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«Es muss Alternativen geben»

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«Es muss Alternativen geben»

Autor: karin aebischer

Es herrscht Hochbetrieb im Haus St. Wolfgang 13. 50 Kinder besuchen mittlerweile die Tagesschule Sesam im ehemaligen Altersheim. Neun Lehrpersonen begleiten die Kinder und Jugendlichen in ihrem Lernprozess. «Wir sind überrascht, wie gross die Schule bereits ist», sagt die Schulleiterin Judith Meuwly Correll. Allein die Oberstufe sei kurz nach ihrer Einführung von 2 auf 20 Schüler angewachsen.

Selbstbewusste Kinder

Bei der Eröffnung im Herbst 2003 seien sie nicht sicher gewesen, ob ihr auf Montessori beruhendes pädagogisches Konzept verhält, wie Robb Correll erzählt. Heute würden sie in jedem Kind, das in ihrer Schule aufblüht und ein gesundes Selbstkonzept entwickelt, darin bestätigt. «Wir können nicht versprechen, dass die schulische Leistung der Kinder bei uns besser wird, aber die Kinder lernen bei uns, wieder Eigeninitiativen zu ergreifen und sich Sachen zuzutrauen. Auch die soziale Kompetenz entwickelt sich stark», erläutert er. Dies sei der Mehrwert der Schule. «Das Schönste für mich ist zu sehen, wie Kinder bei uns aufblühen und wieder zu sich finden», sagt Judith Meuwly Correll.

Spass am Lernen

Ein System wie das ihrige erlaube den Kindern, so zu sein, wie sie sind. Ohne zu werten. So können die Kinder ihr Lerntempo in den einzelnen Fächern selber bestimmen und würden so weder unter- noch überfordert und verlieren den Spass am Lernen nicht. «Das System der Klassen- und altersbedingten Lernziele entspricht keiner Realität», so Robb Correll. Erst wollten die beiden ausgebildeten Lehrkräfte zusammen mit ihren beiden Kindern, der 14-jährigen Keira und dem 10-jährigen Ari, Homeschooling machen. Dann entschieden sie sich anders: «Wir wollen in dieser Gesellschaft einstehen für Optionen. Es ist wichtig, dass es immer Alternativen gibt. Wir möchten auch anderen die Möglichkeit bieten, wählen zu können», betont Robb Correll.

Die Werte weitertragen

Ihr Kleinschulkonzept möchten die beiden nun in die Welt hinaustragen und bei der Gründung von weiteren Tagesschulen beratend zur Seite stehen. «Weltweit ist das Bedürfnis riesig nach Alternativen im Schulsystem», hält Correll fest. Noch maximal 20 Kinder können in der Tagesschule Sesam in St. Wolfgang aufgenommen werden. Ziel ist es, dass der Schulalltag auch ohne die Präsenz von Judith Meuwly und Robb Correll funktioniert. «Wir haben unsere Werte im Schulsystem eingebaut. Nun sind wir daran, das System so weit zu etablieren, dass es längerfristig auch ohne uns läuft», sagt die Schulleiterin.

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