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«Es herrscht Aufbruchstimmung»

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In einer Gemeinde mit gut 1000 Einwohnern – 1068, um genau zu sein – ist nicht alle Tage so viel in Bewegung wie zurzeit in Recht­halten. Dort gibt es am kommenden Samstag gleich drei Anlässe zu feiern (siehe Kasten links): Die neue Überbauung «Burg» wird offiziell eröffnet, der erweiterte Urnenfriedhof wird eingeweiht und auf dem neuen Spielplatz findet eine Besichtigung statt. Die grösste Veränderung für die Recht­haltner bringt die Überbauung «Burg» im Dorfzentrum mit sich. Sie schafft in insgesamt drei Gebäuden neuen Wohnraum und Gewerbeflächen. Die Gewerbeflächen befinden sich im Erdgeschoss des Hauptgebäudes direkt an der Kantonsstrasse. Dort eingezogen sind die Filiale der Raiffeisenbank Sense-Oberland sowie ein Lebensmittelgeschäft mit Bäckerei, Tea-Room und integrierter Postagentur. Der Laden mit all seinen zusätzlichen Funktionen wird von Rita Jungo-Schafer, deren Mann Charly und Tochter Claudia geführt. Die Familie Jungo hat im Gebäude auch eine Backstube eingerichtet, in der sie selber ans Werk geht.

Mit 100 000 Franken beteiligt

Für den Rechthaltner Ammann Marcel Kolly ist der Laden ein wichtiges Element im Ganzen. «Die neue Überbauung wird so zum Begegnungszentrum im Dorf», sagt er. Der Gemeinderat habe seit Projektbeginn die Meinung vertreten, dass dort längerfristig ein Laden hingehöre. Deshalb gründete die Gemeinde im September 2016 zusammen mit vier Partnern, darunter die Raiff­eisenbank Sense-Oberland, die Genossenschaft Burg, welche einen Teil der Gewerbeflächen kaufte. Die Gemeindeversammlung hatte die Beteiligung von 100 000 Franken Anfang 2016 genehmigt (die FN berichteten).

Schlafdorf-Gefahr?

Wäre Rechthalten ohne Einkaufsmöglichkeit zum Schlafdorf mutiert? «Zum Schlafdorf nicht gerade», winkt Kolly ab. Denn es laufe immer viel in Rechthalten, die Vereine seien aktiv. Und auch die Zukunft der Schule habe die Gemeinde mit dem Schulkreiszusammenschluss mit St. Ursen nun gesichert. Dennoch räumt er ein, dass man nie wisse, was mit einem Dorf passiere, wenn es nicht einmal mehr einen Laden oder eine Bankfiliale gebe. Deshalb sei es wichtig, dass die Bevölkerung sehe, dass in Rechthalten etwas gehe. «Es herrscht Aufbruchstimmung», sagt Marcel Kolly.

Der Einzug der Raiffeisenbank ins neue Gebäude habe bereits eine positive Entwicklung ausgelöst. In die ehemaligen Bank-Räumlichkeiten ist nun das Büro des 2. Forstkreises eingezogen. Dieser Forstkreis gehört dem kantonalen Amt für Wald, Wild und Fischerei an und hat auch Arbeitsplätze nach Rechthalten gebracht. Hingegen stehen das Gebäude, in dem die Filiale der Schweizerischen Post bisher untergebracht gewesen war, sowie das ehemalige Laden- und Bäckereilokal an der Kantonalstrasse noch leer.

Noch Wohnungen frei

Die Überbauung «Burg» schafft auch neuen Wohnraum. Die meisten der 22 Wohnungen, darunter sieben Eigentumswohnungen, sind vergeben. Je eine bis zwei 2,5-, 3,5- und 4,5-Zimmer-Wohnungen können noch gemietet werden. Diese zusätzlichen Wohnungen bringen Rechthalten aber keinen übertriebenen Wachstumsschub, erklärt Marcel Kolly. Die Bevölkerungszahl werde zwar wohl etwas ansteigen, doch könne Rechthalten dies vertragen, da die Anzahl der Einwohnerinnen und Einwohnern in den vergangenen Jahren tendenziell rückläufig gewesen sei.

Ziel von 1200 Einwohnern

Die Gemeinde hat sich eine längerfristige Zielgrösse von maximal 1200 Einwohnerinnen und Einwohner gesetzt. «Mehr würde keinen Sinn machen, dann müssten wir die Infrastruktur erweitern», sagt der Ammann. Und an eine Fusion mit anderen Gemeinden denke Rechthalten zurzeit nicht. «Im Moment ist die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinden gefragt», so Marcel Kolly.

«Die neue Überbauung wird zum Begegnungszentrum im Dorf.»

Marcel Kolly

Ammann von Rechthalten

Programm

Offizieller Teil, Apéro und Besichtigungen

Das Festprogramm in Rechthalten am kommenden Samstag, den 30. September, sieht folgendermassen aus: 9.30 Uhr Besichtigung des neuen Spielplatzes beim Gemeindehaus/Schulhaus; 10 Uhr Einweihung des Urnenfriedhofs bei der katholischen Kirche mit Einsegnung und Erläuterungen des Künstlers Fredy Peissard; 11 Uhr offizielle Eröffnung der Überbauung Burg mit verschiedenen Rednern; 11.30 Uhr Apéro mit Darbietungen der Musikgesellschaft Frohsinn Rechthalten; 12 Uhr Besichtigung der Bank, des Geschäftes mit Tea-Room sowie der Wohnungen.

ak

 

Rückblick

Burg, Bauernhof und nun eine Überbauung

Wo in Rechthalten heute die Überbauung «Burg» steht, stand ganz früher tatsächlich eine Burg, zuletzt war dort ein Bauernbetrieb angesiedelt. Die Aussiedlung dieses Bauernhofes ist in Rechthalten seit vielen Jahren ein Thema. Im Juni 2008 lehnte die Gemeindeversammlung den Kauf dieser Liegenschaft durch die Gemeinde ab. Später erwarb die Rappo Hoch-und Tiefbau AG die Liegenschaft und im Januar 2015 lag die Baubewilligung für das Projekt «Überbauung Burg» vor. Die Promotoren des Projekts sind die Plan-Bau Generalunternehmung AG und die Baeriswyl Architekten AG. Die Investition beläuft sich auf rund zehn Millionen Franken. Am 14. September 2016 hat die Gemeinde Rechthalten zusammen mit der Raiffeisenbank Sense-Oberland, mit der Plan-Bau AG Alterswil, mit Josef Vonlanthen aus Rechthalten (Praly AG) und mit Marcel Bächler aus Rechthalten die Genossenschaft Burg gegründet. Diese Genossenschaft verpachtet den Laden mit Tea-Room, Bäckerei und Postagentur, der sich im Erdgeschoss in einem der Gebäude der Überbauung befindet. Im August ist die Raiffeisenbank umgezogen und hat ihre Filiale in der «Burg» eröffnet. Anfang September wurde der Laden mit Tea-Room eröffnet. Seit dem 25. September ist dort auch eine Postagentur untergebracht (die FN berichteten).

ak

 

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