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«Es ist ein unbeschreibliches Gefühl»

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«Gut gemacht!», «Bravo!», «Gratuliere!»: Guido Jungo hatte gestern Nachmittag kaum Zeit für ein Interview: Alle wollten dem Schützenkönig des Feldschiessens 2014 in St. Silvester gratulieren, ihm auf die Schultern klopfen oder die Hand schütteln. Der 44-jährige Landwirt aus St. Ursen genoss die Aufmerksamkeit. «Es ist ein unbeschreibliches Gefühl», fasst er zusammen. Er musste lange warten und bangen, bis sein Sieg definitiv war. Denn bereits am Freitagabend um 20 Uhr hat er im neunten Block auf der vierten Scheibe seine 71 Punkte geschossen. Mit einem Dreier fing es an, wegen der Bise korrigierte er ein wenig und schoss dann 17 Mal in Folge vier Punkte.

Er habe weniger geübt als sonst, sagt Guido Jungo, nach seinem Erfolgsrezept befragt. «Am Ende ist es wohl das kleine Quäntchen Glück, damit im richtigen Moment alles passt.» Dass er an diesem Sonntag ein paar Runden ausgeben musste, störte ihn nicht. «Das gehört dazu. Man wird nur einmal im Leben Schützenkönig.»

Jungschützen betreut

Für Guido Jungo ist dieser Erfolg auch der Lohn für die zehn Jahre, in denen er in der Schützengesellschaft St. Ursen die Jungschützen betreut hat. Viele der 77 Nachwuchstalente, die er unter seinen Fittichen hatte, sind inzwischen selbst erfolgreiche Schützen geworden. Es ist ihm wichtig zu betonen, dass Schiessen ein Sport ist. «Wir schiessen nicht, weil es so schön knallt, sondern weil wir uns mit anderen im sportlichen Wettkampf messen wollen.» Mit Herumballern habe das nichts zu tun, betont er. Ihm gefalle am Feldschiessen das Zusammensein mit anderen Vereinen: «Eigentlich sind wir Konkurrenten, aber ausserhalb des Schiessstandes sind wir eine grosse Familie.»

Er sei überzeugt, dass der Schiesssport und das Feldschiessen eine gute Zukunft haben, sagt der Sensler Schützenkönig. «Es ist ein spezielles Fest, das Jung und Alt vereint. Man kommt zusammen zum Schiessen und Festen.» Obwohl so viele Waffen im Einsatz seien, passe jeder auf, damit nichts passiere.

Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl haben auch die Redner am Festbankett vom Sonntag unterstrichen. Otto Binz, Präsident des Schiesssportverbandes Sense oder «Schützepäpù», wie er innerhalb der Schützenfamilie genannt wird, hatte die Festgemeinde zu einem Geist der Offenheit und Zusammenarbeit aufgerufen. «Werden wir doch positiv und jammern wir nicht auf hohem Niveau», sagte er. Es sei nicht die Zeit, um wieder ein «Wändli ums Ländli» aufzurichten. Ständerat Urs Schwaller rief die Einmaligkeit des Feldschiessens in Erinnerung. Es sei in vielen Ländern undenkbar, dass sich so viele Leute unentgeltlich für einen solchen Grossanlass engagieren und dass sich so viele Schützen zu einem friedlichen Fest treffen und dafür das Gewehr von zu Hause mitnehmen. Er brach eine Lanze für die Armee: Für stabile Verhältnisse und Sicherheit, wie sie in der Schweiz herrschen, brauche es genügend Mittel, um die Soldaten auch richtig auszurüsten, sagt er.

Bilanz: 800 Helfer im Einsatz

F ür einmal hatte St. Silvester Wetterglück: Nach drei Austragungen des Feldschiessens nach 1964, 1982 und dem Jahr 2000 im Regen hatte Petrus dieses Jahr ein Einsehen mit den «Santifaschtlern». Vielleicht haben auch die Kerzen geholfen, die «Post-Zilly» extra dafür geopfert hatte. Sie ist eine der vielen Helferinnen und Helfer, die dazu beitragen haben, dass das Fest zum Erfolg wurde. Während des Vorschiessens und am vergangenen Wochenende haben rund 800 Personen bis zu 1400 Einsätze geleistet. Und sie hatten zu tun: Das gute Wetter hat dazu beigetragen, dass die grosse Festhalle an allen Tagen fast aus den Nähten geplatzt ist. Marcel Clément, Präsident des Organisationskomitees, konnte gestern keine Angaben zur Besucherzahl machen. «Das ist schwierig zu schätzen, aber alle Anlässe waren sehr gut besucht.»

Den fleissigen Händen windet OK-Präsident Marcel Clément ein besonderes Kränzchen. «Ohne sie wäre es niemals gegangen.» Das ganze Dorf habe den Anlass mitgetragen, betont er. Marcel Clément hat turbulente Tage mit wenig Schlaf hinter sich und war am Sonntagabend vor allem froh, dass alles unfallfrei über die Bühne ging. Die Rückmeldungen seien durchwegs positiv ausgefallen, sagte er. «Unser Konzept war erfolgreich.» Bereits heute Morgen beginnen die Helfer damit, die Einrichtungen abzubauen. Dies dauert bis Dienstag. im

 

 

Zahlen und Fakten

2047 Teilnehmer waren am Start

2047 Schützinnen und Schützen haben am Feldschiessen in St. Silvester teilgenommen, 1677 im 300-Meter-Stand, 237 im Pistolenstand auf 25 oder 50 Meter. Guido Jungo wurde mit 71 Punkten Schützenkönig. Die beste Dame war Ruth Tschannen aus Alterswil mit 69 Punkten.im

Die Resultate

 

 71 Punkte:Jungo Guido, 70, St. Ursen.

70 Punkte: Bielmann Heinz, 70, Plasselb; Blanchard Alice, 98, Tafers; Jungo Hermann, 60, St. Ursen; Linder Werner, 48, St. Ursen; Maeder Daniel, 73, Plaffeien-Brünisried; Rotzetter Manfred, 81, Plaffeien-Brünisried; Schaller Beat, 51, Tafers; Schmutz Josef, 37, Ueberstorf.

69 Punkte:Aeby Hans-Peter, 66, Giffers; Andrey Guido, 74, Plasselb; Auderset Mario, 81, Alterswil; Baeriswyl Thomas, 68, St. Antoni; Binz Erwin, 51, St. Antoni; Chardonnens Konrad, 64, Plaffeien-Brünisried; Dubi Kevin, 95, Tafers; Dufaux Pierre-Alain, 49, Tafers; Hegg Alex, 98, St. Ursen; Heimo Dominique, 73, St. Antoni; Kolly Andre, 77, Giffers; Lötscher Frank, 89, Plaffeien-Brünisried; Piller Otto, 52, Plaffeien-Brünisried; Piller Pascal, 81, Plaffeien-Brünisried; Schafer Roger, 72, Plasselb; Siffert Roger, 67, Heitenried; Sturny Heribert, 69, Tafers; Tschannen Ruth, 78, Alterswil; Willen Jakob, 56, Bösingen-Laupen; Willi Roland, 72, Plaffeien-Brünisried; Zbinden Thomas, 82, Plaffeien-Brünisried.

68 Punkte:Aeby Pascal, 74, Giffers; Auderset Corinne, 95, Alterswil; Auderset Joseph, 52, St. Antoni; Baechler Frédéric, 76, Plasselb; Baechler Raphael, 79, St. Antoni; Baeriswyl Hugo, 71, Rechthalten; Brügger Roman, 62, St. Antoni; Brülhart Fabian, 89, St. Antoni; Buntschu Hermann, 63, Heitenried; Buntschu Mario, 73, St. Silvester; Burri Marianne, 82, Alterswil; Egli Hans-Peter, 61, Plaffeien-Brünisried; Fasel Thomas, 72, Heitenried; Hantzsche Erika, 62, St. Ursen; Huber Christian, 64, Plaffeien-Brünisried; Imhof Janine, 94, Rechthalten; Jungo Adrian, 86, St. Ursen; Kolly Elmar, 75, Plasselb; Kolly Pascal, 91, Plasselb; Lerch Walter, 60, Alterswil; Marro Raphael, 86, Plaffeien-Brünisried; Müller Franz, 43, Tafers; Müller Stefan, 75, St. Ursen; Raemy Christian, 87, Plaffeien-Brünisried; Rappo Urs, 88, Alterswil; Remund Marcel, 48, Plaffeien-Brünisried; Roth Friedrich, 74, Alterswil; Schafer Kanis, 55, Plasselb; Vonlanthen Hugo, 51, Plaffeien-Brünisried; Waelchli Walter, 51, St. Antoni.

67 Punkte:Andrey Heribert, 56, St. Ursen; Andrey Marc, 86, St. Ursen; Auderset Kuno, 61, Tafers; Baechler Ivo, 73, Rechthalten; Brülhart Franz, 46, Tafers; Buntschu Jeanny, 92, Tafers; Dousse Philipp, 78, Plaffeien-Brünisried; Doutaz Fabienne, 91, Heitenried; Grossrieder Benedikt, 82, St. Ursen; Grossrieder Urs, 74, Bösingen-Laupen; Kroepfli Heinz, 62, Alterswil; Lauper Josef, 45, Giffers; Mabboux Theo, 61, St. Antoni; Mauron Hubert, 68, Plaffeien-Brünisried; Minder Stefan, 77, Heitenried; Moser Otto, 55, Alterswil; Neuhaus Werner, 70, Plaffeien-Brünisried; Piller Fabienne, 79, Plaffeien-Brünisried; Portmann Cornelia, 82, Heitenried; Raemy Mario, 70, Plaffeien-Brünisried; Rappo Renaldo, 71, St. Antoni; Rappo Roger, 68, Plasselb; Riedo Sven, 99, St. Ursen; Riedo Yvo, 59, St. Ursen; Schmid Manuel, 79, Tafers; Spicher Simon, 93, Plasselb; Tercier Michel, 43, Plasselb; Tschannen Rolf, 57, Wünnewil-Flamatt; Voegeli Hans-Rudolf, 63, Heitenried; Von Gunten Walter, 55, Düdingen; Zahnd Roland, 74, Bösingen-Laupen; Zumwald Yvo, 62, Heitenried.

 

 Pistole 25/50 m

 178 Punkte:Aebischer Dominique, 66, Düdingen.

177 Punkte:Aeby Mario, 76, Giffers; Aeby Pascal, 74, Giffers; Habegger Marc, 69, Giffers.

176 Punkte:Mauron Marcel, 47, Schmitten-Flamatt; Pellet Tamara, 82, Schmitten-Flamatt; Stritt Laurent, 90, Schmitten-Flamatt; Zurkinden Anja, 97, Düdingen.

175 Punkte:Baeriswyl Erwin, 49, Schmitten-Flamatt; Bertschy Kuno, 54, Tafers; Brülhart Dominik, 88, Schmitten-Flamatt; Fasel Philippe, 81, Giffers; Jungo Daniel, 67, Plaffeien; Mauron Gabriel, 65, Giffers; Menoud Florence, 88, Giffers; Noesberger Josef, 59, Düdingen; Peter JoÎl, 94, Düdingen; Rumo Alfons, 46, Giffers.

174 Punkte: Baechler Matthias, 75, Giffers; Bersier Marc, 53, Schmitten-Flamatt; Binz Erwin, 51, Tafers; Dousse Marcel, 54, Plaffeien; Frauenknecht Urs, 53, Tafers; Gendre Gerard, 56, Giffers; Kessler Ewald, 43, Düdingen; Klaus Norbert, 74, Giffers; Leider Thomas, 61, Düdingen; Lötscher Frank, 89, Plaffeien; Roux Stefan, 64, Schmitten-Flamatt; Sauterel Alois, 48, Tafers; Schaller Roland, 74, Tafers.

173 Punkte:Braun Leo, 78, Schmitten-Flamatt; Brülhart Hans-Peter, 60, Schmitten-Flamatt; Buntschu Peter, 47, Giffers; Jungo Pascal, 79, Düdingen; Kaeser Markus, 73, Plaffeien; Schaller Beat, 51, Tafers.

172 Punkte: Ammann Heinz, 55, Schmitten-Flamatt; Auderset Alfons, 35, Tafers; Broch Pascal, 67, Giffers; Buchs Yvan, 77, Düdingen; Hayoz Bruno, 67, Plaffeien; Schertenleib Erich, 44, Schmitten-Flamatt; Sissaoui David, 71, Schmitten-Flamatt; Stankovic Andrea, 87, Schmitten-Flamatt; Tercier Michel, 43, Giffers.

171 Punkte:Ayer Armin, 54, Giffers; Bapst Heribert, 65, Giffers; Brügger Thomas, 87, Giffers; Buchs Rachel, 89, Tafers; Buntschu Mario, 73, Giffers; Clement Daniel, 51, Giffers; Gauch Hubert, 64, Plaffeien; Hostettler Rene, 60, Giffers; Hostettler Sonja, 85, Giffers; Mauron-Fragniere Christine, 69, Giffers; Rappo Michael, 75, Düdingen; Rohrbasser Marcel, 64, Schmitten-Flamatt; Rotzetter Philippe, 86, Giffers; Seewer Bojan, 80, Giffers; Spicher Alain, 92, Tafers; Wider Thomas, 79, Düdingen.

170 Punkte:Flisch Paul, 49, Tafers; Jungo Erich, 85, Düdingen; Noth-Claus Nathalie, 81, Düdingen; Rappo John-Patrick, 84, Giffers; Stempfel Patrick, 71, Plaffeien; Sturny Norbert, 63, Tafers; Zahnd Roland, 74, Schmitten-Flamatt.

Die Gesamtranglisten finden Sie unter www.freiburger-nachrichten.ch

 

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