Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

«Es kommt viel zurück»

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es ist ein warmer Sommertag. Auf dem Parkplatz des Pflegeheims Sonnmatt in Schmitten schwirrt die Luft; auf dem Rasen vor dem Gebäude ist das gemähte Gras zu Heuhaufen aufgetürmt – wie man das früher gemacht hat. Eine Bewohnerin steht auf ihren Rollator gestützt im Schatten eines Baumes und grüsst freundlich.

In der Cafeteria sitzen an einem Tisch am Fenster drei Heimbewohnerinnen mit Jasskarten. Immer wieder schauen sie hinüber zu einem andern Tisch, wo vier Frauen sitzen und angeregt diskutieren. Darunter ist Cecile Sapin – die drei Jasserinnen vermissen sie; sie wäre die vierte im Bunde. Doch Sapin hat einen Termin mit der FN-Journalistin. Sie ist eine von vier freiwilligen Helferinnen, welche seit Jahren im Pflegeheim Sonnmatt in Schmitten aushelfen. Sapin kommt jeden Mittwochnachmittag ins Heim und jasst mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Zudem spielt sie einmal im Monat mit ihnen Lotto und hilft immer mal wieder bei Ausflügen. Seit zehn Jahren engagiert sie sich. «Das ist einfach schön», sagt sie. «Die Bewohner sind dankbar, da kommt so viel zurück.»

Von Anfang an dabei

Neben ihr sitzt Rosmarie Lehmann. Seit 1989, als das Pflegeheim eröffnete, hilft sie in der Cafeteria aus. Zudem betet sie regelmässig mit den Heimbewohnern und feiert jeden Sonntag die Kommunionsfeier mit ihnen. «Die Anerkennung und Freude der Heimbewohner sind mir Dank genug», sagt sie.

Lisbeth Schmutz pflichtet ihr bei. Sie kommt einmal im Monat in die Sonnmatt und singt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Auch in anderen Pflegeheimen in der Region geht sie mit ihrem Schwyzerörgeli vorbei. Und ihre Singstunden sind beliebt: «Manche Bewohner, die nur noch teilnahmslos im Rollstuhl sitzen, erwachen richtig, wenn es ums Singen geht», erzählt sie. «Von den alten Liedern kennen selbst die Dementen noch alle Strophen.» Wer fit genug ist, tanzt sogar. Schmutz begann mit ihrem musikalischen Engagement bereits, als sie noch in der Pflege im Heim arbeitete. Nach ihrer Pensionierung hat sie weitergemacht.

Marie-Therese Rudaz ist wie Schmutz und Lehmann seit der Eröffnung im Heim aktiv. Zuerst arbeitete sie im Hausdienst – «da habe ich auch mal einige Wochen gekocht, weil niemand anderes da war» –, danach in der Pflege. Nun ist sie seit einigen Jahren pensioniert, aber immer noch oft in der Sonnmatt: Sie jasst mit den Bewohnerinnen und Bewohnern und hilft bei Ausflügen. Vor allem aber stellt sie mit den Senioren Sensler Brätzele her.

Sinnvolle Beschäftigung

Das Engagement im Heim tue ihr gut, vor allem, seit ihr Mann gestorben sei, sagt Rudaz. «Wenn er noch da wäre, würde ich an einem solch sonnigen Tag wahrscheinlich mit ihm einen Ausflug machen», sagt sie nachdenklich. Cecile Sapin winkt ab. «Wenn mein Mann noch leben würde, wäre er am Fischen, und ich wäre genau gleich hier am Jassen», sagt sie – und alle vier lachen. «Die Freiwilligenarbeit gibt eine Aufgabe, ist eine sinnvolle Beschäftigung», sagt Esther Demamiel, Leiterin Aktivierung im Pflegeheim Sonnmatt. «Man kommt unter die Leute.» Gleichzeitig sagt sie, das Heim sei enorm froh um die Helferinnen. Ohne seien etwa Ausflüge schwierig, bei denen jeweils eine Betreuerin zu zwei Bewohnern schaut. «Das könnten wir nicht stemmen ohne die Freiwilligen.»

Alle vier Helferinnen schätzen die familiäre Atmosphäre in der Sonnmatt. Die Cafeteria sei wie eine gute Stube, wo alle zusammenkämen und zueinander schauten. «Auch Heimbewohner, die dement sind, sitzen hier mit den anderen und werden nicht allein im Zimmer gelassen», sagt Lehmann. «Das geht aber nur, weil ihr in der Cafeteria bereit seid, zu diesen Menschen zu schauen», sagt Demamiel.

Zu der Arbeit im Heim gehört auch das Sterben. «Die Todesfälle berühren mich schon jedes Mal», sagt Lehmann. Sie habe aber mit der Zeit gelernt, damit umzugehen. Sie habe gute Gespräche mit den Bewohnern über das Altern und den Tod geführt. «Ich habe gelernt, das Altern besser zu akzeptieren.»

Aber auch viele schöne Momente teilen die vier Frauen mit den Bewohnern. Sie halfen etwa mit beim Konzert, das die Bewohner der Heime der Stiftung St. Wolfgang Anfang Juni gaben (die FN berichteten). «Das war ein Highlight», sind sich alle einig. Der Saal sei bis zuhinterst besetzt gewesen, die Atmosphäre einmalig. Einzig Schmutz grämt sich; ausgerechnet die Musikerin konnte nicht dabei sein.

Während die Frauen vom Konzert erzählen, blickt Sapin hinüber zu den Jasserinnen, die auf sie warten, und ruft: «Ich komme gleich!» Bevor sie geht, sagt sie: «Wenn ich noch einmal jung wäre, dann würde ich gern Pflegerin lernen.»

«Die Anerkennung und Freude der Heimbewohner sind mir Dank genug.»

Rosmarie Lehmann

Helferin im Heim

Mehr zum Thema