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Es piepst und gackert im Museum

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Wie macht das Huhn? «Gaaack-ack-ack-ack», würden die meisten antworten, und genauso lautet auch der Untertitel der diesjährigen Küken-Ausstellung im Naturhistorischen Museum Freiburg. Doch so einfach ist die Sache nicht. «Wissenschaftler haben mehr als zwei Dutzend verschiedene Rufe identifiziert, mit denen Hühner je nach Situation kommunizieren», sagt Michèle Widmer. Die ausgebildete Tierärztin und Kulturvermittlerin ist seit vier Jahren für die Küken-Ausstellung verantwortlich und stellt diese jedes Jahr unter ein neues Motto. 2019 geht es um die Kommunikation zwischen Hühnern, Hähnen und Küken.

Film der Brüder Guillaume

Wie bereits in den letzten Jahren richtet sich die Ausstellung primär an die kleinsten Besucherinnen und Besucher und kommt ganz ohne Text aus. Im ersten Teil finden sich sieben interaktive Stationen, an denen die Kinder spielerisch die Sprache des Federviehs lernen. Hier hören sie zum Beispiel, wie es tönt, wenn ein einsames Küken piepsend nach seiner Mutter ruft, wenn ein Huhn gackernd signalisiert, dass es gleich ein Ei legen wird, oder wenn der Hahn laut krähend sein Revier verteidigt, mit bis zu hundert Dezibel Lautstärke.

Ihre neuen Kenntnisse der Hühnersprache können die Kinder anschliessend im Hühnerkino anwenden: Hier ist ein Animations-Kurzfilm der Brüder Fred und Sam Guillaume zu sehen. Die Freiburger Filmemacher erzählen darin eine kleine Geschichte aus dem Hühnerstall. Der Clou: Immer dann, wenn ein Huhn oder ein Küken etwas zu sagen hat, stoppt der Film und läuft erst dann weiter, wenn ein Kind den zur Situation passenden Ruf herausgefunden hat. «Wir wollten schon lange etwas mit den Brüdern Guillaume machen, und jetzt hat sich endlich eine Gelegenheit ergeben», sagt Museumsmitarbeiterin Laurence Perler Antille. Als Freiburger, selber mit der Küken-Ausstellung aufgewachsen, seien die beiden von der Idee sofort begeistert gewesen.

Küken schlüpfen im Museum

Natürlich muss auch dieses Jahr niemand auf die lebenden Küken und Hühner verzichten, die traditionell in der Ausstellung zu beobachten sind. In zwei Schaubrutkästen schlüpfen jeden Tag rund zwanzig Küken; gegen achthundert sind es bis zum Ende der Ausstellung. Die Küken bleiben dann jeweils etwa zehn Tage im Gehege in der Ausstellung, bevor sie an regionale Geflügelzüchter abgegeben werden. Ein Stockwerk weiter unten ist schliesslich ein Hühnerstall mit drei Hühnern und einem Hahn untergebracht, die während der ganzen Ausstellungsdauer hierbleiben. «Wir haben den Stall extra in die untere Etage verlegt, weil der Hahn die Hahnenschreie von den Hörstationen nicht vertragen hat», erklärt Laurence Perler Antille lachend.

Eine Erfolgsgeschichte

Die Küken-Ausstellung ist seit ihrer ersten Durchführung im Jahr 1982 eine Erfolgsgeschichte für das Naturhistorische Museum. Jedes Jahr zieht sie in fünf Wochen rund 25 000 Besucherinnen und Besucher an; das sind fast vierzig Prozent der Eintritte des ganzen Jahres. Dieses Jahr findet die Ausstellung zum 34. Mal statt, nachdem es anfangs der Nullerjahre einen kurzen Unterbruch gegeben hatte. Grund für die Pause war ein Entscheid des Kantonstierarztes, dass die Küken nicht mehr wie zuvor üblich berührt und gestreichelt werden durften.

Dass man die Tiere im Museum nicht anfassen dürfe, sei heute allgemein akzeptiert, sagt Laurence Perler Antille. Nach wie vor gebe es vereinzelte Kritik, dass überhaupt lebende Tiere ausgestellt würden. «Wir sind uns des Pro­blems bewusst und tun alles für das Tierwohl.» Und so kann das Publikum auch in diesem Jahr hautnah erleben, wie sich die Küken aus den Eiern kämpfen – und was sie dabei zu sagen haben.

Programm

Am Sonntag auch vormittags offen

Die Küken-Ausstellung dauert vom 23. März bis zum 28. April und ist täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Am Sonntag öffnet das Museum seine Türen ausnahmsweise bereits um 10 Uhr, um den oft grossen Besucherandrang aufzufangen. Der Eintritt ist wie immer im Naturhistorischen Museum frei. Passend zum Thema Kommunikation gibt es ein Begleitprogramm, etwa mit einem Wettbewerb zum schönsten Hahnenschrei oder einem Atelier zur Kommunikation bei Tieren.

cs

Weitere Infos: www.mhnf.ch

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