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«Es ist immer noch kaum zu glauben»

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Zum Auftakt der EM-Qualifikation hat die Schweiz am Sonntag in Freiburg sensationell Russland besiegt. Wie erklären Sie sich mit ein paar Tagen Abstand diesen Exploit?

 Es ist immer noch kaum zu glauben. Ehrlich gesagt weiss ich selbst nicht genau, wie uns das gelang. Naja, mit Dusan Mladjan und Clint Capela konnten wir auf zwei Topspieler zählen. Und der Rest hat sich dann an diesem Duo hochgezogen, so dass es irgendwie geklappt hat.

 

 Glauben Sie, dass die russischen Spieler die Schweiz auch ein bisschen unterschätzt haben?

Ich denke schon. Wohl nicht aktiv, aber zumindest im Hinterkopf. Es sind fast alles Spieler aus Topteams, da konnten sie dieses Spiel wohl nicht allzu ernst nehmen.

 

 In der Crunch Time, als das Spiel gegen Russland in den letzten Minuten auf Messers Schneide stand, hat Trainer Petar Aleksic Sie noch einmal eingewechselt. Was ging Ihnen da durch den Kopf?

Ich habe in meiner Karriere trotz allem schon viele enge, spannende Spiele erlebt. Natürlich ist man in solchen Phasen immer ein bisschen angespannt. Aber ich fühlte mich nicht anders als in anderen engen Spielen. Irgendwie war ich gar nicht so nervös. Wohl deshalb, weil wir bereits wussten, auf jeden Fall eine starke Partie abgeliefert zu haben. Ich war froh, dass mir der Trainer in dieser wichtigen Phase das Vertrauen geschenkt hat. Ich habe versucht, Kontrolle ins Spiel zu bringen, da wir zuvor ziemlich hektisch spielten. Das ist mir ganz gut gelungen, aber natürlich hätte es genau umgekehrt herauskommen können.

 

 Im Verlauf der Woche gab mit Capela eine wichtige Teamstütze der Schweiz bekannt, dass er für die restlichen drei Spiele wegen Leistenproblemen nicht zur Verfügung steht. Ein harter Schlag?

Ein sehr harter. Er ist ein sehr wichtiger Spieler, der mit seiner Grösse und Energie sehr wertvoll ist. Ein Spieler, dank dem wir eben auch gegen Topteams mithalten können. Ohne ihn wird es sehr schwierig.

 

 Am Sonntag treffen Sie mit Italien auf ein weiteres europäisches Spitzenteam. Was erwarten Sie für ein Spiel?

Italien spielt einen ganz anderen Basketball als Russland. Weniger physisch, dafür suchen sie immer wieder 1-gege-1-Situationen und spielen aggressiv. Darauf müssen wir in der Defensive vorbereitet sein. Was unsere beiden Gegner verbindet, ist hingegen, dass beide sehr gut sind.

Um sich für die EM 2015 zu qualifizieren, muss die Schweiz aber mindestens eines der beiden Teams hinter sich lassen. Wie schätzen Sie die Chancen auf ein Weiterkommen ein?

Wir sind immer noch der Aussenseiter, erst recht, weil nun auch noch Clint weg ist. Aber klar, wenn man bloss vier Qualifikationspartien spielt und die erste davon gewinnt, kommt einem automatisch die Idee, dass eine weitere Überraschung bereits für eine Qualifikation reichen könnte. Wir werden versuchen, das Beste aus unserer Situation zu machen. Aber es wäre nun falsch, die Erwartungen zu sehr hochzuschrauben.

 

 Inwiefern bringt Sie als Spieler die aktuelle Kampagne auch persönlich weiter?

Es sind sehr gute Spiele gegen starke Gegner. Solche Partien absolviere ich danach vielleicht in meiner gesamten Karriere nicht mehr. Es ist eine wertvolle Erfahrung, sich einmal mit Spielern auf diesem Niveau zu vergleichen, zu schauen, was diese Spieler besser machen und wie hoch ihr Rhythmus ist.

 

 Eines Ihrer Ziele lautet, irgendwann in einer ausländischen Liga zu spielen. Da dürfte Ihnen ebenfalls entgegenkommen, dass die Schweiz für einmal ein bisschen im europäischen Fokus steht …

Als Schweizer ist es sehr schwierig, Aufmerksamkeit und Anerkennung zu erhalten. Auch deshalb ist es sicher gut, dass wir gegen Russland und Italien spielen und nun sogar die erste Partie gewinnen konnten. Das kann langfristig sicher helfen, sowohl uns Spielern als auch dem Schweizer Basketball insgesamt.

 

 Mit Arnaud Cotture, Marko Mladjan, Roberto Kovac und Ihnen stehen gleich vier Olympic-Spieler in der Nationalmannschaft. Hinzu kommt mit Petar Aleksic der Trainer Olympics. Könnte es in der kommenden Saison auch für Freiburg zum Vorteil werden, dass in der Nationalmannschaft ein starkes Team zusammengewachsen ist?

Es ist insbesondere sicher ein grosser Vorteil für die Nationalmannschaft, dass Aleksic beide Trainerposten besetzt. Wir vier Freiburger Spieler wissen immer genau, was der Coach will. Das können wir auch den übrigen Spielern weitergeben. Umgekehrt ist es auch für Olympic natürlich kein Nachteil.

 

 

Italien: Erneut ein Top-Gegner

Für die Schweizer Basketballer geht es nach dem Auftaktsieg gegen Russland Schlag auf Schlag. Heute fliegt die Nationalmannschaft nach Cagliari, wo sie morgen (20.30 Uhr) auf Italien trifft. Anschliessend fliegt sie weiter nach Moskau, wo am Mittwoch das Rückspiel gegen Russland ansteht. Zum Abschluss der Qualifikation empfängt das Team von Petar Aleksic am 27. August in Bellinzona Italien. Für die EM 2015 qualifizieren sich der Gruppenerste sowie die sechs besten Gruppenzweiten der sieben Qualifikationsgruppen.

Eines der beiden Teams hinter sich zu lassen, wird für die Schweiz trotz Auftaktsieg nicht leicht. Dazu bedarf es mindestens eines weiteren Exploits. Denn wie Russland verfügt auch Italien über zahlreiche Topspieler. Die meisten davon spielen in der heimischen Liga, die zu den besten Europas gehört. So zum Beispiel Alessandro Gentile. Der Small Forward, der 2014 von Minnesota gedraftet wurde, momentan jedoch noch in Mailand spielt, war am Mittwoch bei Italiens 65:63-Auswärtssieg gegen Russland mit 20 Punkten der überragende Akteur. Mit Luigi Datome, dem Power Forward der Detroit Pistons, kommt zudem ein NBA-Spieler dazu. fm

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