in Zürich vom letzten Freitag zuerst enttäuscht gewesen – trotz seinem Doppelpack. «Klar musst du auch auf die eigene Leistung schauen. Aber es gibt Spiele, in denen du zwar zweimal triffst, dich jedoch nicht wirklich gut fühlst. Und dann gibt es wiederum Partien, in welchen du gut spielst, aber keine Punkte erzielst. Es ist immer die Frage, wie du deine eigene Leistung wahrnimmst. Trotzdem haben mir die ersten beiden Spiele Selbstvertrauen gegeben.»

Der überzeugende Start in die Saison von Sandro Schmid erstaunt insofern wenig, da er bereits in der Vorbereitung der beste Punktesammler der Freiburger war. Rasch einmal wurde ersichtlich, dass er zusammen mit Yannick Herren und Chris DiDomenico eine harmonisches Linie bilden wird. «Es hat einfach Klick gemacht. Herren und DiDomenico sind technisch starke Spieler und beide können das Spiel gut lesen», erklärt Schmid. «Ich bin zusätzlich für die defensive Stabilität zuständig. Es ist ein guter Mix.» Er könne in der Offensive etwas kreieren und gleichzeitig solid verteidigen, fasst Schmid zusammen, was ihn zurzeit so stark mache.

Dass er auf der Centerposition spielen kann, nachdem er in der letzten Saison oft als Flügelstürmer eingesetzt wurde, kommt ihm überdies zupass. «Ich fühle mich grundsätzlich im Zentrum besser aufgehoben. Und mit diesen beiden Flügeln macht es umso mehr Freude.» Zum Job des Centers gehört, die Bullys zu gewinnen. Auch diese Aufgabe löste Schmid mit einer Erfolgsquote von 59 Prozent gut (Nummer 3 der Liga). «Ehrlich gesagt weiss ich nicht, ob diese Statistik so stimmt», schmunzelt der Freiburger. Er habe jedenfalls nicht den Eindruck gehabt, am Bully wirklich reüssiert zu haben. «Aber ich weiss natürlich, dass es wichtig ist, die Anspiele zu gewinnen. Es ist immer einfacher, mit Puckbesitz zu beginnen. Die Bullys zu gewinnen, liegt in meiner Verantwortung.»

Christian Dubés Lob

Obwohl erst 20 Jahre alt, scheint Schmid mit der Erwartungshaltung an seine Person keine Mühe zu haben. «Ich fühle keinen Druck. Wenn überhaupt, dann mach ich mir den selber. Ich will Leistung zeigen, mich verbessern. Ich weiss, was ich kann, und der Trainer weiss, was er von mir erwarten kann. Ich trainiere einfach so gut wie nur möglich und spiele so gut es geht.» Es ist diese Mentalität, die Trainer Christian Dubé am Youngster zu schätzen weiss. «Diese Attitüde zeichnet Sandro aus. Von allen arbeitet er am härtesten. Es ist traumhaft, einen solchen Spieler zu coachen.»

Dass Schmid das Talent mitbringt, um zu einem Schlüsselspieler in dieser Liga zu reifen, hat er längst unter Beweis gestellt. Den Ende Saison auslaufenden Vertrag von Schmid vorzeitig zu verlängern, geniesst deshalb in Dubés Funktion als Gottérons Sportdirektor Priorität. «Natürlich ist Sandro auch für andere Vereine eine interessante Personalie. Aber er weiss, was er hier hat», zeigt sich Dubé zuversichtlich für die Verhandlungen, die laut seiner Aussage demnächst aufgenommen werden sollen. Nicht ganz so eilig scheint es mit den Diskussionen derweil Schmid zu haben. «Klar wird mein Vertrag früher oder später zum Thema werden. Jetzt aber konzentriere ich mich auf heute und morgen. Ich denke nicht zu weit voraus.»

Vorschau

Gottéron in Biel ohne Desharnais

Im zweiten Auswärtsspiel der Saison in Biel muss Gottéron heute ohne Verteidiger Marc Abplanalp (Schulter) sowie die Stürmer David Desharnais (Bein) und Gaétan Jobin auskommen. Der Ausfall von Center Desharnais hat einige Umstellungen in der Aufstellung zur Folge. Für den Kanadier rückt der schwedische Flügel Daniel Brodin ins Lineup, nachdem er die ersten zwei Partien von der Tribüne aus beobachten musste. Der Energiespieler stürmt neben Landsmann Viktor Stalberg und Center Nathan Marchon. «Ich habe Vertrauen in Nathans Defensivarbeit, zudem ist er schnell», sagt Dubé. Vom Flügel zurück ins Zentrum rückt Andrei Bykow, der versuchen wird, Killian Mottet und Julien Sprunger mit Pucks zu füttern. «Ich hoffe, dass Killian und Julien an der Seite von Andrei wieder ihr bestes Niveau finden.» Überhaupt erwartet Dubé von einigen Stürmern eine Steigerung, nachdem bisher nur die Linie mit Sandro Schmid, Yannick Herren und Chris DiDomenico auf Touren kam.

Gegen Biel, das erst ein Spiel bestritten hat und Lausanne zu Hause beim 6:0-Sieg dominierte, erwartet Dubé jedoch auch in der Defensive höchste Konzentration. «Wir müssen hinten bereit sein und nicht Hurra-Hockey spielen wollen. Was Lausanne passiert ist, soll uns eine Warnung sein. Ich erwarte Effizienz statt Spektakel.»

fs

Heute spielen (19.45 Uhr): Ambri – Lakers. Bern – Lausanne. Biel – Gottéron. Lugano – Zug. ZSC Lions – Servette.

Der heutige Gegner

Fakten zu Biel

• Goalie Joren van Pottelberghe tritt in Biel in grosse Fussstapfen und soll Jonas Hiller ersetzen. Der Auftakt gelang ihm mit dem Shutout gegen den LHC.

• Das Powerplay der Seeländer läuft. Vier der sechs erzielten Tore fielen in Überzahl.

• Gecoacht werden die Bieler von Ex-Gottéron-Spieler Lars Leuenberger, der den an Krebs erkrankten Antti Törmänen vertritt.

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