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«Es ist eine Herzensangelegenheit»

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Gute Nachricht für Überstorf: Mit dem Projekt «Schlüssel» geht es vorwärts. Dies haben die Raiffeisenbank Überstorf und der Investor Daniel Bulliard gestern bekannt gegeben. Beide Seiten verbindet ein Ziel: Gastronomiebetrieb und Saal zu erhalten. Um dies zu erreichen, haben sie die «Gasthof zum Schlüssel Überstorf AG» gegründet und die Liegenschaft von der Besitzerfamilie gekauft.

Glücklich über Lösung

«Das Gebäude steht nicht unter Schutz», sagte Daniel Bulliard. «Wir hätten auch alles abreissen und 40 Wohnungen errichten können.» Das wäre aber schade gewesen. «Der Gasthof ist wichtig für die sozialen Kontakte im Dorf.» Es sei eine Herzensangelegenheit, so der Promotor. Er machte klar, dass hier nicht die Rentabilität im Vordergrund steht. In der Raiffeisenbank Überstorf, die schon länger mit den Besitzern in Kontakt stand, stiess er auf offene Ohren. «Wir sind sehr glücklich mit der jetzigen Lösung», so Franz Gnos, Verwaltungsratspräsident der Raiffeisenbank Überstorf. Die Bank wollte mit ihrem Engagement ihren Genossenschaftern etwas für ihre Treue zurückgeben. Auch er betonte, dass es den Bankverantwortlichen nicht um Gewinnoptimierung geht.

Die Liegenschaft wird in zwei Teile geteilt: Im Saalteil wird die Raiffeisenbank den grossen Raum auffrischen, einen separaten Zugang und einen Lift einbauen. Der Saal soll später den Vereinen, aber auch dem Gastronomiebetrieb wieder zur Verfügung stehen. Geplant sind in diesem Gebäudeteil Büros, ein Sitzungszimmer im Erdgeschoss und ein grösserer Konferenzsaal im Dachgeschoss.

Im anderen Teil wird der Gasthof aufgefrischt, Küche und Sanitäranlagen werden erneuert. Im ersten Geschoss entstehen sechs Wohnungen: vom Studio über Zweieinhalb- bis zu Dreieinhalb-Zimmer-Wohnungen. Daniel Bulliard schwebt ein Gemisch aus jungen Paaren und älteren Menschen vor und verspricht vernünftige Mietpreise. Über den Investitionsbedarf wollten beide Parteien nichts sagen. Es sei sicher eine siebenstellige Summe, da viele Installationen komplett ersetzt werden müssten, so Franz Gnos.

Baubeginn im Sommer

Im Frühjahr 2016–rechtzeitig zum 111. Geburtstag der Bank–soll der «neue» Schlüssel eröffnet werden. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun. Die Verantwortung für den Umbau trägt Architekt Bruno Yerly, der in der Immobilienfirma von Daniel Bulliard Bauprojekte betreut. Bis Ende Februar/Anfang März soll die Baueingabe erfolgen. «Dann geht es mit Volldampf an die Umsetzung», so Franz Gnos. Er hofft, dass die Arbeiten Mitte Jahr beginnen können. Unter dem Motto «Von Überstorfern für Überstorfer» sollen auch die Aufträge weitgehend lokalen oder regionalen Betrieben übergeben werden.

Bis alles umgebaut wird, läuft der Schlüssel auf Sparflamme. Romi Morf-Siffert, Tochter der Familie, die den Betrieb fünf Generationen führte, wird ihn bis zum Neustart leiten. Einen Monat war er geschlossen, ab heute ist er wieder offen, und zwar jeweils donnerstags ab 17 Uhr bis Sonntagabend. Bis Mitte Jahr steht auch der Saal sicher wieder zur Verfügung. Danach wird je nach Baufortschritt entschieden. Eine Besonderheit im Gebäude wird durch die Renovierung in den Vordergrund gerückt: Der alte Sandstein-Gewölbekeller wird zum Esssaal. Dort sollen die Parteien der Schlacht von Laupen 1339 nach den Friedensverhandlungen dem Vernehmen nach gefeiert haben.

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